30.10.2017 - 16:39

Schon gewusst!? Die 10 größten Renten-Irrtümer

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Schluss mit hartnäckigen Renten-Irrtümern!

Foto: iStock/GlobalStock

Schluss mit hartnäckigen Renten-Irrtümern!

Immer wieder Reformen und neue Regelungen: Beim Thema Rente kann schnell der Überblick verloren gehen. Wir decken die größten Irrtümer auf!

Was wissen Sie eigentlich alles über die Rente? Bei den ständigen Neuerungen ist es schwer den Überblick zu behalten. Die Rente kommt ohne unser Zutun und ist steuerfrei? Weder noch. Kein Wunder also, dass sich viele Renten-Irrtümer hartnäckig in den Köpfen halten.

Wir bringen Licht ins Dunkel: Erfahren Sie, welche "Fakten" zur Rente wirklich stimmen und welche nicht!

1. Die Rente kommt automatisch

Nein! Sie muss spätestens drei Monate vor Renteneintritt beantragt werden. Formulare gibt es im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de. Wir können uns beim Ausfüllen vom Versicherungsträger helfen lassen – Beratungstermine unter Telefon 08 00/10 00 48 00.

2. Alle müssen bis 67 arbeiten

Nein! Die Grenze für die Regelaltersrente wird bis 2029 in 1-bzw. 2-Monatsschritten angehoben. Erst für Jahrgang 1964 gilt die Rente mit 67.

3. Ist die Altersgrenze erreicht, gibt es keine Abschläge mehr

Nein! Die Abschläge bei vorzeitigem Rentenbezug (jeder Monat früher mindert die Bezüge um 0,3 Prozent) gelten für den gesamten Ruhestand.

4. Schwerbehinderte können mit 63 in Rente gehen

Nein! Auch hier wird die Grenze für eine abschlagsfreie Rente schrittweise auf 65 Jahre angehoben. Los geht es mit dem Geburtsjahrgang 1952.

5. Die Rente ist steuerfrei

Jein! Wer ab 2040 in Rente geht, muss seine Rente voll versteuern. Davor gibt es einen Rentenfreibetrag – das ist der Teil der Rente, der nicht versteuert werden muss. Seine Höhe hängt davon ab, in welchem Jahr die Rente beginnt.

Diese Studie zeigt die größten Probleme der Rente in Deutschland auf.

6. Rentner müssen keine Steuererklärung abgeben

Jein! Das gilt nur für langjährige Bezieher kleinerer Renten. Die Steuererklärung wird Pflicht, wenn z. B. Pensionen, Riester- und Rürup-Renten, Arbeitslöhne oder Nebeneinkünfte dazukommen.

7. Ehemänner bekommen keine Witwerrente

Nein! Sowohl Frauen als auch Männer haben Anspruch auf Witwen- bzw. Witwerrente, wenn der verstorbene Ehegatte bereits Rente bezogen oder bis zu seinem Tod mindestens fünf Jahre Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat. Männer mit einer höheren Rente gehen aber oft leer aus, weil ihre Rente (abzüglich eines Freibetrags) auf die meist deutlich geringere Hinterbliebenenrente der Frau angerechnet wird.

8. Ein Mini-Job bringt keinen Rentenanspruch

Nein! Die Beschäftigungszeit wird angerechnet. Die monatliche Rente steigt nach einem Jahr im Minijob derzeit um 4,50 Euro.

9. Wer Rente bezieht, kann beliebig hinzuverdienen

Nein! Die Regel gilt nur für Altersrentner, die bereits die Altergrenze von 65 Jahren plus x Monate (hängt vom Geburtsjahr ab) erreicht haben. Bei allen anderen führt Hinzuverdienst oberhalb eines Mini-Jobs zu Rentenkürzungen.

10. Kindererziehungszeiten zählen nicht

Nein! Wer während der Kindererziehung wenig verdient oder gar nicht gearbeitet hat, erwirbt allein durch seine Kinder einen Rentenanspruch. Haben die Eltern das Kind gemeinsam erzogen, können sie festlegen, wem die Erziehungszeit angerechnet werden soll. Drei ab 1992 geborene Kinder bringen im Osten 257 Euro, im Westen 273 Euro Rente.

Erfahren Sie außerdem, ab wann Sie sich über die Rente Gedanken machen sollten, wie hoch die Abzüge bei einem vorzeitigen Renteneintritt sind und vieles mehr mit diesen hilfreichen Renten-Tipps.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der FUNKE-Zeitschrift "Zeit für mich".

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