Aktualisiert: 05.03.2018 - 15:19 Anzeige

Viele gute Gründe Greifen Sie schnell zum Buch: Lesen macht uns gesund, sexy und reich!

Bücher entführen uns in andere Welten – mit den tollsten Nebeneffekten

Foto: iStock / Eva Katalin Kondoros

Bücher entführen uns in andere Welten – mit den tollsten Nebeneffekten

Lesen erweitert unseren Horizont, verbessert unseren Wortschatz und regt unsere Fantasie an – so viel wussten wir. Aber zwischen den Zeilen steckt noch viel mehr: Wer regelmäßig Bücher liest, lebt länger, wirkt attraktiv, verdient mehr Geld und – Bücher können sogar heilen...

Lesen verlängert das Leben

"Lies, um zu leben", das sagte bereits der Schriftsteller Flaubert im 19. Jahrhundert. Seine Worte dürfen tatsächlich wörtlich genommen werden. Denn laut einer amerikanischen Langzeitstudie verlängert Lesen wirklich das Leben. Wissenschaftler der Yale University konnten 2016 belegen, dass Personen, die täglich etwa 30 Minuten lesen, durchschnittlich fast zwei Jahre länger leben. Hinter diesem Effekt stecken die phantastischen Auswirkungen, die das Lesen auf uns hat: Wer Bücher liest, trainiert sein Gehirn und seine kognitiven Fähigkeiten. Die Stress reduzierende Wirkung des Lesens trägt ebenso zur Lebensverlängerung bei. Aber Achtung, diesen Effekt schaffen nur Bücher. Das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften zeigt keine lebensverlängernde Wirkung. Der Grund hierfür: Beim Lesen eines Bucher lässt sich die Leserin oder der Leser viel tiefer auf den Inhalt des Buches ein, als dies bei Zeitungen der Fall ist. Experten sprechen von "Deep Reading".

Lesen reduziert Stress

Stressabbau haben wir Deutschen dringend nötig. Sechs von zehn Menschen in Deutschland fühlen sich gestresst – beruflich oder privat. Das ergab eine Umfrage der Techniker Krankenkasse aus 2016. Dass wir unseren Stress reduzieren müssen für ein gesünderes Leben, ist nicht weiter überraschend. Aber hätten Sie gedacht, dass pro Tag bereits sechs Minuten (!) Lesen reichen, um das Stresslevel um zwei Drittel abzubauen? Das belegt eine Studie aus Sussex. Dr. David Lewis und sein Team konnten schon 2009 nachweisen, dass das Schmökern besser entspannt als Musik hören, Tee trinken oder spazieren gehen. Und so stellte Dr. Lewis fest: "Sich selbst in einem Buch zu verlieren ist die ultimative Entspannung“."

Lesen trainiert unser Gehirn

"Ein Verstand braucht Bücher, wie ein Schwert den Schleifstein.“ Mit diesem Satz traf schon G.R.R. Martin, der Autor von "Game of Thrones“, den Nagel auf den Kopf. Genau wie jedes andere Körperteil muss auch der Verstand regelmäßig trainiert werden, um leistungsfähig und fit zu bleiben. Beim Lesen müssen wir uns jede Menge Charaktere merken, deren Hintergründe, Ambitionen, genauso wie verschiedene Verschlingungen des Erzählstrangs und Nebenhandlungen. Zu viel zu merken? Unser Superhirn schafft das locker! Denn jede neue Erinnerung lässt neue Synapsen, neue Denkverbindungen in unserem Kopf entstehen und stärkt bereits existierende, was wiederum sowohl das Kurzzeitgedächtnis unterstützt als auch unsere Stimmungen stabilisiert.

Spätestens seit es den Instagram-Account "HotDudesReading“ gibt, ist uns Frauen klar, dass Lesen sexy macht.

Das bestätigt auch eine Umfrage der Partnervermittlungs-Agentur "Parship". Demnach wirken lesende Männer auf Frauen attraktiver. Ein Buch vermittelt wohl automatisch das Bild eines belesenen, intelligenten, wortgewandten Mannes. Wirklich wissenschaftlich belegen kann dies eine Studie der University of New Mexico, dass intelligente Menschen als attraktiver wahrgenommen werden.

