Aktualisiert: 21.12.2020 - 21:02

Neue Studie Erektionsstörungen? Da könnte die Ernährung eine Rolle spielen...

Kann die Ernährung vor Potenzproblemen schützen? Laut einer Studie ja!

Foto: GettyImages / Westend61

Kann die Ernährung vor Potenzproblemen schützen? Laut einer Studie ja!

Eine neue US-Studie kam zu dem Ergebnis, dass man(n) sich gesund ernähren sollte, um Erektionsstörungen vorzubeugen. Wie die potenzfördernde Ernährung aussieht, erfahren Sie hier.

Erektionsprobleme können diverse Ursachen haben. Dazu zählen Durchblutungsstörungen, Testosteronmangel, Krankheiten oder auch psychische Ursachen, wie Stress oder Depressionen. Eine neue Studie deutet nun darauf hin, dass auch die Ernährung eine wichtige Rolle bei Erektionsstörungen spielt.

Laut Studie: Ungesunde Ernährung kann Erektionsprobleme begünstigen

Eine kürzlich veröffentlichte US-amerikanische Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine gesunde Ernährung das Risiko von Erektionsstörungen reduzieren könnte. In der Studie rund um Dr. Scott Bauer von der Universität San Francisco wurden 21.469 Männer zwischen 1998 und 2014 regelmäßig befragt. Keiner der Männer hatte zu Beginn an einer erektilen Dysfunktion.

Im Laufe der Zeit ergaben sich in der Altersgruppe < 60 Jahre 968 Fälle einer Potenzstörung. Bei den 60-70 Jährigen waren es 3.703 und bei den über 70-Jährigen 4.793 Fälle. Diese Fälle zeigten einen Zusammenhang mit einer eher ungesunden und unausgewogenen Ernährung.

Mediterrane Ernährung soll Erektionsproblemen vorbeugen

Auf der anderen Seite zeigte die Studie, dass jene Männer, die sich stark an die Richtlinien der gesunden mediterranen Ernährungsweise hielten, seltener eine erektile Dysfunktion entwickelten. Genau genommen hatten die Männer unter 60 Jahren, die sich am meisten an die mediterrane Diät hielten, ein 22% geringeres Risiko einer Erektionsstörung, als diejenigen, die sich am wenigsten daran hielten. Bei den 60-70 Jährigen war das Risiko um 18% geringer und bei den über 70-Jährigen immerhin noch 7%.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass eine gesunde Ernährung wie die Mittelmeer-Diät das Risiko einer erektilen Dysfunktion reduzieren kann. Bei solch einer Ernährung stehen frisches Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch sowie pflanzliche Öle im Vordergrund, während rotes und stark verarbeitetes Fleisch nur in geringen Mengen gegessen werden. Übrigens: Griechische Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass Olivenöl ein besseres Potenzmittel als Viagra ist.

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Fazit: Ernährung wichtig, aber nicht alles!

Auch wenn die Ernährungsweise sicher nicht der entscheidende Faktor ist, der sich auf die männliche Potenz auswirkt, und weitere Studien in diesem Bereich nötig sind, so sollte man(n) sie dennoch im Blick behalten, um das Risiko einer erektilen Dysfunktion zu reduzieren.

Auch Dr. Scott Bauer sagte gegenüber der New York Times: “Männer, die ihre Potenz maximieren wollen, sollten sich der möglichen Rolle der Ernährung – genauso wie anderen Lebensstilfaktoren – bewusst sein.”

Auf unserer Themenseite Sex-Wissen beantworten wir die wichtigsten Fragen und Themen rund um das Thema Liebe und Sex. Wenn Sie sich über eine gesunde Ernährung informieren wollen, schauen Sie auf unserer Diäten-Themenseite vorbei.

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Quellen:

Bauer SR, Breyer BN, Stampfer MJ, Rimm EB, Giovannucci EL, Kenfield SA. Association of Diet With Erectile Dysfunction Among Men in the Health Professionals Follow-up Study. JAMA Netw Open. 2020;3(11):e2021701. doi:10.1001/jamanetworkopen.2020.21701

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