27.07.2017

Stammzellenspender gesucht Tolle Aktion: Eishockey-Fans kämpfen für leukämiekranken Max

Max kämpft gegen den Krebs – seine Mutter und zahlreiche Eishockeyfans aus ganz Deutschland unterstützen ihn dabei.

Foto: facebook/Strampeln für Max

Max kämpft gegen den Krebs – seine Mutter und zahlreiche Eishockeyfans aus ganz Deutschland unterstützen ihn dabei.

Der siebenjährige Max ist an Leukämie erkrankt. Doch der Kleine muss nicht alleine gegen den Krebs kämpfen. Tausende Eishockey-Fans aus ganz Deutschland setzen sich für ihn ein. Die Aktion heißt "Strampeln für Max". bildderfrau.de hat mit dem Initiator gesprochen.

Eishockey ist die ganz große Leidenschaft von Max, der Siebenjährige spielt in der Bambini-Mannschaft der Eispiraten Crimmitschau – doch er stand schon lange nicht mehr auf dem Eis. Im März bekam Max die Diagnose, dass er an Leukämie (Blutkrebs) erkrankt sei. Nur ein passender Stammzellenspender kann sein Leben retten. Mit Hilfe von Typisierungen wird ein Spender für Max gesucht. Aber die Suche ist hart und vor allem teuer.

Eishockey-Fans helfen Max

Zwei Eishockey-Fans der Grizzlys Wolfsburg unterstützen Max und seine Eltern beim Kampf gegen den Krebs. Marian Ciambella und Tobias Burhenne haben die Aktion "Strampeln für Max" ins Leben gerufen. Sie sammeln Spendengelder, damit die schwere Zeit für Max ein bisschen erträglicher wird und damit DER eine Lebensretter für den Jungen doch noch gefunden wird.

So entstand Strampeln für Max

Begonnen hat die ganze Aktion mit einer verrückten Idee: Um auf Max' Erkrankung hinzuweisen und Spenden zu sammeln, fuhren die beiden Initiatoren mit dem Fahrrad knapp 400 Kilometer von Wolfsburg zum Playoff-Spiel nach Köln. Mittlerweile unterstützen Fans und Vereine aus ganz Deutschland die Aktion. Auch wenn sie unterschiedliche Trikots tragen, kämpfen sie alle zusammen für Max. Und genau das macht "Strampeln für Max" zu einer außergewöhnlichen und einmaligen Aktion. Wir haben mit Marian Ciambella darüber gesprochen.

bildderfrau.de: Herr Ciambella, als erstes natürlich die wichtigste Frage: Wie geht es Max genau?

Marian Ciambella: Max ist derzeitig wieder im Krankenhaus Jena zu seinem nächsten Chemoblock. Dementsprechend wird es ihm wohl auch gehen. Ob und wann er wieder gesund wird, weiß ja leider keiner. Wir geben die Hoffnung einfach nicht auf, dass wir bald einen passenden Spender finden und Max wieder völlig gesund wird.

Beim Eishockey ist es egal, welches Trikot man trägt

Wie haben Sie Max kennengelernt? Was ist er für ein Junge?

Max habe ich kennengelernt durch meinen Mitstreiter, Herrn Tobias Burhenne. Max spielt Eishockey beim ETC Crimmitschau, der Verein ist ein Kooperationspartner der Grizzlys Wolfsburg. Als der Junge krank wurde haben wir sofort überlegt, wie wir helfen können.

Eishockey ist ja eher ein kompromissloser Sport. Wie haben Sie es geschafft, dass so viele Eishockey-Fans für die eine Sache kämpfen?

Beim Eishockey herrscht eine besondere Atmosphäre, da ist es ganz häufig egal, welches Trikot man trägt. Da wird sich in der Pause unterhalten bei einem Bier mit den Fans der gegnerischen Mannschaft. Feindseligkeiten oder Aggressionen wie beim Fußball gibt’s beim Eishockey nicht bzw. höchst selten.

Mittlerweile haben sich zahlreiche deutsche Eishockey-Vereine und -Fans an der Aktion beteiligt. Das zeigt, dass der Sport verbindet, aber auch, dass Fans zusammenhalten, wenn es wirklich darauf ankommt. Es ist schön zu sehen, wie alle für das eine Ziel kämpfen. Und das ist natürlich, dass es Max bald wieder besser geht.

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Der Erlös geht anschließend komplett an die Familie von Max

Wie viel Geld ist schon durch die Aktion zusammen gekommen?

Weit entfernt von 10.000 Euro sind wir nicht mehr. Und wir planen immer neue Aktionen. Wir versteigern zum Beispiel immer wieder signierte Spielertrikots von Vereinen aus der DEL (Deutsche Eishockey Liga, Anmerk. d. Red.), die uns unterstützen. Der Erlös geht anschließend komplett an die Familie von Max.

Von dem Geld können die Eltern des Jungen diverse Dinge bezahlen, wie zum Beispiel Leistungen, die die Krankenkasse nicht übernimmt. Und auch die Kosten der täglichen Pendelei zwischen Wohnort und der Klinik in Jena können dadurch abdeckt werden. Zusätzlich werden sicherlich auch noch Dinge angeschafft, die dem kleinen Max auch mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sei es in Form von Geschenken, Spielzeug usw..

Wenn unsere Leserinnen Max helfen möchten, wie können sie das tun?

Wer die Möglichkeit hat, über Facebook nach "Strampeln für Max" zu suchen, wird sämtliche Informationen seit März chronologisch nachlesen können. Dort ist auch explizit das Spendenkonto aufgeführt. Jeder Euro geht eins zu eins zur Mutter von Max, die natürlich volle Kontovollmacht hat. Ansonsten kann jeder, der mehr über Max und die Aktion erfahren möchte, zum Beispiel über Google als Suchbegriff "Strampeln für Max" eingeben, dort gibt es sehr viele Suchergebnisse mit Berichten, Fotos, Videos.

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Jede Spende zählt!

Wenn Sie Max helfen wollen, dies das Spendenkonto:

Commerzbank Chemnitz

Zahlungsempfänger: Max Groß

IBAN: DE06 8704 0000 0732 0682 90

BIC: COBADEFFXXX

Verwendungszweck: Strampeln für Max

Sie können Max auch schreiben, denn er kann im Krankenhaus jede Aufmunterung gut gebrauchen. Hier gibt's seine Adresse:

Universitätsklinikum Jena Lobeda
Kinder und Jugendmedizin
Station E 130
Max Groß
Am Klinikum 1
07747 Jena

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