02.03.2018

Rekordsummen für Antikes „Bares für Rares“: Das waren die bisher teuersten Schätze

Horst Lichter und Experte Albert Maier überprüfen eine Antiquität bei Bares für Rares. Ob sich hier einer der teuersten Schätze verbirgt?

Foto: ZDF / Frank Dicks

Horst Lichter und Experte Albert Maier überprüfen eine Antiquität bei Bares für Rares. Ob sich hier einer der teuersten Schätze verbirgt?

In den meisten Fällen gehen Verkäufer bei „Bares für Rares“ mit ein bisschen weniger Geld als erhofft aus der Sendung. Doch es gibt immer wieder Sensationen. Die teuersten Schätze stellen wir hier vor!

Diese Sendung ist ein Phänomen – und das sind auch einige der Gegenstände, die dort vorgestellt werden: Bei "Bares für Rares" gab es bereits ein paar richtig teure Schätze, die in der ZDF-Sendung den Besitzer gewechselt haben. Welche das sind, zeigen wir Ihnen hier.

Die teuersten Schätze bei "Bares für Rares": Es ging in den fünfstelligen Bereich!

Wenige Sendungen im deutschen Fernsehen ziehen noch so viele Zuschauer aus den verschiedensten Altersklassen vor die TV-Geräte. Teil am Erfolg der ZDF-Schätzsendung "Bares für Rares" haben sicherlich der ikonische Moderator Horst Lichter und die sympathischen Händler. Aber es ist auch immer wieder kurios zu sehen, welche Schätze die Kandidaten mit in die Sendung bringen, um sie von den Experten schätzen zu lassen – in der Hoffnung auf das große Geld für den Dachbodenfund oder das liebevoll selbstgebastelte Stück.

Das Konzept der Show ist eigentlich schnell erklärt: Kandidaten bringen ihre, so hoffen sie, wertvollen Gegenstände in die Sendung, Kunstexperten schätzen sie und wenn es sich lohnt, dürfen die Bewerber ihre Gegenstände den Händlern vorstellen – die im Interessensfall dann direkt in der Sendung gegen bares Geld tauschen. In den nunmehr fast fünf Jahren Sendungsgeschichte "Bares für Rares" sind bereits etliche teure Schätze über die Händlertheke gewandert – und einige davon sogar für richtig viel Geld. Sogar fünfstellig wurde es bereits mehrmals.

Gebot für Goldarmband übersteigt geschätzten Preis

Nicht der teuerste Schatz, aber dennoch erwähnenswert, weil der Verkaufspreis sogar den Schätzwert überstieg: Ein güldenes, filigran gefertigtes Armband aus 750er Gold wechselte 2017 für 3.600 Euro den Besitzer. Es stammt aus den 1960er Jahren und wurde von Experten der Sendung als "Meisterwerk" bezeichnet und auf 3.300 Euro geschätzt. Dass Händlerin und Schmuckexpertin Susanne Steiger dann sogar mehr geboten hat, erfreute Angelika Schmidle aus Freiburg sicherlich. Selten: Die Händler bieten oft weit weniger als den geschätzten Preis.

Rekordsumme für Selbstgebautes: Das Karussell

Ein Kinderkarussell, das zwar selbstgebaut ist, aber aus Originalteilen alter Fahrzeuge und Karusselle vom Jahrmarkt aus den 50ern besteht. Für 14.000 Euro ging das schmucke Spielgerät über den Händlertisch. Erbauer Rupert Kronenberger, seines Zeichens Schreiner aus Friedrichsdorf konnte sich freuen – obwohl die geschätzte Summe eigentlich bei 16.000 Euro lag.

