10.01.2018

Beklagt euch nicht, helft euch 27-Jährige hinterlässt Tipps für ein glückliches Leben

Foto: iStock/10255185_880

Holly Butcher ist gerade einmal 27 Jahre alt, als sie am 4. Januar an Krebs stirbt. Die Australierin hat einen sehr rührenden Abschiedsbrief mit vielen Tipps für all die hinterlassen, denen das Glück eines längeres Lebens zuteil wird.

Ein allzu langes Leben durfte Holly Butcher nicht leben: Die Australierin ist vor wenigen Tagen an einer Knochenkrebserkrankung gestorben. Sie wurde nur 27 Jahre alt.

27-Jährige hinterlässt lebensbejahende Tipps

Dennoch hat sie auf ihrem Sterbebett einen langen Abschiedsbrief mit vielen Tipps für all diejenigen verfasst, die ihr Leben weiterleben dürfen. Ihre Familie hat den Brief am Tag nach ihrem Tod auf Hollys Wunsch hin veröffentlicht. Ihre bewegenden Worte gehen zu Herzen – sie sind in den wenigen Tagen schon mehr als 105.000 Mal geteilt worden.

Es sind simple, aber wahre und lebensbejahende Ratschläge, die sie hinterlässt – und die nachdenklich machen, denn ganz viele Tipps der verstorbenen jungen Frau sind gar nicht so schwer umzusetzen – und doch beherzigen sie viele von uns viel zu selten.

Der Tod sollte kein Tabuthema sein

Es treibt einem Tränen in die Augen, wenn Holly in ihrem Brief schreibt: "Ich habe mir immer vorgestellt, wie ich alt, runzlig und grau werde – höchstwahrscheinlich verursacht durch meine wunderbare Familie mit den vielen Kindern, die ich mit der Liebe meines Lebens haben wollte. Ich will das so sehr, dass es weh tut."

Und weiter: "Ich habe diese 'Notizen vor meinem Tod' nicht begonnen, damit wir uns vor dem Tod fürchten – ich finde es eher beruhigend, dass wir sowieso nichts dagegen tun können. Wenn ich über das Sterben reden wollte und es wie ein Tabuthema behandelt wird, und dass das ja keinem von uns passieren wird...: das war schon ein bisschen schwierig."

Hollys Tipps aus ihrem Abschiedsbrief

Holly Butchers Appell an alle, die weiterleben dürfen: "Hört auf damit, euch so viele Gedanken über die kleinen, bedeutungslosen Strapazen im Leben zu machen – denkt daran, dass wir letztlich alle das gleiche Schicksal haben, also setzt alles daran, eure Zeit gut und lebenswert zu verbringen, ohne all den Schwachsinn."

Noch viele, viele Tipps hat die Verstorbene hinterlassen – einige davon sind hier übersetzt zusammengefasst:

  • Wenn ihr euch wegen bedeutungsloser Dinge beklagt: denkt einfach an jemanden, der wirklich ein Problem hat. Seid dankbar, dass ihr nur ein kleines Problem habt.
  • Geht raus und nehmt einen tiefen Atemzug dieser frischen (australischen) Luft – schaut, wie blau der Himmel ist und wie grün die Bäume sind – es ist so schön. Denkt daran, wie gut es euch geht, dass ihr genau das tun könnt – atmen.
  • Verkehrschaos, schlecht geschlafen, die neue Frisur sitzt nicht, die Brüste sind zu klein, ihr habt Cellulite am Hintern, der Bauch schwabbelt... Lasst den ganzen Mist nicht an euch ran. Alles, was ich mir jetzt wünsche ist, dass ich nur noch einen Geburtstag oder Weihnachten mit meiner Familie oder nur einen weiteren Tag mit meinem Partner und meinem Hund haben könnte. Nur noch einmal.
  • Leute beschweren sich darüber, wie schrecklich Arbeit ist oder wie schwer es ist zu trainieren: Seid dankbar, dass ihr körperlich dazu in der Lage seid.
  • Schätzt eure gute Gesundheit und euren funktionierenden Körper – auch wenn es nicht die ideale Größe ist. Passt gut darauf auf, ernährt euch vernünftig, aber lasst es nicht ausarten.
  • Denkt daran, dass es mehr Aspekte für eine gute Gesundheit gibt als den physischen Körper. Arbeitet genauso hart daran, Ihr geistiges, emotionales und spirituelles Glück zu finden. Es gibt so viel Unbedeutendes und Unwichtiges in der großen Welt der sozialen Medien. Löscht alles, was euch ein unwohles Gefühl vermittelt – auch von Freunden.
  • Seid dankbar für jeden schmerzfreien Tag – akzeptiert Tage, an denen ihr mit Grippe, Rückenschmerzen oder einem verstauchten Knöchel im Bett liegt: sie sind nicht lebensbedrohlich und gehen vorbei.
  • Beklagt euch weniger – und helft einander mehr.
  • Gebt, gebt, gebt. Es ist wahr: ihr fühlt euch besser, wenn ihr Dinge für andere tut als für euch selbst. Ich wünschte, ich hätte das mehr getan.
  • Kauft einem lieben Menschen etwas statt euch selbst ein neues Kleid, ein Schönheitsprodukt oder Schmuck.
  • Schätzt die Zeit anderer Leute. Lasst sie nicht warten, weil ihr unpünktlich seid.
  • Steht früh auf und hört den Vögeln zu, während ihr dem Farbenspiel der aufgehenden Sonne zuseht.
  • Hört Musik! Hört wirklich zu. Musik ist Therapie. Vor allem alte Musik – das ist das Beste.
  • Arbeitet um zu leben – und lebt nicht um zu arbeiten.
  • Esst Kuchen. Ohne Schuldgefühle.
  • Sagt nein zu Dingen, die ihr wirklich nicht tun wollt.
  • Lasst euch nicht unter Druck setzen mit Dingen, die andere Leute für ein erfülltes Leben halten. Vielleicht sind Sie ja mit ihrem Leben, auch wenn es ein mittelmäßiges ist, ganz zufrieden – und das ist so in Ordnung.
  • Sagt euren Liebsten, dass ihr sie liebt, immer wieder, und liebt sie mit allem, was ihr habt.
  • Habt Mut zur Veränderung. Ihr wisst nicht, wie viel Zeit ihr noch habt, also verschwendet sie nicht mit untragbaren Zuständen.
  • Spendet regelmäßig Blut! Es fühlt sich gut an, Leben zu retten. Jede Spende kann drei Leben retten! Blutspenden haben mir geholfen, ein weiteres Jahr am Leben zu bleiben – ich werde immer dankbar dafür sein, dass ich es mit meiner Familie, meinen Freunden und meinem Hund verbringen konnte.

Im Ernstfall rettet Blut leben: Warum Blutgruppen dabei eine wichtige Rolle spielen, lesen Sie hier.

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