Aktualisiert: 07.02.2021 - 18:22

Nährstoffwunder Champignons, Pfifferlinge und Co: So gesund sind Pilze

Pilze enthalten ein unglaublich breites Nährstoffspektrum und sind dabei dennoch kalorienarm. Die ideale Kombination für Gesundheit und Figur.

Foto: GettyImages / Westend61

Pilze enthalten ein unglaublich breites Nährstoffspektrum und sind dabei dennoch kalorienarm. Die ideale Kombination für Gesundheit und Figur.

Sättigende Ballaststoffe, wichtige B-Vitamine: Pilze sind vollgepackt mit Nährstoffen, die gut für die Gesundheit sind. Und weil sie kalorienarm sind, schmeicheln sie auch noch der Figur. Erfahren Sie mehr über die Nährstoffwunder!

Champignons, Pfifferlinge, Kräuterseitlinge, Austernpilze, Shiitake, Portobello, Bovist, Egerling – die Liste der Pilze ist lang und vielseitig. Und genauso verhält es sich mit ihrem Nährstoffgehalt! Pilze sind nämlich richtige Superfoods, die unseren Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen und Ballaststoffen versorgen. Wir verraten wie gesund Pilze sind und warum sie sich auch zum Abnehmen eignen.

Gesunde Pilze: Echte Superfoods!

Wussten Sie, dass Pilze weder zur Pflanzen- noch zur Tierwelt gehören? Tatsächlich bilden sie ihr ganz eigenes Reich. Interessanterweise liefern sie sowohl Nährstoffe, die in der Pflanzenwelt vorkommen, wie beispielsweise Ballaststoffe, als auch solche, die vor allem in tierischen Nahrungsmitteln vorkommen, wie bestimmte B-Vitamine.

Pilze enthalten ein insgesamt breites Nährstoffprofil, welches der Gesundheit zugute kommt. Sie versorgen uns unter anderem Vitamin B2, B3, B5 und B7, Folsäure sowie Vitamin E und K. Shiitake enthalten sogar das wichtige Vitamin B12, welches fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Eisen, Zink und Selen sowie Ballaststoffe, die sättigend wirken und der Verdauung zugute kommen.

Außerdem sind Pilze reich an Proteinen! Nicht ohne Grund, werden sie gerne als Alternative zu Fleisch eingesetzt und sind mittlerweile Bestandteil oder sogar Hauptzutat von Fleischersatzprodukten. Bei all dem, sind Pilze kalorien- und fettarm, wodurch sie die schlanke Linie unterstützen.

Pilze sind gut für die Gesundheit und das Gewicht

Aufgrund ihres Nährstoffgehalts werden Pilze als wertvoller Bestandteil einer gesunden Ernährung gesehen. Eine kürzlich erschienene Studie zeigt sogar, dass durch den regelmäßigen Verzehr von Pilzen, die Nährstoffversorgung des Körpers gesteigert werden kann. Demnach konnte sowohl die Versorgung mit Kalium, Phosphor, Selen, Zink. Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacin) sowie Ballaststoffen erhöht werden. Mit UV-Licht bestrahlte Pilze lieferten sogar das für Knochen und das Immunsystem wichtige Vitamin D, das wir sonst in erster Linie durch Sonnenlicht erhalten.

In einer anderen Studie konnte gezeigt werden, dass Teilnehmer, die über ein Jahr gesehen rotes Fleisch durch Pilze ersetzten, mehr Gewicht und Körperfett verloren, als die Teilnehmer, die der Standarddiät mit rotem Fleisch folgten. Möglicherweise sind es der geringere Fettgehalt von Pilzen und der höhere Gehalt an Ballaststoffen, der zum Gewichtsverlust beigetragen hat.

Neben Speisepilzen, gibt es auch zahlreiche Vitalpilze, die vor allem in der Naturheilkunde zur Unterstützung der Gesundheit und bei Krankheiten eingesetzt werden. Zu diesen Heilpilzen zählt beispielsweise der Glänzende Lackporling, der vor allem unter dem Namen Reishi bekannt ist. Er wird unter anderem zur allgemeinen Stärkung, zur Unterstützung der Abwehr sowie bei Nervosität und innerer Unruhe eingesetzt. Vitalpilze kommen vor allem in der Traditionell Chinesischen Medizin und im Ayurveda zum Einsatz.

Pilze in der Ernährung und der Küche

Nicht nur der Faktor Gesundheit spricht für mehr Pilze in der Ernährung, auch ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Ob als Beilage, in einer Soße oder Suppe, als Füllung oder Ersatz von Fleisch, Pilze sind nicht nur Superfood, sondern auch Superzutat. Probieren Sie es zum Beispiel einmal mit einer vegetarischen Kohlrouladen mit Reis und Pilzen und einer vegetarischen Pilzlasagne. Oder wie wäre es mit cremiger Polenta mit Pilzen und Spinat oder Eierschwammerl-Gulasch?

Champignons und Co. sollten möglichst frisch sein. Lassen Sie sie also nicht zu lange liegen. Achten Sie außerdem darauf, dass nur bestimmte Sorten roh verzehrt werden können und davon besser nicht zu große Mengen. Wildpilze sollten in jedem Fall nur erhitzt gegessen werden.

Pilze sammeln: Das müssen Sie beachten
Pilze sammeln: Das müssen Sie beachten

Fazit: Pilze unbedingt öfter in den Speiseplan integrieren

Pilze sind unglaublich nährstoffreich und tragen damit dazu bei, unseren Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen und Ballaststoffen zu versorgen. Da sie kalorien- und fettarm und so vielseitig in der Zubereitung sind, sollte es nicht allzu schwer fallen, sie regelmäßig in die Ernährung einzubauen.

Statt nur zu Champignons zu greifen, probieren Sie es öfter mal mit anderen Sorten, wie etwa Shiitake, Kräuterseitlingen oder Austernpilze, oder einfach mit selbst gesammelten Waldpilzen. Achten Sie aber beim Sammeln unbedingt darauf, Speisepilze nicht mit Giftpilzen zu verwechseln – sie sehen sich häufig unglaublich ähnlich.

Lassen Sie sich von unseren zahlreichen Rezepten für leckere Pilzgericht inspirieren – auf unserer Pilz-Themenseite. Sie sind lieben Pfifferlinge? Dann schauen Sie auch auf unserer Pfifferlinge-Themenseite vorbei.

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Quellen:

Fulgoni, Victor et. al. “Nutritional impact of adding a serving of mushrooms on usual intakes and nutrient adequacy using National Health and Nutrition Examination Survey 2011–2016 data.” Food Science & Nutrition. (2021) doi:10.1002/fsn3.2120. Abgerufen am 04.02.2021

Poddar, Kavita H et al. “Positive effect of mushrooms substituted for meat on body weight, body composition, and health parameters. A 1-year randomized clinical trial.” Appetite vol. 71 (2013): 379-87. doi:10.1016/j.appet.2013.09.008. Abgerufen am 04.02.202

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