Aktualisiert: 26.06.2021 - 10:56

Spielerisch gesund ernähren Studie zeigt: Gehirntrainings-App hilft gesünder zu essen

Ungesune Essgewohnheiten loswerden und gesünder ernähren: Mit einer einfachen Gehirntrainings-App soll dies nun spielerisch gelingen.

Foto: GettyImages / Oscar Wong

Ungesune Essgewohnheiten loswerden und gesünder ernähren: Mit einer einfachen Gehirntrainings-App soll dies nun spielerisch gelingen.

Eine neue Studie der Universtität Exeter zeigt: Diese App hilft, ungesunde Essgewohnheiten loszuwerden. Wir haben die Ergebnisse für Sie zusammengefasst.

Sie möchten gerne ungesunde Essgewohnheiten, wie Süßigkeiten oder Fast Food, loswerden? Das ist einfacher gesagt als getan, denn erstmal verinnerlicht, ist es gar nicht so einfach Gewohnheiten wieder loszuwerden.

Nun könnte jedoch eine App der Universität Exter, England, genau dabei behilflich sein. Die Gehirntrainings-App hilft dabei, ungesunde Essgewohnheiten loszuwerden und gesünder zu essen. Das zeigt nun auch eine kürzlich dazu veröffentlichte Studie.

Ungesunde Gewohnheiten loswerden: Mit dieser Gehirntrainings-App soll es gelingen

Die Gehirntrainings-App Food Trainer (FoodT) funktioniert sehr simpel und spielerisch: Dem Nutzer wird eine Reihe von Bildern angezeigt, auf die sie/er reagieren soll und dadurch Punkte sammeln kann.

Bilder von gesundem Essen sind mit einem grünem Rahmen versehen und sollen so schnell wie möglich angeklickt werden. Bilder von ungesundem Essen, wie Fast Food oder Süßigkeiten, sind mit einem roten Rahmen versehen und sollen nicht angeklickt werden. Letzteres soll dabei helfen, ungesundes Essen mit einem Stoppen bzw. Aufhören zu assoziieren. Auch in der Realität soll so das Stoppen bzw. der Verzicht auf ungesundes Essen begünstigt werden.

Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die App tatsächlich funktioniert

Die kürzlich veröffentlichte Studie der Universitäten Exter, England, und Helsinki, Finnland, deutet nun darauf hin, dass die Gehirntrainings-App FoodT tatsächlich bei der Veränderung ungesunder Essgewohnheiten helfen kann.

In der zur App durchgeführten Studie wurde das Verhalten von 1.234 Teilnehmer*innen ausgewertet, davon 69% Frauen. Es kam heraus, dass die tägliche Nutzung der App in einem Zeitraum von einem Monat dazu führte, dass weniger Junkfood und ungesundes Essen gegessen wurde. Außerdem konnte ein durchschnittlicher Gewichtsverlust von 0,5 Kilogramm sowie ein geringer Anstieg gesunder Lebensmittel im Rahmen der Ernährung bei den Teilnehmenden festgestellt werden.

Um das Ganze greifbarer zu machen, erklärt Natalia Lawrence von der Universität Exeter: “Als Beispiel: Jemand, der Junkfood zwei- bis viermal die Woche aß, konnte dies auf einmal die Woche reduzieren, nachdem die App einen Monat lang regelmäßig genutzt wurde.”

Die App eignet sich für jeden, der ungesunde Essgewohnheiten verändern möchte

Die FoodT App bietet eine spielerische Hilfestellung, um sich gesünder zu ernähren. Dr Matthias Aulbach der Universität Helsiniki betont: “FoodT könnte für jeden mit ungesunden Essgewohnheiten – die sich vielleicht während des Lockdowns entwickelt haben – hilfreich sein.”

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Dabei ist der Nutzungsaufwand der App sehr gering: Sie muss gerade einmal vier Minuten täglich genutzt werden, um positive Effekte auf die Ernährung zu haben. Zeit ist daher keine Ausrede.

Die App ist zwar aktuell nur in englischer Sprache verfügbar. Aber für die Nutzung müssten Sie ja sowieso nur zwischen Bildern mit gesundem und ungesundem Essen unterscheiden. Also: Probieren Sie die App einfach einmal aus und sehen Sie selbst, wie sich Ihr Essverhalten vielleicht verändert. Schaden kann die Nutzung auf jeden Fall nicht.

Die App kann kostenlos (via App Store oder Google Play Store) heruntergeladen werden.

Sie sind an weiteren Tipps für gesunde Essgewohnheiten oder zum Abnehmen interessiert? Dann schauen Sie auf unserer Diäten-Themenseite vorbei. Tipps für Apps und die Handynutzung haben wir außerdem auf unserer Themenseite Handy für Sie.

Quellen:

Matthias Burkard Aulbach, Keegan Knittle, Samantha Barbara van Beurden, Ari Haukkala, Natalia S. Lawrence, App-based food Go/No-Go training: User engagement and dietary intake in an opportunistic observational study, Appetite, Volume 165, 2021, 105315, https://doi.org/10.1016/j.appet.2021.105315, abgerufen am 25.06.2021

ScienceDaily, University of Exeter Press Release, „Junk food game helps people eat less and lose weight”, 01.06.2021, abgerufen am 25.06.2021

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