Aktualisiert: 15.09.2021 - 17:29

Chicorée, Rosenkohl und Co Tschüss Heißhunger: Bittere Lebensmittel helfen beim Abnehmen

Von Bettina Uphus

Sauer macht lustig und bitter macht schlank: Vor allem frisches Gemüse und knackige Salate, wie zum Beispiel Radicchio und Chicorée enthalten viele gesunde Bitterstoffe, die gut für die schlanke Linie sind.

Foto: GettyImages/margouillatphotos

Sauer macht lustig und bitter macht schlank: Vor allem frisches Gemüse und knackige Salate, wie zum Beispiel Radicchio und Chicorée enthalten viele gesunde Bitterstoffe, die gut für die schlanke Linie sind.

Ihren herben Geschmack verdanken Chicorée und Grapefruits den Bitterstoffen. Ernährungsexpert:innen schätzen die gesunden Stoffe sehr, auch weil sie beim Abnehmen helfen können. Wir erklären warum und zeigen, welche fünf Lebensmittel besonders viele Bitterstoffe enthalten.

Der Volksmund weiß es schon lange: "Was bitter im Mund, ist für den Magen gesund." Schon bei unseren Großeltern standen Lebensmittel mit Bitterstoffen fast täglich in Form von Salat, Gemüse oder Obst auf dem Speiseplan. Grundsätzlich sind Bitterstoffe gut für den Körper und unser Wohlgefühl. Warum? Ganz einfach: Bittere Lebensmittel helfen beim Abnehmen.

Ganz schön bitter: Bitterstoffe schrecken uns eigentlich ab

Bei Bitterstoffen handelt sich um sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die vor allem in Salaten und Gemüse vorkommen. Unsere Aversion gegen Bitteres diente einst unserem Schutz: Der bittere Geschmack konnte ein Warnsignal für Verdorbenes oder Giftiges sein. Erst nach und nach freundete sich der Mensch mit der Geschmacksrichtung an und erkannte deren gesundheitliche Vorteile.

Bitterstoffe gegen den Heißhunger

Die Bitterstoffe sind eine wertvolle Unterstützung für unseren Stoffwechsel und die Verdauung. Sie regen den Appetit an und fördern die Produktion der Verdauungssekrete. So werden Leber und Galle unterstützt und die Fettverdauung angeregt. Und das wirkt sich positiv auf unser Körpergewicht und auf unser Immunsystem aus.

Und was zunächst paradox klingt: Bitterstoffe stoppen unseren Heißhunger auf Süßes sofort. Dadurch essen wir weniger Schokolade und Plätzchen und nehmen automatisch ab. Zudem enthalten bittere Lebensmittel in der Regel weniger Zucker und Kalorien. Wie so immer im Leben, gibt allerdings Ausnahmen. In unserem Video haben wir weitere Anregungen, wie wir unser Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln austricksen können:

Tipps gegen Heißhunger – so nehmen Sie erfolgreich ab!
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Diese Lebensmittel enthalten viele wohltuende Bitterstoffe:

Chicorée

Die bleichen Sprossen gelten in Frankreich, Belgien und Holland als Edelgemüse. Sie fördern Verdauung und Stoffwechsel, senken den Cholesterinspiegel und regen den Appetit an. Wir empfehlen überbackenen Chicorée mit Serrano-Schinken, eine kulinarische Sinfonie aus bitterem und rauchigem Aroma.

Radicchio

Allein der Name, sprich Radikkio, lässt uns an den Süden denken. Der wunderschöne Radicchio ist ein echter Italiener. Die rot-weiß marmorierten Blätter sind äußerst dekorativ in einem Salat. Wir legen Ihnen den Sommer-Salat mit Radicchio, Radieschen und Zitrusfrüchten ans Herz! Dieses Rezept gehört zu unseren Favoriten.

Artischocke

Auch die Bitterstoffe der Artischocke unterstützen unsere Leber. Die Blüten der distelartigen Pflanze sollte aber frisch und bereits optisch ein Genuss sein. Ihre Blätter müssen dicht am Stiel anliegen und nicht unangenehm riechen. Ob eingelegt, gekocht oder mit einem Dip serviert: Vor dem Genuss kommt die Arbeit. Wir erklären, wie man Artischocken richtig zubereitet.

Grapefruit

Sie gilt wegen ihrer vielen gesunden Inhaltsstoffe als "Königin der Zitrusfrüchte". Eine Grapefruit peppt jedes Müsli oder Salat auf und passt auch zur Seafood-Pasta. Wir träumen jedoch von einem erfrischenden Campari Amalfi mit einem Spritzer Grapefruit. Wir schließen die Augen und wähnen uns in einem Liegestuhl an der italienischen Amalfiküste. Bella Italia, wir kommen! Entdecken Sie in unserer Galerie weitere kühlend-köstliche Getränke:

Rosenkohl

Zugegeben, Rosenkohl hat schon einen besonderen Geschmack, doch wir lieben ihn. Der sogenannte "Brüsseler Kohl“ wurde früher totgekocht und war grundsätzlich matschig. Es geht aber auch anders: Probieren Sie doch mal unseren Rosenkohlauflauf mit Speck und Semmelbrösel. Die Kombination Rosenkohl und Speck ist raffiniert einfach und optisch attraktiv.

Bitte, bitter!

Eine Ernährungsumstellung ist nicht einfach. Aber man muss ja nicht den steilsten Weg auf den Berg auswählen, sondern kann sich auch langsam und auf Seitenwegen fortbewegen. In den nächsten Salat einfach einen kleinen Chicorée oder eine Grapefruit untermischen oder auch mal zur Bitterschokolade greifen. Dann wird der nächste Weg auf die Waage bestimmt kein bitteres Erlebnis mehr sein!

Auf unsere Themenseite Kräuter stellen wir weitere natürliche Helfer vor, die unseren Organismus unterstützen und uns beim Abnehmen helfen können.

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Quellen: ndr.de, wikipedia.de, aok.de, bmel.de

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