15.12.2017

Nicht in die Falle tappen! Das sind die 6 dreistesten Maschen von Trickbetrügern

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Trickbetrüger lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen. Wir stellen Ihnen die beliebtesten Vorgehensweisen vor.

Foto: iStock/AndreyPopov

Trickbetrüger lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen. Wir stellen Ihnen die beliebtesten Vorgehensweisen vor.

Kennen Sie schon die Rauchmelder-Falle? Das ist die neuste Masche von Betrügern, um fremde Wohnungen auszurauben. Welche gemeinen Tricks sich die Trickbetrüger sonst noch so einfallen lassen, zeigen wir Ihnen hier.

Trickbetrüger lauern an vielen Ecken und sie werden bei ihren Vorhaben ziemlich kreativ. Damit Sie Ihnen nicht auf den Leim gehen, klären wir Sie über die 5 dreistesten Machen von Trickbetrügern auf.

1. Der Fake-Kleider-Trick

Im Internet sieht die glitzernde Abendrobe fantastisch aus. Kaum 20 Euro – ein Schnäppchen! Der Shop wirkt modern und seriös. Dahinter verbergen sich laut Stiftung Warentest aber oft chinesische Firmen, die im Netz zusammengeklaute Fotos zeigen und miese Kopien der Sachen liefern. Wer die falschen Fummel wieder loswerden will, hat Pech: Die Rücksendung ist teurer als die Ware selbst.

Rat der Verbraucherschützer: Vorsicht, wenn Produkte im Netz extrem billig sind. Warnzeichen: keine Angaben zu Firmensitz und Geschäftsführer. Auf Gütezeichen wie Trusted Shops achten.

2. Der Benzinbettel-Trick

In Not geratenen Mitmenschen helfen – diese Gutmütigkeit nutzen Sprit-Abzocker aus. Da steht z. B. ein Mann mit Van und deutschem Nummernschild an der Bushaltestelle, winkt verzweifelt. Schließlich hält jemand, er erzählt seine Geschichte: Eigentlich habe er genug Geld, jetzt aber zu wenig dabei, um tanken zu können. Zurückzahlen sei selbstverständlich. Ihm wird geglaubt – man tauscht die Handynummern aus. Das Auto ist samt Sprit weg, das Geld sieht der nette Helfer nie wieder.

Rat der Polizei: Kennzeichen des Autos notieren.

3. Der Ping-Anruf-Trick

Es macht nur ein-oder zweimal "ping". Dann erscheint eine ausländische Telefonnummer als Anruf in Abwesenheit auf dem Display. Wer neugierig zurückruft, sitzt in der Falle. Es laufen sofort hohe Kosten auf, oft mehrere Euro pro Minute. Momentan besonders riskant: Anrufe aus Tunesien (Vorwahl +216 bzw. 00216) und Burundi (Vorwahl +257 bzw. 00257).

Rat der Bundesnetzagentur: Nicht zurückrufen! Aufpassen, denn die ausländischen Vorwahlnummern sind auf den ersten Blick leicht mit Vorwahlen in Deutschland zu verwechseln. Hier können Sie solche Anrufe melden.

4. Der Kosmetik-Trick

Eine interessante Werbung ploppt auf der Internetseite auf, vorgestellt werden Hautpflege-und Schönheitsprodukte. Um mehr über Produkt und Preis zu erfahren, müssen Name, E-Mail und Anschrift genannt werden. Dann geht der Ärger los. Es werden vom ausländischen Online-Händler Waren zugesandt und in Rechnung gestellt, obwohl man nichts bestellt hat. Wer nicht gleich zahlt, erhält Mahnungen.

Rat des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland: Nicht beeindrucken lassen! Unbestellte Ware muss weder bezahlt noch zurückgeschickt werden. Die Rechnung schriftlich zurückweisen oder Rückerstattung fordern. Wer mit Kreditkarte gezahlt hat, kann seine Bank oder den Kreditkartenanbieter um Rückbuchung bitten ("chargeback").

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5. Der Rauchmelder-Trick

In fast allen Bundesländern sind Rauchmelder Pflicht – und genau das nutzen Betrüger aus. Sie rufen an oder klingeln, behaupten, die Wohnung überprüfen zu müssen. Wird ihnen aufgemacht, verwickelt der eine das Opfer in ein Gespräch. Sein Komplize macht sich an die "Arbeit", klaut Geld und Schmuck.

Rat der Polizei: Weder Behörden noch Feuerwehr kontrollieren, ob Rauchmelder in Privatwohnungen pflichtgemäß installiert sind. Aber in Mehrfamilienhäusern beauftragt die Hausverwaltung schon mal eine Firma, die Geräte zu checken. Der Termin wird aber mehrere Tage vorher per Aushang oder Brief angekündigt. Wem die Mitarbeiter trotzdem sonderbar vorkommen: die Gebäudeverwaltung anrufen.

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6. Der Gutschein-Trick

Die Masche ist einfach: Der Betrüger sucht sich ein Facebook-Profil mit wenig Sicherheitseinstellungen. Er kopiert es, bittet die Kontakte in der Freundesliste über den Facebook-Messenger um ihre Handynummer. Per SMS erhalten sie Gutschein-Codes. Obwohl in den SMS auf Kosten hingewiesen wird, leiten die meisten die Codes in gutem Glauben an den angeblichen Freund weiter. Der löst sie über Internetportale ein. Zahlen muss das Opfer über seine monatliche Handyrechnung.

Rat der Polizei: Niemals die Handynummer per Facebook-Messenger versenden. Zahlencodes nur nach persönlicher Rücksprache weiterleiten.

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