19.09.2016

Als Hundehalter in der Großstadt Die wichtigsten Tipps und Regeln in Berlin für Hundebesitzer

Gassi gehen ist für Hundehalter ein Muss. Doch es gibt Regeln zu beachten!

Foto: iStock/Rohappy

Gassi gehen ist für Hundehalter ein Muss. Doch es gibt Regeln zu beachten!

Hunde sind süße Weggefährten. Doch auch für sie gibt es Regeln. Bildderfrau.de verrät, welche für die Hauptstadt Berlin gelten.

Der Hund ist nicht nur der beste Freund des Menschen, sondern auch stets ein treuer Begleiter. In einer Großstadt wie Berlin, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen leben, kann das allerdings manchmal zu Problemen führen. Denn nicht jeder mag Hunde. Deshalb sind Regeln unumgänglich. Bildderfrau.de hat die wichtigsten Regeln und Tipps für Hundehalter in der Hauptstadt auf einen Blick zusammengefasst.

Häufchen-Regel

Seit 2015 sind Hundehalter in Berlin nicht nur dazu verpflichtet, die Häufchen ihrer Tiere aufzuheben und zu entsorgen, sondern auch die dafür vorgesehenen Tüten stets bei sich zu haben. Das Ordnungsamt darf kontrollieren. Wer den Hundekot liegen lässt und dabei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 35 Euro rechnen. Das Ordnungsamt darf außerdem prüfen, ob Hundehalter die dafür vorgesehenen Tüten dabei haben. An manchen Orten- einigen Parks und innerstädtischen Plätzen in Berlin gibt es sogar Tütenspender mit Plastiktüten für diesen Zweck.

Leinenpflicht

Leinen geben dem Halter und den Mitbürgern Sicherheit. In Berlin besteht jedoch kein genereller Leinenzwang. In gekennzeichneten Hundeauslaufgebieten, auf Straßen, Plätzen und eingezäunten Grundstücken muss der Hund beispielsweise nicht an die Leine.

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Wo jedoch eine mindestens zwei Meter lange Leine notwendig ist, ist in öffentlich gekennzeichneten Grün- und Erholungsanlagen (z.B. Kanalpromenaden, Stadtparks), Waldflächen, die nicht als Hundeauslaufgebiete extra gekennzeichnet sind, auf Sport- und Campingplätzen sowie in Kleingartenkolonien. Doch auch in Treppenhäusern, sonstigen der Hausgemeinschaft zugänglichen Räumen und auf Zuwegen von Wohnhäusern, in Büro- und Geschäftshäusern, Ladengeschäften, öffentlichen Verwaltungsgebäuden, bei öffentlichen Versammlungen, Volksfesten, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Bahnhöfen, in Fußgängerzonen sowie auf öffentlichen Straßen mit Menschenansammlungen muss der Hund an eine höchstens ein Meter lange sichere Leine.

Das Hundegesetz sowie das Grünanlagengesetz von Berlin untersagen zudem das Mitnehmen von Hunden auf Kinderspielplätze, Ballspielplätze, Liegewiesen und gekennzeichnete öffentliche Badestellen. An heißen Tagen dürfen die wuscheligen Vierbeiner nur außerhalb gekennzeichneter Badestellen ins Wasser. Gewässer in öffentlichen Grünanlagen und Schiffsanlegestellen sind allerdings tabu.

Haftpflichtversicherung und Chip-Kennzeichnung

Das Berliner Hundegesetz schreibt seit 2010 für alle Hunde den Abschluss einer Haftpflichtversicherung und einen Chip zur Kennzeichnung vor. Den Chip erhält man beim Tierarzt. Auch ein Halsband mit Namen und Anschrift des Hundehalters, sowie eine Steuerplakette ist außerhalb des eigenen Grundstücks oder der Wohnung zu tragen. Die Plakette erhält man beim Finanzamt.

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Maulkorbpflicht für gefährliche Hunderassen

Für Pit-Bulls, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Mastiffs und andere sogenannte Kampfhunde gilt in der Öffentlichkeit Leinen- und Maulkorbpflicht. Nur in gekennzeichneten Auslaufgebieten dürfen diese Hunderassen ohne Leine laufen, müssen aber trotzdem einen Maulkorb tragen. Zudem muss ein solcher Hund bei der zuständigen Behörde angemeldet sein. Für die Anmeldung müssen in Berlin ein Führungszeugnis und ein Nachweis über die Sachkunde des Halters sowie ein Nachweis, dass der Hund nicht aggressiv ist, vorgelegt werden.

Öffentliche Verkehrsmittel

In Berlins S- und U-Bahnen, Bussen und Trams sowie auf Bahnhöfen müssen Hunde an der Leine geführt und auch angeleint transportiert werden. Sogenannte Kampfhunde müssen außerdem einen Maulkorb tragen. Für große Hunde müssen Besitzer sogar einen Fahrschein im Ermäßigungstarif kaufen. Kleine Hunde dürfen kostenlos mitfahren.

Hundeauslaufgebiete in Berliner Parks

In bestimmten Berliner Parks oder Teilen von Parks dürfen Hunde frei laufen. Ausgewiesene Hundeauslaufflächen gibt es zum Beispiel im Tempelhofer Park, Volkspark Hasenheide, Volkspark Friedrichshain, Mauerpark, Volkspark Humboldthain, Volkspark Rehberge oder Volkspark Wilmersdorf.

Hundeauslaufgebiete im Wald

In den Berliner Wäldern und Forsten gibt es zwölf Wald- und Hundeauslaufgebiete, in denen Hunde sich ohne Leine frei bewegen können. In den übrigen Waldgebieten müssen Hunde an der Leine geführt werden. Sehr beliebt ist das Auslaufgebiet rund um den Grunewaldsee im Grunewald. Es ist das größte zusammenhängende Auslaufgebiet in Berlin, inklusive Badestellen für Hunde.

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Besonderes Erlebnis

Wer seinem Hund ein besonderes Erlebnis spendieren will, kann in Deutschlands erstes Hunderestaurant gehen! Im Restaurant „Am Forsthaus Paulsborn“ im Berliner Grunewald gibt es alles, was dem besten Freund des Menschen schmeckt: Kängurufleisch mit Kartoffel, Lachshaut und Geweih vom Rotwild. Knapp 400 Gäste können hier speisen. Und für den Verdauungsspaziergang ist auf dem 6000 Quadratmeter großen Gelände direkt nebenan Platz.

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Die Hauptstadt hat generell ziemlich viele Annehmlichkeiten für Hunde zu bieten. In mindestens 30 Salons wird ihnen das Fell gewaschen und geschnitten. In 21 Hunde-Pensionen können sich die Tiere fürstlich erholen. Und wenn die Zeit gekommen ist, werden die geliebten Hunde auf 13 Friedhöfen zur Ruhe gebettet.

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