27.02.2018

Energie-Spartipps 2018 11 Tipps, mit denen Sie mehr als 600 Euro Heizkosten sparen

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Bei eisiger Kälte und frostigen Nächten freuen wir uns auf unsere wohlig warme Heizung. Damit die Heizungskosten nicht explodieren, gibt es hier die ultimativen Tipps zum Heizkosten sparen.

Foto: iStock/SonjaBK

Bei eisiger Kälte und frostigen Nächten freuen wir uns auf unsere wohlig warme Heizung. Damit die Heizungskosten nicht explodieren, gibt es hier die ultimativen Tipps zum Heizkosten sparen.

Drinnen wollen wir's muckelwarm haben, auch wenn es draußen eisig ist. Diese 11 einfachen Maßnahmen helfen dabei, Heizkosten zu sparen und schonen so Ihr Konto und die Umwelt.

Wenn die alljährlichen Betriebskostenabrechnungen reinflattern, ist der Unmut oft groß. Doch das muss nicht sein! Mit diesen 11 Tipps sparen Sie ganz einfach und ohne viel Aufwand mindestens 600 Euro im Jahr an Heizkosten.

1. Heizkosten sparen: Thermostate tauschen

Wechseln Sie Dreh-Thermostate gegen programmierbare (ab ca. 20 Euro) aus. Geben Sie zwei Temperaturen ein: eine höhere für Zeiten, wenn Sie in der Wohnung sind, eine niedrigere, wenn niemand da ist oder für die Nacht.

Tipp: Als Mieter die alten Thermostate aufbewahren, beim Auszug wieder anbringen und die elektronischen in der nächsten Wohnung weiterverwenden.

  • Ersparnis: 155 Euro im Jahr (alle folgenden Angaben gelten für Einfamilienhäuser; Quellen: Heizspiegel, Hessische Energiesparaktion).

2. Leitungen einpacken

Ein einfacher Trick, um Heizkosten zu sparen, ist Rohre zu verkleiden. Frei verlegte Rohre für Heizung und Warmwasser brauchen warme Mäntelchen - vor allem, wenn sie durch kalte Räume verlaufen. Sonst heizen sie z. B. den Keller gleich mit. Nachträgliches Dämmen (1 Meter Rohrschale, 30 mm dick, ca. 4 Euro) ist auch für Ungeübte einfach. Lediglich zurechtschneiden und mit Klebeband befestigen. Damit auch wirklich keine Wärme verloren geht, dürfen keine Lücken bleiben und die Dämmung muss eng anliegen.

  • Ersparnis: 175 Euro im Jahr.

Tipp: Die Ummantelung sollte mindestens so dick wie die Leitung sein.

3. Jalousien schließen

Besonders an kalten Abenden Rollos, Jalousien, Vorhänge, Klapp- und Rollläden zumachen. Das bremst den Wärmeverlust über die Fenster.

Tipp: Die ganze Nacht über zu lassen.

  • Ersparnis: 45 Euro im Jahr.

4. Folie auf Fenster kleben

Einfachverglasung lässt viel Wärme durch. Dagegen hilft transparente Spezial-Folie (Quadratmeter ca. 3,30 Euro). Ihr Luftpolster stoppt Kälte und reduziert Kondenswasser auf der Scheibe.

Tipp: Die Folie mit doppelseitigem Klebeband innen am Fenster anbringen. Mit warmer Föhnluft glätten und straff spannen.

  • 50 Prozent weniger Wärmeverlust.

5. Rollladenkästen dämmen

Kälte krabbelt über den Fenstern durch eingebaute, undichte Rollladenkästen in die Wohnung. Nachträgliches Dämmen ist auch für Laien meist kein Problem. Die Fugen, z. B. beim abnehmbaren Deckel, mit Silikon abdichten. Die richtige Dämmung spart so ein Gros an Heizkosten.

Tipp: Mieter sollten vorher den Vermieter um Erlaubnis fragen, denn Dämmen gilt als Eingriff in die Bausubstanz.

  • 60 Prozent weniger Wärmeverlust.

6. Reflektionsplatte anbringen

Bei Heizkörpern in Nischen geht viel Wärme über die Außenwand verloren. Aluminiumbeschichtete Dämmplatten oder -folien hinter der Heizung reflektieren die Wärme in den Raum, können den Verlust um bis zu 90 Prozent mindern.

Tipp: Praktisch sind selbstklebende Platten und passend zugeschnittene Folien (z. B. 100 x 70 cm, ca. 13 Euro).

