13.07.2016

Flexibel und kostspielig Flexibel und kostspielig: Wann sich Multi-Asset-Fonds lohnenFlexibel und kostspielig

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Auf die richtige Mischung kommt es bei Finanzprodukten wie Multi-Asset-Fonds an. Doch für private Anleger, die auf aktiv gemanagte Finanzprodukte setzen, ist das Mischverhältnis nicht immer ersichtlich.

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Auf die richtige Mischung kommt es bei Finanzprodukten wie Multi-Asset-Fonds an. Doch für private Anleger, die auf aktiv gemanagte Finanzprodukte setzen, ist das Mischverhältnis nicht immer ersichtlich.

Bei anhaltenden Niedrigzinsen muss die Fondsbranche kreativ bleiben, um Renditen zu erzielen. Als mögliche Lösung präsentieren die Fonds-Manager sogenannte Multi-Asset-Fonds - eine Weiterentwicklung der Mischfonds. Doch die Anlage birgt Risiken und einige Nachteile.

Niedrigere Erträge akzeptieren oder ein höheres Risiko in Kauf nehmen? Vor dieser Wahl stehen Anleger schon seit einigen Jahren. Die sicheren Wertpapiere garantierten früher noch eine anständige Rendite – heute bringen sie immer weniger ein.

Darauf reagierte die Fondsbranche und baute immer flexiblere Produkte in Form von Mischfonds oder auch Multi-Asset-Fonds - einer Weiterentwicklung der Mischfonds. Multi-Asset-Fonds können sich aus verschiedenen Anlageklassen zusammensetzen, beispielsweise Aktien, Anleihen und Rohstoffen. "Ziel dieser Mischung ist die Reduzierung des Risikos", erklärt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen. Das Mischverhältnis fällt sehr unterschiedlich aus: "Es gibt defensive, ausgewogene und auch aggressive Multi-Asset-Fonds." Verbraucher müssen immer genau abwägen, ob sie sich mit dem eingegangenen Risiko wohlfühlen.

Das Problem dabei: Der Verbraucher kauft eine Blackbox. Denn oft wird das Mischverhältnis gar nicht angegeben. "Es kann also sein, dass der Manager zu 100 Prozent in Aktien oder zu 100 Prozent in Renten investiert", erklärt Thomas Krüger von der Stiftung Warentest.

Die Fondsbranche wirbt mit der im Vergleich zu Mischfonds höheren Flexibilität der Multi-Assets: Denn die Fonds-Manager dürfen in alles investieren, was der Markt zu bieten hat, etwa in variabel verzinsliche Anleihen oder in Währungen - und zwar auch außerhalb des Kapitalmarkts. Sie kaufen also beispielsweise sogenannte Alternative Investmentfonds