18.01.2018

Nach Betrugsvorwürfen „Bares für Rares“ in der Kritik: Jetzt äußert sich das ZDF

"Bares für Rares" in der Kritik: Hier prüft Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel zusammen mit Moderator Horst Lichter ein Schmuckstück. Ein Experten-Kollege hat der Sendung nun Schummelei unterstellt.

Foto: ZDF/Frank W. Hempel

"Bares für Rares" in der Kritik: Hier prüft Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel zusammen mit Moderator Horst Lichter ein Schmuckstück. Ein Experten-Kollege hat der Sendung nun Schummelei unterstellt.

Gestellte Szenen, Strafen für Drehunterbrechungen und Kontaktverbot unter Händlern und Experten: Gegen „Bares für Rares“ hat ein ehemaliger Experte schwere Kritik erhoben. Das ZDF hat sich nun dazu geäußert.

Keine Show ist im deutschen Nachmittagsfernsehen so erfolgreich. Jetzt steht "Bares für Rares" in der Kritik: Ein Gold-Händler hat sich negativ zur Vorgehensweise bei der Produktion geäußert. Das ZDF hat nun darauf reagiert.

"Bares für Rares" in der Kritik: Experte Abou-Chaker spricht Klartext

Mit solchen Vorwürfen hat wohl keiner gerechnet: Ahmed Abou-Chaker, ehemals Experte in der bei den Fernsehzuschauern sehr beliebten Antiquitäten-Serie "Bares für Rares" hat aus dem Nähkästchen geplaudert – und dabei schwere Anschuldigungen an den Sender und die Produzenten erhoben. Gestellte Szenen, Strafzahlungen und Kontaktverbot zu anderen Experten wirft er dem Team gegenüber "Bild" vor.

Es gebe beispielsweise gar nicht so viele Kandidaten – vielmehr solle die Kandidatenrunde mit Komparsen künstlich erweitert werden. "Alles gestellt. Wo die herkommen, weiß ich nicht", so die Anklage. Zudem sei Kontakt zwischen den Händlern "absolut tabu" – jeder Händler komme in einem anderen Hotel unter.

Der wohl größte Vorwurf aber ist der: Händler müssen laut Abou-Chaker eine Strafe zahlen, wenn sie kein passendes Wechselgeld dabei hätten – für die Unkosten, da die Aufnahme dann pausiert werden müsse. Zehn Euro aus eigener Tasche seien es.

ZDF-Sprecher äußert sich zu den Vorwürfen: "Nur Scherzstrafe"

Dass das ZDF diese Vorwürfe gegen seinen Quotengaranten nicht einfach so stehen lassen konnte, war zu erwarten. Ein Sprecher hat sich gleich am Tag danach gegenüber "Focus Online" geäußert:

So würden in der Sendung nur ausgewählte Fälle gezeigt – die Interessenten seien aber echt, nur würde eben nicht jedes geschätzte Objekt den Händlern angeboten.

Diese wiederum sollen sich im Vorfeld einfach nicht untereinander über einzelne Objekte absprechen können – auch nicht mit den Experten. Die Objekte sehen die Händler daher erst im Händlerraum. Warum die Händler dazu in unterschiedlichen Hotels nächtigten, wurde allerdings nicht erklärt.

>> Wer die "Bares für Rares"-Händler sind, erfahren Sie bei uns.

Und die Strafe, die im Falle von zu wenig Wechselgeld eingezogen wird, sei eine "nicht unübliche Scherzstrafe für die Kaffeekasse", die bei Dreh-Unterbrechungen oft ansteht, beispielsweise auch bei nicht ausgeschalteten Handys.

Ob Abou-Chaker noch einmal in der Sendung auftreten wird, ist fraglich. Auftritte seien laut ZDF-Sprecher "derzeit nicht geplant".

"Bares für Rares" sehen Sie immer im Nachmittagsprogramm um 15.05 Uhr im ZDF. Wiederholungen gibt es jeweils am Wochenende oder auf ZDFneo.

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Update am 14.02.2018: Und so ging es weiter mit der Komparsen-Kritik...

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