15.03.2018 - 15:29

Glauben Sie an sich selbst! Selbstvertrauen stärken: Tipps fürs eigene Bewusstsein

Ein hilfreicher Schritt beim Selbstvertrauen stärken: Eigene Stärken aufschreiben – aber auch die vermeintlichen Schwächen.

Foto: iStock/Portra

Ein hilfreicher Schritt beim Selbstvertrauen stärken: Eigene Stärken aufschreiben – aber auch die vermeintlichen Schwächen.

Ein gesundes Selbstvertrauen kann Ihnen ganz neue Türen öffnen. Das Gute: Sie können es erlernen, wieder mehr an sich selbst zu glauben.

Ein geringes Vertrauen in sich selbst und die eigenen Fähigkeiten kann auf vielen Ebenen einschränken und das Leben erschweren. Doch Selbstvertrauen stärken ist möglich. Hier erfahren Sie mehr:

Einen schlechten Tag hat jeder mal, Sie kennen das sicher: Sie stehen morgens auf und fühlen sich irgendwie nicht wohl in Ihrer Haut, das Aufeinandertreffen mit anderen stellt Sie auf die Probe, und Sie sind nicht so richtig von sich selbst und Ihrem Können überzeugt. Dieses Gefühl kann aber durchaus auch zum Dauerzustand werden.

Selbstvertrauen stärken: Die Liebe zu sich selbst kann antrainiert werden

Ein geringes Selbstvertrauen kann verschiedene Ursachen haben, die durchaus weit zurück liegen können: Kommentare von Eltern und anderen Verwandten, die uns klein geredet haben, Mobbing, aber auch schon Vorstufen davon. Es ist sozusagen antrainiert durch Erfahrungen, die es uns mit uns selbst schwer gemacht haben: Das Gefühl, etwas stimmt mit einem nicht, kann sich sehr hartnäckig einfressen. Aber: Genauso lässt sich das Vertrauen in sich selbst auch wieder erlernen.

Den richtigen Weg für sich selbst finden

Das Gute ist: Selbstvertrauen stärken lässt sich über verschiedene Wege. Wichtig ist nur, den richtigen zu finden. Das kann durch praktische und mentale Übungen klappen – etwa sich selbst immer wieder positive Aspekte sagen oder sich auch einmal in normalerweise als unangenehm empfundene Situationen begeben. Denn Übung macht wie immer den Meister, und auch wenn es anfangs hart ist: Rückschläge stärken ungemein! Aber auch Meditation kann helfen. Denn wer ruhiger ist, reflektiert besser und stärkt sein rationales Denken.

Kritische Stimme gegen positive Gedanken eintauschen

Der Hauptgedanke ist es, die innere, kritische Stimme, die wir uns über Jahre hinweg antrainiert haben, wieder in ihre Schranken zu verweisen. Klar, eine gewisse Selbstkritik ist gesund – aber nicht, wenn sie uns in unserer Lebensqualität einschränkt, uns Wege verbaut oder sogar beruflich klein hält. Dann ist es Zeit zu handeln und die kritische Stimme in eine aufbauende umzuwandeln. Der Trick ist, sich selbst positiver zu sehen. Das erscheint anfangs sicherlich schwierig, aber eine solche Herausforderung stärkt uns – und zwar schon dann, wenn wir sie als solche annehmen und ihr entgegentreten. Allein das macht Mut.

Das Projekt „Selbstvertrauen stärken“ ist genau das: ein Projekt. Eine Aufgabe, die nicht von jetzt auf gleich funktioniert, sondern ihre Zeit braucht. Auf dem Weg zum gesunden Selbstbewusstsein werden Ihnen viele Erfolge begegnen, die Sie weiter stärken. Ebenso wird es aber auch Hürden und Rückschläge geben. Aber auch die geben Kraft, indem Sie lernen, Wege aus diesen Rückschlägen heraus und über diese Hürden hinweg zu finden.

Welche Schritte Sie auf dem Weg zum starken Selbstbewusstsein unterstützen, lesen Sie auf der nächsten Seite:

 

Schritt 1: Selbstreflexion und Ja zu sich selbst sagen

Der erste Schritt ist erst einmal die Selbstreflexion: Schauen Sie auf Ihr Selbstvertrauen, auf die kritische Stimme in Ihnen, wie Sie mit herausfordernden Situationen umgehen.