  • Ersparnis: bis zu 40 Euro pro Heizkörper.

7. Raumtemperatur runter

Ob es im Wohnzimmer 20 oder 21 Grad sind, spürt man kaum. Auf der Energierechnung ist es aber deutlich zu sehen: Laut Faustregel spart eine um ein Grad gesenkte Raumtemperatur sechs Prozent Heizkosten.

Tipp: Die optimale Temperatur liegt im Wohnbereich bei 20, in der Küche bei 19, im Bad bei 22, im Schlafzimmer bei 16 bis 17 Grad.

  • Ersparnis: 95 Euro im Jahr.

8. Vorhänge wegziehen

Befindet sich der Heizkörper hinter Möbeln oder schweren Gardinen, staut sich dort die Wärme. Dafür sorgen, dass die Heizkörper frei sind.

Tipp: Ist das nicht möglich, helfen Thermostatventile mit Fernfühler.

  • 15 Prozent mehr Wärme.

9. Heizkörper entlüften

Achtung, wenn's im Heizkörper gluckert und er oben kälter ist als unten. Dann mit einem Flügelschlüsselchen (ca. 1 Euro) entlüften. Dafür das Ventil an der Seite gegenüber dem Thermostat vorsichtig aufdrehen. Kommt Wasser, sofort wieder zudrehen.

Tipp: Um Kleckerwasser aufzufangen, kleines Gefäß drunterhalten.

  • Ersparnis: 20 Euro im Jahr.

10. Fenster ganz öffnen

Auch das richtige Lüften spart Unmengen an Heizkosten ein. Zum Lüften die Fenster nicht auf Dauerkipp stellen. Das kühlt nur die Wände rund um die Fenster aus, begünstigt Schimmel. Besser drei bis vier Mal am Tag die Fenster vier bis sechs Minuten ganz aufmachen. Und Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent vermeiden, z. B. nasse Fliesen mit Gummilippe abziehen.

Tipp: Thermostate beim Lüften auf 0 drehen.

  • Ersparnis: 145 Euro im Jahr*

11. Zugluft aussperren

Im beheizten Zimmer ist es irgendwie fröstelig? Vermutlich zieht's. Dann die Fensterspalten mit flexiblem Schaum-Dichtungsband (5 Meter ca. 12 Euro) verschließen.

Tipp: Ein brennendes Teelicht zeigt genau, wo Luft durchkommt. Vor die Fenster halten und gucken, wo die Flamme flackert.

Noch mehr Energiespartipps, die sich lohnen

Pellets statt Öl und Gas

Bisher kaum bekannt: Eine alte Öl-oder Gasheizung lässt sich in den meisten Fällen binnen zwei Stunden in eine kostengünstige, umweltfreundliche Pelletheizung umwandeln. Laut Bund der Energieverbraucher e. V. muss nur der Brennereinsatz (ca. 2200 Euro) ausgetauscht werden. So ist kein neuer Heizkessel nötig.

Experten-Check zu Hause

Schneller Überblick für Mieter und private Hausbesitzer: Nach einem etwa einstündigen Termin bei Ihnen in der Wohnung oder im Haus wissen Sie alles über Ihren Strom-und Wärmeverbrauch, Ihre Geräteausstattung und einfache Sparmöglichkeiten. Die staatlich geförderte Energieberatung der Verbraucherzentralen kostet 10 Euro, einkommensschwache Haushalte zahlen nichts. Kostenfreie Hotline für Terminvereinbarungen und erste Fachfragen: Tel. 0800/80 98 024 00.

Kamine senken Heizkosten

Wohlige Wärme und knisterndes Flammenspiel – so stellen sich die meisten einen Winterabend am Kamin vor. Neu sind Durchsicht-Kamine mit Glasflächen auf zwei oder drei Seiten. Sie lassen sich als Freisteller installieren, heizen auch große Räume auf und machen das Heizkosten sparen damit zum Kinderspiel. Preis: ab 8000 Euro. "Kamine oder Kaminöfen können auch nachträglich eingebaut werden", sagt Tim Rehkopf von der BHW Bausparkasse.

Aber nicht nur beim Heizen können Sie schlau handeln. Auch Ihre Stromrechnung können Sie ganz einfach reduzieren. Hier sind unsere besten Tipps zum Strom sparen. Und auch beim Urlaub buchen können Sie bares Geld sparen.

Und wer Wasser spart, schont nicht nur den Geldbeutel, sondern hilft auch unserer Umwelt weiter. Denn Wasser ist ein rares Gut.

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