Lesen macht uns reich

Klingt verrückt, ist aber so – zumindest statistisch gesehen: Bücherfans haben größere Chancen auf Wohlstand. Das ist das Fazit einer Studie aus dem "Economic Journal". 5.000 Männer und Frauen, geboren zwischen 1920 und 1956, wurden nach ihren frühen Lesegewohnheiten und ihrem aktuellen Einkommen befragt.
Das Ergebnis: Wer in seiner Jugend freiwillig mindestens zehn Bücher las, egal welcher Art, hatte später rund 21 Prozent mehr Gehalt auf dem Konto.

Schaut man bei den reichen und erfolgreichen Menschen dieser Erde nach, wird dieses Bild bestätigt. So verbringt der US-amerikanische Investment-Guru Warren Buffet, der nach Bill Gates reichste Mann der Welt, täglich 80 Prozent seiner Zeit mit Lesen von Tageszeitungen und Jahresbilanzen.
Tesla-Chef und SpaceX-Gründer Elon Musk hatte schon als Neunjähriger die gesamte Encyclopædia Britannica durchgearbeitet und verbrachte täglich zehn Stunden mit der Nase zwischen Buchseiten. So überrascht auch seine Antwort nicht weiter auf die Frage, wie er denn das Bauen von Raketen gelernt hätte: "Ich lese Bücher.“

Lesen kann heilen

Und schließlich haben Bücher sogar die Kraft zu heilen. Wirklich? Jedenfalls behaupten das Bibliotherapeuten. "Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns“, schreibt Franz Kafka. Bei der Bibliotherapie geht es darum, sich verstanden zu fühlen und zu erkennen, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist. Sie kann dabei helfen, die eigene Situation aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Auch der Heilpraktiker Markus Brüggenolte baut in seiner Praxis auf die heilende Kraft der Bücher. Wenn Brüggenolte glaubt, dass es einem Patienten helfen könnte, selbst etwas für die Verbesserung seines Zustands zu tun, empfiehlt er eines der Werke von seiner Liste. So hat offenbar die Märchensammlung für Frauen mit Essstörungen bereits einigen Patientinnen geholfen. Die Bibliotherapie kommt häufig bei Patienten mit psychischen Problemen zum Einsatz, aber auch bei physischen Leiden. Brüggenolte: "Kürzlich habe ich einem Lungenkranken die Kameliendame von Alexandre Dumas empfohlen und Thomas Manns Zauberberg.“ Seine Bücherliste ist in Kategorien unterteilt wie "Depression“, "Trauer“, "Trauma“ oder "Schmerzen“ sowie "Krebs“. Doch nicht immer geht es nur darum, das eigene Spiegelbild in der Literatur wiederzufinden. Häufig sind es wohl gerade die Unterschiede, die Patienten helfen, Probleme zu erkennen und anzugehen. Brüggenolte: "Interessant wird es, wenn Bücher irritieren. Wenn sie jemandem helfen, alte Muster hinter sich zu lassen." Der Therapeut glaubt, dass sich durch das Lesen etwas verändert und sagt: "Ich bin nicht mehr derselbe, wenn ich ein Buch gelesen habe."

Nach der Journalistin Andrea Gerk, macht sich die Poesie- und Bibliotherapie die emotionale Wirkung von Literatur zunutze. Sie hat ein ganzes Buch darüber geschrieben, wie heilsam Literatur wirken kann mit dem Titel: "Lesen als Medizin: Die wundersame Wirkung der Literatur“. Bei ihrer Recherche lernte sie eine Lesegruppe in Liverpool kennen.
Eine andere Teilnehmerin erzählte ihr, "sie sei stark depressiv gewesen, und dass es ihr besser gehe, liege an den Treffen. Sie meinte, weil man so langsamer und genauer lese, nehme man sich mehr Zeit, den Gefühlen nachzuspüren, die Texte auslösen.“


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