Aktualisiert: 30.05.2021 - 18:53

Gefährliche Fette Was sind eigentlich Transfette?

Sie sind unter anderem in Fast Food, wie Pommes, enthalten: Transfette. In zu großen Mengen schaden Sie der Gesundheit und sollten wenn dann nur in Maßen gegessen werden.

Foto: Getty Images / Holger Leue

Sie sind unter anderem in Fast Food, wie Pommes, enthalten: Transfette. In zu großen Mengen schaden Sie der Gesundheit und sollten wenn dann nur in Maßen gegessen werden.

Vorsicht vor diesen Fetten: Sie steigern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, fördern Übergewicht und Diabetes. Wir klären Sie rund um Transfette auf.

Fette sind lebensnotwendig. Sie sorgen dafür, dass bestimmte Vitamine von unserem Körper aufgenommen werden können und sind Bestandteil unserer Nerven und Zellen. Doch nicht alle Fette sind gleichermaßen gesund. Die sogenannten Transfette sind sogar schädlich für unsere Gesundheit. Wir erklären Ihnen, was Transfette sind, warum sie so ungesund sind und in welchen Lebensmitteln sie stecken.

Was sind Transfette?

Transfette, die eigentlich Transfettsäuren heißen, sind ungesättigte Fettsäuren, die industriell hergestellt werden. Bei der Herstellung werden die Fette chemisch gehärtet, weshalb sie auch als gehärtete Fette bezeichnet werden. Das vorher flüssige Öl wird durch die Härtung fest. Das wiederum sorgt für Cremigkeit und Streichfähigkeit von Produkten, wie zum Beispiel Margarine. Außerdem werden die Fette durch die Härtung länger haltbar, was sie für die Lebensmittelindustrie interessant macht.

Es gibt jedoch auch natürlich vorkommende Transfettsäuren. Sie entstehen im Magen von Wiederkäuern, wie Kühen. Daher sind in Milch und Milchprodukten natürlicherweise Transfette enthalten.

Schlecht für die Gesundheit: Was macht Transfettsäuren schädlich?

Zu große Mengen Transfette erhöhen auf Dauer das schlechte LDL-Cholesterin und verringern das gute HDL-Cholesterin im Blut. Das begünstigt Arteriosklerose und erhöht das Risiko für diverse Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Bluthochdruck und Herzinfarkt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass um die 540.000 Todesfälle jährlich einem zu hohen Konsum von industriell hergestellten Transfetten zugeschrieben werden können.

Außerdem stehen Transfette im Verdacht Übergewicht und Diabetes zu begünstigen und Entzündungen im Körper zu fördern.

Diese Lebensmittel fördern Entzündungen
Diese Lebensmittel fördern Entzündungen

In welchen Lebensmitteln sind Transfette enthalten?

Gemäß der WHO sollen maximal 1 % der täglichen Energiezufuhr aus Transfetten bestehen. Bei 2.000 Kalorien sind das in etwa 2,2 Gramm. Um diese Menge nicht zu überschreiten, sollten die folgenden Produkte möglichst reduziert werden:

  • Fertiggerichte, wie Pizza und Fertigsuppen
  • Fast Food, wie Pommes
  • Snacks/Knabbereien, wie Chips, Flips, Popcorn
  • Backwaren, wie Croissants, Berliner, Donuts

Früher war auch Margarine reich an Transfetten. Doch mittlerweile wurde Gehalt der schädlichen Fettsäuren im Großteil der Margarinen stark reduziert.

Achten Sie generell auf Verpackungshinweise wie "pflanzliches Fett, zum Teil gehärtet" oder "ungesättigte Fettsäuren, enthält gehärtete Fette", um Transfette zu identifizieren.

Im Übrigen können Transfettsäuren auch in Ihrer Küche entstehen. Wenn ungesättigte Fette, wie Pflanzenöle, zu lange oder wiederholt erhitzt werden, können sich Transfette bilden. Das passiert zum Beispiel beim Frittieren. Achten Sie also beim scharfen Anbraten und Frittieren daher auf Öle mit einem hohen Rauchpunkt oder die speziell als Brat- und Frittieröl gekennzeichnet sind.

Fazit zu Transfetten

Fette sind wichtig für unseren Körper. Doch Transfette sind ungesund und sollten wenn dann nur einen möglichst geringen Anteil der täglichen Ernährung ausmachen. Achten Sie daher darauf, die oben genannten Produkte so gut es geht zu reduzieren.

Im Übrigen ist die Verwendung von Transfetten in der Lebensmittelindustrie in den vergangenen Jahren bereits deutlich gesunken und es könnte sein, dass Transfette in Deutschland bald gar nicht mehr erlaubt sind. Dänemark beispielsweise hat Transfette so gut wie eliminiert und in den USA sind sie mittlerweile verboten.

Mehr über Speiseöle erfahren Sie in unserem Öl-Lexikon.

Sie wollen mehr gesunde Fette in Ihre Ernährung einbauen? Dann greifen Sie öfter zu Olivenöl – auf unserer Themenseite informieren wir Sie rund um das gesunde Öl aus dem Süden. Und wenn Sie wissen möchten, wie Sie Ihrem Herz-Kreislauf-System Gutes tun können, schauen Sie einfach auf unserer Themenseite vorbei.

Quellen:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung: trans-Fettsäuren und ihr Einfluss auf die Gesundheit Teil 1 – Entstehung und Vorkommen. DGEinfo (05/2016) 66-68 & trans-Fettsäuren und ihr Einfluss auf die Gesundheit – Teil 2. DGEinfo (06/2016) 86-89, abgerufen online am 27.05.2021

World Health Organisation, WHO plan to eliminate industrially-produced trans-fatty acids from global food supply, 15.05.2018, abgerufen online am 27.05.2021

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