Ein Unikat aus dem Römischen Reich

Noch einmal 11.000 Euro mehr legten die Händler dem Berufsschullehrer Martin Reith im Jahr 2016 in die Hand. Der brachte nämlich eine äußerst seltene Golddukate mit. Dass das Generationen alte Erbstück etwas wert ist, dachte er sich, aber mit so viel hatte er wohl nicht gerechnet – die Verwandtschaft hatte schon mehrmals versucht, das Stück zu verkaufen. Sein Glück: Die Münze aus 968er Gold stammt aus der Zeit des Heiligen Römischen Reiches, genauer aus dem Jahr 1648. Geschätzt wurde sie auf 20.000 bis 30.000 Euro. Die Mitte konnte er für das vermutliche Unikat mit dem Konterfei von Kaiser Ferdinand III. erzielen. 25.000 Euro zahlten ihm Fabian Kahl und Daniel Meyer zusammen.

Aus der Reihe: Fehler, die wertvoll machen

Eine Schallplatte für 30.000 Euro? Ja – denn es handelt sich um ein echtes Unikat. Die Beatles-Platte war nämlich eine Fehlpressung: Ursprünglich sollte die B-Seite mit dem Song "Here comes the Sun" gepresst werden – stattdessen landete "Come together" im Shellac.

Emotionalster Verkauf: "Isabella" ist noch immer Rekordhalterin

Auf Platz Eins der erfolgreichen Verkäufe in der Sendung steht allerdings noch immer ein Auto – und zwar ein Borgwald Isabella Cabrio aus dem Jahr 1961 – den der bisherige Besitzer, Berufskraftfahrer Gerd Kirstein im Jahr 1998 für 7000 Mark erworben hatte. Allerdings hatte er auch stolze 40.000 Euro in die Restauration gesteckt. Erhofft hatte er sich 50.000 Euro, geschätzt wurde das Auto auf 38-40.000 Euro. Unter Tränen wurde sich dann aber doch für den Verkauf entschieden – für letztendlich 35.000 Euro schlug Händler Wolfgang Pauritsch bei der Rarität zu. Eigentlich ein Schnäppchen: Vom Isabella gab es weltweit nur rund 200.000 Stück, von denen heute sicherlich nicht mehr allzu viele übrig sind.

Das bisher höchste Gebot war sechsstellig

Unschlagbar war jedoch ein ganz besonderes Auto: Ein Packard Eight aus dem Jahre 1933 in einem sehr schönen Zustand. Dank überholtem Motor ist das Gefährt sogar noch fahrtüchtig, lediglich kleinere Lackschäden gab es zu bemängeln. Warum Meinrad Feldhoff, seines Zeichens übrigens Experte für Oldtimer, doch nicht einschlagen konnte, erfahren Sie im Video:

Bares für Rares Rekordgebot

Bares für Rares: Trotz Kritik noch immer beliebt

Noch immer ist die Show äußerst beliebt, und das obwohl sie in der nahen Vergangenheit schon etliche Male in der Kritik stand. So hatte sich ein ehemaliger Experte negativ über das Sendungskonzept geäußert. Das ZDF sieht sich unter anderem dem Vorwurf gegenüber, dass alles geskriptet und durchgeplant sei. Ursprünglich hatte man diese Vorwürfe vehement bestritten, zwischenzeitlich aber gewisse Dinge wie den Einsatz von Komparsen zugegeben.

Auch die Händler standen schon öfter in der Kritik, Exponate gerne unter Wert aufzukaufen – allerdings hat ein solches Geschäft auch immer mit Feilschen zu tun. Wollen Sie mehr über die "Bares für Rares"-Händler erfahren?

Nichtsdestotrotz bleibt die Serie beliebt – vor allem auch weil der Moderator so eine Marke ist. Hätten Sie gewusst, dass "Bares für Rares" fast ohne Horst Lichter hätte auskommen müssen?

Haben Sie Schätze zuhause? Mit unseren Haushaltstipps erfahren Sie, wie sie diese am besten in Schuss halten – und viel mehr! Vielleicht gehen sie dann auch irgendwann bei "Bares für Rares" als teuerste Schätze über die Ladentheke.

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