Beobachten Sie sich regelmäßig dabei, wie Sie sich selbst schlecht reden? Sätze wie „Das schaffst du eh nicht“ gehören zum Standardrepertoire? Dann trainieren Sie sich das Gegenteil an. Das ist nicht einfach und fühlt sich anfangs auch wie eine Lüge an – aber es funktioniert mit der Zeit:

Nehmen Sie sich täglich ein paar Minuten Zeit und sagen Sie sich, dass Sie toll sind und dass Sie sich selbst mögen. Wichtig: Lächeln Sie dabei!

Setzen Sie sich abends vor dem Einschlafen noch einmal hin, um den Tag erneut durchzugehen: Was lief gut? Worauf sind Sie stolz? Und wenn Sie nur jemandem die Tür aufgehalten haben – auch das zählt.

Schritt 2: Aufschreiben!

Listen helfen – auch auf dem Weg zum starken Selbstvertrauen. Schreiben Sie sich auf, was Sie an sich mögen, was Sie gut können, und führen Sie sich diese Liste immer wieder vor Augen.

Genauso können Sie aber auch aufschreiben, was Sie an sich nicht mögen. Nehmen Sie sich dann ein neues Blatt Papier und überlegen Sie, wie Sie an diesen Sachen arbeiten und die negativen Gefühle loswerden können. Dann nehmen Sie das Blatt mit den negativen Punkten und verbrennen es symbolisch oder werfen es einfach weg.

Schritt 3: Fehler eingestehen und annehmen

Jeder Mensch macht Fehler – aber sehen Sie diese nicht als solche, sondern als Möglichkeiten. Dann lief eben etwas mal nicht so gut. Sich einzureden, dass man nichts kann, bringt da aber nichts. Viel mehr ist jeder Fehler eine Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen. „Aus Fehlern lernen“ ist nämlich keine leere Phrase.

Übrigens ist niemand perfekt. Andere sehen Ihre vermeintlichen Fehler mit ziemlich großer Sicherheit lange nicht so deutlich wie Sie. Denn jeder ist sich selbst der größte Kritiker.

Schritt 4: Sich niemals selbst unterschätzen

Was Sie alles schaffen können, glauben Sie selbst nicht – und das ist der Punkt. Wenn Sie Ihr Selbstvertrauen stärken wollen, müssen Sie aufhören, sich selbst kleinzureden. Glauben Sie an sich und das, was Sie können. Erinnern Sie sich an Ihre Liste, wenn eine prüfende Situation ansteht.

Tricks fürs Lernen eines gesünderen Selbstbewusstseins

Es gibt ein paar Tricks, die anfangs vielleicht schwer umzusetzen sind, die aber auf Dauer Wunder wirken. Sie werden aus sich herausgehen müssen. Aber: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – das ist das Gute. Je öfter Sie bestimmte Dinge wiederholen, desto einfacher gehen Sie Ihnen von der Hand. Auch die positiven:

  1. Sprechen Sie lauter – so wirken Sie gleich selbstbewusster. Haben Sie keine Angst, dass jemand das von Ihnen gesagte blöd findet. Jedem kann man es sowieso nicht recht machen. Aber Sie werden merken: Lauter sprechen ist wesentlich angenehmer als ständig wiederholen zu müssen, weil das Gegenüber das Gesagte nicht verstanden hat – oder ganz überhört und übergangen zu werden.
  2. Stehen Sie gerade und aufgerichtet, machen Sie sich groß. Denn das ist ein Zeichen von Selbstsicherheit – und Sie wirken gleich anders auf andere.
  3. Setzen Sie sich kleine Ziele und belohnen Sie sich fürs Erreichen.
  4. Setzen Sie ein Lächeln auf. Das strahlt nicht nur nach außen, sondern lässt Sie auch selbst ruhiger werden.
  5. Zählen Sie vor wichtigen Situationen noch einmal kurz bis 20 und atmen Sie tief durch. Das beruhigt. Stellen Sie sich dabei gerade hin und lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Ihre Umgebung. Und schon kann’s losgehen!

Mit ein bisschen Übung können Sie Ihr Selbstvertrauen also stärken – Sie müssen sich nur raus wagen. Aber sobald der erste Schritt getan ist, lassen sich die weiteren viel leichter umsetzen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Glauben an sich selbst!

Ein starkes Selbstbewusstsein aufbauen kann auch auf dem Weg aus einer Depression helfen und nachhaltig stark machen. Wenn Sie sich weiter zum Thema Depression belesen wollen, schauen Sie auf unserer Themenseite vorbei. Sollten Sie oder ein Angehöriger betroffen sein, legen wir Ihnen außerdem die Deutsche Depressionshilfe ans Herz. Hier gibt es Infos und professionelle Berater.

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