04.08.2017 - 08:39

GERWOMANY Frauenwahlrecht in Deutschland: Der Faktencheck

Das Frauenwahlrecht mag hier in Deutschland selbstverständlich sein, doch nicht alle Länder teilen dieses demokratische Prinzip. Auch hier bei uns wurde das Frauenwahlrecht erst spät, im Jahre 1918, eingeführt.

Foto: iStock/nito100

Das Frauenwahlrecht mag hier in Deutschland selbstverständlich sein, doch nicht alle Länder teilen dieses demokratische Prinzip. Auch hier bei uns wurde das Frauenwahlrecht erst spät, im Jahre 1918, eingeführt.

Das Frauenwahlrecht in Deutschland ist heute selbstverständlich. Doch dieses wurde vor erst knapp 100 Jahren eingeführt. Erfahren Sie, wie um das Recht gekämpft wurde.

Noch nicht einmal 100 Jahre lang dürfen Frauen in Deutschland wählen. Dieses Jubiläum zum Frauenwahlrecht kann erst nächstes Jahr gefeiert werden. Kaum zu glauben, dass noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts Frauen begrenzte Intelligenz sowie eine "natürliche" Bestimmung für den privaten aka politikfreien Lebensbereich zugeschrieben wurde, wodurch sie vom Wahlrecht ausgeschlossen wurden.

Heute ist das Frauenwahlrecht in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern selbstverständlich. Doch gerade wegen der anstehenden Bundestagswahl 2017 und im Rahmen der breiten Kampagne #GERWOMANY ist es angebracht mal einen Blick auf die Entwicklung des Frauenwahlrechts in Deutschland zu werfen.

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Der Kampf um das Frauenwahlrecht

Sie wollen wissen, was Marie Juchacz 1919 als erst Frau in einem deutschen Parlament gesagt hat? Hier können Sie ihre gesamte Rede einsehen.

Frauen bei der Bundestagswahl 2017

Die Prognosen für die Bundestagswahl 2017 sagen voraus, dass im kommenden Mandat so wenige Frauen im Bundestag sitzen werden wie zuletzt vor 15 Jahren – nur rund 32 Prozent (zur Zeit sind es 37,1 Prozent).

Katrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin der Grünen, äußerte gegenüber dem Spiegel, dass "Frauen […] zur Zeit in allen Parlamenten […] massiv unterrepräsentiert [sind]" und dass die Grünen in der kommenden Legislatur prüfen wollen, "welche verfassungsgemäßen Möglichkeiten es gibt, den Frauenanteil in den Parlamenten zu erhöhen, und ob beispielsweise ein Paritätsgesetz helfen kann, diesen unangemessenen Zustand abzustellen." Solch ein Gesetz gibt es z. B. in Frankreich: Die Parteien müssen ihre Kandidatenlisten entsprechend besetzen bzw. die staatliche Parteifinanzierung an die Geschlechterverteilung binden.

Wir, die Redaktion von bildderfrau.de, ermutigen Sie also dazu, Ihr lang und hart erkämpftes Wahlrecht zu nutzen und am 24. September wählen zu gehen.

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