20.09.2017 - 15:35

"Land, in dem ich leben will" Bodo Wartke fasst in Worte, worüber alle nachdenken sollten

Der Kabarettist Bodo Wartke singt über "Das Land, in dem ich leben will"

Foto: imago/Future Image

Der Kabarettist Bodo Wartke singt über "Das Land, in dem ich leben will"

Die Bundestagswahl rückt näher und noch immer sind viele Wähler unentschlossen, wo sie ihr Kreuz machen sollen. Kabarettist Bodo Wartke sagt in seinem Lied "Das Land, in dem ich leben will", was er von den Politikern erwartet. Ein Song, der zum Nachdenken anregt...

Vor den Wahlen wird bekanntlich viel geredet und darüber diskutiert, wie es weitergehen soll mit Deutschland. Einer, der seine Gedanken einmal anders ausdrückt, ist Bodo Wartke. Der Klavierkabarettist hat einen Song mit dem Namen "Das Land, in dem ich leben will" geschrieben. Es ist ein leises Lied mit einer starken Meinung. Ein Text, der zum diskutieren und nachdenken anregt. Und ein Inhalt, dem man nicht komplett zustimmen muss, aber der zeigt, dass sich Bodo Wartke seine Meinung gebildet hat. Und das ist in diesen Tagen das Wichtigste! Denn: Jeder sollte seine eigene Meinung haben – und am 24. September zur Bundestagswahl gehen und sein Kreuz auf dem Wahlzettel machen.

Für diejenigen, die derzeit noch unentschlossen sind, kann der Song "Das Land, in dem ich leben will" vielleicht ein bisschen Inspiration liefern...

>> Kerstin Ott: Das erwarte ich von unseren Politikern!

Im Video: "Das Land, in dem ich leben will"

Bodo Wartke: "Das Land, in dem ich leben will"

bildderfrau.de hat mit Bodo Wartke über den Song, die Bundestagswahl und seine Hoffnung an die Politik gesprochen.

Herr Wartke, warum haben Sie den Song geschrieben?

Bodo Wartke: Das Thema des Liedes beschäftigt mich schon seit einer ganzen Weile – und nicht erst in Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl. Wenn es mir gelingt einem Thema, das mich umtreibt, in Liedform Ausdruck zu verleihen und auf den Punkt zu bringen, erleichtert mich das ungemein.

Was erwarten Sie von der Wahl?

Ich erhoffe mir eine hohe Wahlbeteiligung. Wer nicht wählt, stärkt rechtsnationale Parteien. Denn eins ist klar: Wer eine solche Partei im Bundestag sehen will, wird von seinem Wahlrecht Gebrauch machen. Wer das nicht will, sollte es also erst recht tun.

Was macht Ihnen momentan in der Politik am meisten Angst?

Mir macht Angst, dass zivilisatorische Errungenschaften, für die jahrhundertelang gekämpft wurde – wie etwa Demokratie, Gewaltenteilung, Wahrung der Menschenrechte und freie Meinungsäußerung – scheinbar mit einem Handstreich vom Tisch gefegt werden können, wie es derzeit in anderen Ländern geschieht.

Warum sollten jeder wählen gehen?

Weil wir es können! Wenn wir wollten, könnten wir uns sogar gegen die Demokratie entscheiden. Nach ihrer Abschaffung dann allerdings nicht mehr dafür – das sollten wir nicht vergessen. Es heißt zwar "Wer die Wahl hat, hat die Qual.". Doch wer die Wahl nicht mehr hat, hat die Qual erst recht.

Was wünschen Sie sich nach der Wahl von den Politikern, die an der Macht sind?

Wie ich es in meinem Lied besinge: Besonnenheit, Anstand und Vernunft. Außerdem Integrität, Aufrichtigkeit und Empathie. Und konkrete Maßnahmen wie etwa der Erhalt des Hambacher Forstes und ein sofortiger Stopp von Waffenexporten. Wer Fluchtursachen bekämpfen will, tut das nämlich nicht, indem er in andere Länder Waffen verkauft.

>> Wie war das gleich nochmal mit Erst- und Zweitstimme?

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