20.10.2017 - 00:00

Bußgeldkatalog wurde angepasst Neue Gesetze: Das müssen Sie jetzt im Straßenverkehr beachten

Wer mit dem Handy am Steuer wird muss jetzt richtig tief in die Tasche greifen, weil neue Verkehrsregeln gelten.

Foto: iStock/Martinan

Wer mit dem Handy am Steuer wird muss jetzt richtig tief in die Tasche greifen, weil neue Verkehrsregeln gelten.

Seit dem 19.10.2017 greifen in Deutschland neue Verkehrsregeln: Viele Delikte im Straßenverkehr werden nun richtig teuer. Worauf zu achten ist.

Der Bußgeldkatalog für Verkehrsdelikte hat Zuwachs bekommen: So einige oft gemachte Fehler am Steuer können nun richtig ins Geld gehen und auch Fahrverbote werden länger. Besonders wer keine Rettungsgasse bildet und dabei Menschen gefährdet oder mit dem Telefon in der Hand erwischt wird, muss ab sofort tiefer in die Tasche greifen. Wir haben für Sie die wichtigsten neuen Verkehrsregeln zusammengefasst.

Strengere neue Verkehrsregeln: Handy besser weglegen

Wer beispielsweise mit dem Handy am Steuer erwischt wird, muss nun mit bis zu 200 Euro Strafe rechnen. Bisher wurden lediglich 40 Euro fällig. Wer also keine Freisprecheinrichtung besitzt und das Telefon beim Fahren in der Hand hat, sollte sich das vorher noch einmal genauer überlegen.

Das Handyverbot gilt übrigens auch für Fahrradfahrer: Sind Sie mit dem Smartphone in der Hand auf dem Drahtesel unterwegs, kann Sie das 55 Euro kosten.

Rettungsgassen und Verhüllungsverbot am Steuer

Damit sie im Notfall schnell durchkommen, sind Notärzte, Krankenwägen, Feuerwehr und Polizei auf Rettungsgassen angewiesen. Autofahrer, die keinen Platz machen, müssen mit mindestens 200 Euro Strafe rechnen – in akuten Fällen sogar mit über 300 Euro sowie einem Monat Fahrverbot.

Auch das Verdecken des Gesichtes wird nun geahndet, denn Fahrer müssen laut neuer Verkehrsregeln erkennbar sein. Ob Karnevalsmaske, Burka oder Nikab – tragen Sie eine Gesichtsbedeckung am Steuer, kostet Sie das bis zu 60 Euro. Eine Ausnahme bilden natürlich Motorradhelme – hier geht der Kopfschutz vor.

Warum man am Steuer oder am Lenkrad nicht abgelenkt sein sollte, erklärt Verkehrsexperte Christian Kellner:

Besserer Schutz für fahrradfahrende Kinder

Dass die Sicherheit vorgeht, sieht man aber auch an einer neuen Erlaubnis: Kinder bis 8 Jahre müssen wie bisher auf dem Gehweg fahren – es sei denn, der Radweg ist von der Fahrbahn baulich abgegrenzt. Ab sofort dürfen allerdings Begleitpersonen ab 16 Jahren ebenfalls mit den Kindern zusammen auf dem Gehweg fahren, wenn kein gesonderter Radweg vorhanden ist. Auf Straßen dürfen Kinder weiterhin nicht mit dem Rad unterwegs sein.

Ein paar praktische Tipps zu wichtigen Urteilen für Autofahrer gibt es bei uns zum Nachlesen.

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