21.09.2017 - 13:16

Bundestagswahl 2017 Diese Tools helfen Ihnen bei der Wahlentscheidung

Was soll ich am Sonntag bloß wählen? Wenn Sie auch noch Entscheidungshilfe brauchen, könnten diese Tools helfen.

Foto: iStock/Portra

Was soll ich am Sonntag bloß wählen? Wenn Sie auch noch Entscheidungshilfe brauchen, könnten diese Tools helfen.

Die Frage, ob man wählen gehen sollte, beantworten wir eindeutig mit ja. Die Frage, wen man wählen soll, ist dagegen schwieriger. Zum Glück gibt's Wahlautomaten.

In einer Zeit, in der die Parteien sich in ihren Zielen immer weniger unterscheiden, wird die Entscheidung immer schwieriger, wem man seine Stimme anvertraut. Helfen können sogenannte Wahlautomaten. Das älteste Modell, der Wahl-O-Mat, feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Doch der Klassiker hat mittlerweile ernstzunehmende Konkurrenz. Vom Musikgeschmack bis hin zum Bauchgefühl: es gibt die verrücktesten Methoden, die Parteipräferenzen zu ermitteln. Wir erklären, wie sie funktionieren – und was wirklich Sinn macht.

>> Wie war das nochmal mit der Erst- und Zweitstimme?

Das Urgestein: Wahl-O-Mat

Wie funktioniert’s: Sie beantworten 38 Fragen, in denen Ihre politischen Standpunkte erfasst werden. Dann kalkuliert das Tool, mit welcher Partei Sie in den meisten Punkten übereinstimmen.

Von wem kommt’s: Bundeszentrale für politische Bildung

Fazit: Der Wahl-O-Mat ist das bewährteste Tool unter den Wahlautomaten. In Befragungen wird es von Nutzern oft als zuverlässig eingestuft. Dennoch ist das Ergebnis nur als Impuls zu verstehen. Sie sollten es unbedingt reflektieren und dem Tool nicht Ihre Entscheidung überlassen.

Hier geht's zum Wahl-O-Mat >>

Die Alternative zum Klassiker: Der Wahl-Navi

Wie funktioniert’s: Der Wahl-Navi verfährt nach dem gleichen Prinzip wie der Wahl-O-Mat. Zusätzlich bezieht er Ihre Meinung ein, wie Sie die Kompetenz bestimmter Politiker einschätzen.

Von wem kommt’s: RTL Mediengruppe

Fazit: Bei einer Befragung von Nordlight Research kam heraus, dass das Ergebnis und die tatsächlichen Parteisympathien der Nutzer beim Wahl-O-Mat öfter übereinstimmen als beim Wahl-Navi.

Hier geht's zum Wahl-Navi >>

Der Sparfuchs: Steuer-O-Mat

Wie funktioniert’s: Dieser Wahlautomat errechnet, mit welcher Partei Sie am wenigsten Steuer zahlen. Abhängig macht es die kostenlose Web-App von Ihrem Brutto-Jahresgehalt, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder.

Von wem kommt’s: „smartsteuer GmbH“, Software-Anbieter für Online-Steuererklärung

Fazit: Sehr einfach und übersichtlich. Jedoch bezieht der Steuer-O-Mat nicht alle Parteien ein.

Hier geht's zum Steuer-O-Mat >>

Der Musikalische: Der Musik-O-Mat

Wie funktioniert’s: Dieser Wahlautomat nimmt den Musikgeschmack zur politischen Orientierungshilfe. Dazu klicken Sie sich durch acht Fragen, wie “Welchen Song hören Sie heimlich”. Zur Auswahl stehen 5 Songs.

Von wem kommt’s: Deezer Musikstreaming-Dienst; (Firmen-Chef Hans-Holger Albrecht ist der Bruder von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

Fazit: Ein netter Gag! Am Ende der Befragung werden die jeweiligen Partei-Playlists offen gelegt. Das Ergebnis sollten Sie aber bitte nicht zu Ernst nehmen!

Hier geht's zum Musik-O-Mat >>

Die Tinder-Kopie: Der Wahl-Swiper

Wie funktioniert’s: Der Wahlautomat funktioniert wie die Dating-App Tinder. Stimmen Sie der Position der Partei zu, wischen Sie nach rechts. Lehnen Sie sie ab, wischen Sie nach links. Haben Sie keine Meinung dazu, können Sie Fragen auch überspringen.

Von wem kommt’s: Movact, Berliner Start-Up. Die Fragen wurden von Politikwissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität in München geprüft.

Fazit: Innovatives und einfaches Konzept. Innerhalb von 3 Minuten erhalten Sie ein Ergebnis. Doch auch hier gilt: Vertrauen Sie dem Ergebnis nicht blind.

Hier geht's zum Wahl-Swiper >>

Der Nachtragende: “deinwal.de”

Wie funktioniert’s: Ebenfalls ein Quiz, doch schaut das Tool nicht auf die Wahlversprechen, sondern wie sich die Parteien in der Vergangenheit verhalten haben.

Von wem kommt’s: Doktoranden der Universität Rostock

Fazit: Super Ansatz, dennoch gibt es zwei Nachteile: Die Entscheidungen der Parteien beruhen in der Regel auf Kompromissen zwischen den Koalitionspartnern. Außerdem kann das Portal nur Parteien berücksichtigen, die bereits in den vergangenen Jahren im Bundestag waren.

Hier geht's zu deinwal.de >>

Übrigens: Zur anstehenden Bundestagswahl 2017 haben Deutschlands Frauenmagazine die Kampagne GERWOMANY ins Leben gerufen. Schauen Sie mal, welche prominenten Frauen die Kampagne unter anderem unterstützen:

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