19.05.2017

Hundetraining Filmhund Mumford: Herzensbrecher auf vier Pfoten

TV-Hund Mumforn mit Frauchen Charly beim Training auf dem Dorfplatz. Kollege Mio entspannt mit einem Nickerchen.

Foto: Melanie Dreysse

TV-Hund Mumforn mit Frauchen Charly beim Training auf dem Dorfplatz. Kollege Mio entspannt mit einem Nickerchen.

Kürzlich spielte sich an TV-Privatdetektiv Josef Matula ein drolliger Vierbeiner in die Herzen des Publikums. Ein Besuch bei Filmhund Mumford und Frauchen Charly in der Lüneburger Heide.

Treff mit einem Vollprofi. Fotokamera, Spielzeug und Leckerli-Tüte? Mumford (benannt nach Charlys britischer Lieblings-Folk-Band) weiß, was das heißt: Action! Und nichts liebt er mehr als das. "Er steht gerne im Mittelpunkt, Applaus genießt er sehr", sagt Charlott Arzberger, genannt Charly, die ihren heute sechsjährigen Schafpudel-Border-Collie-Mischling seit Welpenzeiten trainiert.

Man spürt sofort: Die zwei sind Seelenverwandte, Vertraute und Komplizen, Charly ist Mumfords absoluter Lieblingsmensch.

Hunde trainieren

"Ich habe schnell gemerkt, dass er Spaß dran hat, Tricks zu lernen", sagt die Tiertrainerin. Genauso wie seine Mutter Maja auch, ein Border Collie. "Das ist eine Arbeitshund-Rasse, schauspielern liegt denen im Blut. Die Tiere langweilen sich schnell, wenn sie nichts zu tun haben. Sie bieten ein Spiel an – und ich nehme das nur auf und mache was draus."

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Im Fall von Mutterhund Maja hat Charly die Ausbildung trotzdem nicht weiter verfolgt: "Sie ist eher introvertiert, hat keinen Spaß am Rampenlicht. Tiere haben verschiedene Charaktere, wie wir Menschen auch."

Spielernatur Mumford dagegen, kein bisschen schüchtern, ist inzwischen gut gebucht: Er kann unter anderem Handstand, blitzschnell in einem Koffer verschwinden, sich an Menschen klammern, als hinge sein Leben davon ab. Das Bein heben zum simulierten Pipimachen, wenn es verlangt wird, ein Stöckchen auf der Nase jonglieren – und mit schief gelegtem Kopf aus seinen bunten Augen (rechts blau, links braun) so treuherzig in die Welt gucken, dass selbst größte Miesepeter augenblicklich dahinschmelzen.

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Wie kriegt Tiertrainerin Charly ihren kleinen Star dazu, zu tun, was gerade gefragt ist? Größtenteils mit der Stimme – sie zeigt es uns. Flüstert, zwitschert in hoher Stimmlage, redet mit Mumford manchmal auch in einer komplett albernen Babysprache – "so weiß er, was ich jeweils von ihm will". Macht richtig Spaß, zuzuschauen!

Manche Tricks gehen Mumford schnell in Fleisch und Blut über, andere brauchen Zeit – den Handstand, sagt Charly, haben sie eineinhalb Jahre geübt.

Mumford im TV

Für Banken, Möbelhäuser, Automarken, für Tierfutter und die Weight Watchers, für die "Soko Leipzig" und viele andere TV-Formate war der graue Wuschel schon im Einsatz. "Meist spielt er den lustigen Familienhund oder einen Streuner." Macht er Charly damit reich?

"Leider nicht", lacht sie, "aber ein eigenes Konto hat Mumford schon. Für Tierarztrechnungen und für später, fürs Alter. Und davon abgesehen: fürs Fressen." Biofleisch und püriertes Gemüse bekommt der knuffige Star. Und als Leckerli für gute Arbeit gibt’s Streifen von getrocknetem Hühnerbrustfilet. "Der gnädige Herr weiß eben, was gut ist", sagt Frauchen.

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Und der liegt noch etwas am Herzen: "Ich zwinge meinen Hund zu gar nichts. Mumford macht das alles, weil es ihm Spaß macht und nicht weil er vor irgendetwas Angst hat. Das sage ich aus tiefster Überzeugung."

Und wie haben sich Mumford, im TV in der Rolle des "Dr. Renz", und Claus Theo "Matula" Gärtner verstanden? "Zwischen den beiden lief es super, die hatten gleich einen guten Draht zueinander." Wie schön also, dass das gemeinsame Abenteuer weitergeht: Zurzeit wird im Allgäu eine Fortsetzung gedreht. Auf Wiedersehen, Mumford!

Infos zum Hundetraining

Tiertrainingsseminare von Charlott Arzberger unter www.despudelskern.jimdo.com

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Dieser Beitrag erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 20.

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