04.05.2018 - 15:20

Das knackt keiner! So generieren Sie ein sicheres Passwort

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Mit unseren Tipps können Sie mühelos ein sicheres Passwort für Ihre Internet-Aktivitäten finden.

Foto: iStock/gpointstudio

Mit unseren Tipps können Sie mühelos ein sicheres Passwort für Ihre Internet-Aktivitäten finden.

Computer, Handy, Bankgeschäfte, Online-Shops: Überall brauchen wir ein Passwort. Je komplizierter, desto sicherer ist es – aber desto schneller haben wir es auch wieder vergessen. Was tun? Hier sind die besten Tricks.

Das Internet ist aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Wir kaufen auf allen möglichen Plattformen ein, chatten in den sozialen Medien mit Freunden und Familie, und sogar Bank-Geschäfte werden online abgewickelt. Überall ist dabei ein Passwort vonnöten, um die eigenen, sensiblen Daten zu schützen. Damit keiner Ihr Passwort knacken kann (und Sie es sich obendrein leicht merken können), haben wir Ihnen einige Tipps für ein sicheres Passwort zusammengestellt.

1. Nicht nur auf ein Kennwort setzen!

1234567 ist beliebt, das eigene Geburtstagsdatum auch. Mehr als ein Drittel der deutschen Internetnutzer nimmt zum Einloggen bei verschiedenen Diensten laut Digitalverband Bitkom immer ein- und dasselbe Passwort. "Gefährlich!", urteilt Bereichsleiter Marc Fliehe, "damit macht man kriminellen Hackern die Arbeit sehr einfach." Sie knacken solche Codes mit links, sind dann in Sekunden drin – in allen Konten des Besitzers.

2. Eselsbrücken nutzen

Grundsätzlich gilt: Je komplizierter das Passwort, desto besser. Mindestens acht Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sollten es schon sein. Für jede Internet-Seite ein eigenes Passwort anlegen, am einfachsten mit Hilfe einer Eselsbrücke:

  1. Nehmen Sie einen Spruch, den Sie sich leicht merken können, z.B. "Eins, zwei, drei, so geht die Zauberei!". Die Anfangsbuchstaben "1,2,3,sgdZ!" sind Ihr sicheres Basis-Passwort.
  2. Für jeden Internet-Zugang peppen Sie dieses Basis-Passwort ein wenig auf, z.B. für das Netzwerk Linkedin mit L am Ende "1,2,3,sgdZ!+L" oder für Ebay mit E am Ende "1,2,3,sgdZ!+E".

3. Clever verwalten

Passwort-Manager für den Computer (kostenlos z.B. Passwort Safe, Kee Pass X) sind wie Daten-Tresore.

Sicher: weil sie garantiert keine Passwörter vergessen. Riskant: weil alle gespeicherten Passwörter durch ein einziges Master-Passwort geschützt sind. Wird das geknackt, hat der Dieb praktisch einen Generalschlüssel. Auch hier gilt: Es muss deshalb möglichst lang und kompliziert sein.

4. Achtung unterwegs

Internetseiten bieten oft an, ein Passwort an Ort und Stelle zu speichern. Erleichtert das Surfen, weil lästiges Einloggen entfällt. Aber Vorsicht an öffentlichen Computern, z.B. im Internetcafe. Die Passwörter werden über sogenannte Cookies gespeichert, auf dem Computer abgelegt. "Vergisst der Nutzer am Ende die Cookies zu löschen, wird der nächste Nutzer automatisch mit dem Account angemeldet", warnt Dr. Carsten Föhlisch von Trusted Shops.

Was Sie beim Generieren eines sicheren Passworts vermeiden sollten

Mit unseren Tipps sollte es Ihnen ein Leichtes sein, ein wirklich sicheres Passwort zu generieren und somit gefahrenlos im Internet zu surfen. Im Folgenden gibt es jedoch noch ein paar kleine Anmekungen, die Sie bei der Erstellung des Passworts beherzigen sollten:

  • Ein einziges Passwort für mehrere Adressen
  • Name oder Geburtsdatum als Passwort
  • Zettel mit Passwörtern neben den PC legen
  • Unverschlüsselte Passwort-Datei auf der Festplatte
  • Passwort an andere weitergeben
  • Passwort auf öffentlichem PC speichern

Extra-Tipp: Passwort-Apps fürs Smartphone

Wer auf dem Smartphone viele Passwörter nutzt, kann sie mit speziellen Apps (z. B. Avira Passwort Manager, LastPass, 1Password) sicher verwalten. Bei diesen Programmen richten Sie anfangs ein sogenanntes Master-Passwort ein, mit dem Sie sich später bei jeder Benutzung legitimieren müssen. Die meisten Apps speichern Ihre Passwörter, die Sie z.B. bei Amazon, Facebook oder Linkedin benutzen, dann automatisch ab und tragen sie jeweils selbsttätig ein, sobald Sie sich bei einem der Portale anmelden. Manche Apps bieten noch mehr Sicherheit, etwa durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dabei gibt’s für die Anmeldung zusätzlich eine stets neue PIN-Nummer.

Schützen Sie sich und Ihre Daten mit einem sicheren Passwort – allerdings gibt es nicht nur im Internet Betrugsmaschen – wie Sie sich auch vor anderen fiesen Tricks schützen können, lesen Sie hier. Weitere interessante Ratgeber rund um Ihr Recht finden Sie auf unserer Themenseite.

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