Aktualisiert: 06.12.2020 - 18:20

Darmbalance Für einen gesunden Darm: Sauerkrautsaft

Nicht nur Sauerkraut ist gut für die Verdauung. Auch Sauerkrautsaft ist eine Wohltat für die (Darm)Gesundheit.

Foto: Shutterstock/ElenVik

Nicht nur Sauerkraut ist gut für die Verdauung. Auch Sauerkrautsaft ist eine Wohltat für die (Darm)Gesundheit.

Sauerkrautsaft schmeckt zwar etwas gewöhnungsbedürftig, ist dafür aber sehr gesund – vor allem für den Darm. Erfahren Sie hier, was den Saft so gesund macht, für was er gut ist und wie Sie ihn einfach selbst herstellen.

Sauerkraut gilt als sehr gesund. Doch wussten Sie, dass auch Sauerkrautsaft sehr gesund ist und generell vieles zu bieten hat? Er enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe sowie Milchsäurebakterien, die gut für die Verdauung und Darmgesundheit sind. Wir verraten Ihnen mehr über dieses kleine "Wundermittel".

Sauerkrautsaft: Was macht ihn so gesund?

Um Sauerkraut und Sauerkrautsaft herzustellen, wird Weißkohl fermentiert. Die in Weißkohl enthaltenen Nährstoffe bleiben dadurch erhalten und somit sind auch in Sauerkrautsaft wertvolle Vitamine enthalten.

So liefert der Saft unter anderem wertvolles Vitamin C, das das Immunsystem unterstützt sowie Vitamin K, welches wichtig für gesunde Knochen ist. Hinzu kommen Folsäure und Vitamin B12, die eine wichtige Rolle bei der Blutbildung und Zellteilung spielen.

Das besondere an Sauerkrautsaft sind jedoch die enthaltenen Milchsäurebakterien, die durch den Gärungsprozess entstehen. Damit ist Sauerkrautsaft ein natürliches Probiotikum, dass die Darmflora und damit Darmgesundheit unterstützt.

Für was ist Sauerkrautsaft gut?

Sauerkrautsaft wird insbesondere aufgrund seiner probiotischen Wirkung geschätzt und eingesetzt – unter anderem:

  • Bei Verstopfungen
  • Im Rahmen einer Fastenkur
  • Zum Darmaufbau, zum Beispiel nach einer Antibiotikatherapie
  • Zur allgemeinen Unterstützung der Darmgesundheit und Verdauung
  • Zur Unterstützung des Immunsystems

Da Verdauung und Darmgesundheit auch Einfluss auf das Gewicht haben, kann Sauerkrautsaft beim Abnehmen unterstützen. Es gibt sogar eine Sauerkraut-Diät bei der morgens Sauerkrautsaft getrunken wird, sowie mittags und abends Sauerkraut gegessen wird.

Vorsicht: Der Saft wirkt leicht abführend und kann bei manchen Menschen Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Blähungen hervorrufen. Daher sollte er nur in geringen Mengen – nicht mehr als ein Glas täglich – getrunken werden.

Sauerkrautsaft selber machen: So geht’s

Sauerkrautsaft gibt es im Supermarkt zu kaufen. Sie können den Saft – genauso wie fermentierte Lebensmittel im Allgemeinen – aber auch relativ einfach selbst herstellen:

Zutaten:

  • 500 g Weißkohl
  • 1,5 Liter Wasser
  • 1/4 TL Salz

Zubereitung:

  1. Die Kohlblätter gründlich waschen und in feine Streifen schneiden.
  2. Den Kohl mit dem Salz in eine Schüssel geben und gründlich kneten bis Flüssigkeit austritt. Dann in ein großes Gefäß geben und nochmal ordentlich stampfen.
  3. Das Wasser dazugeben und mit einem einem Tuch, Stein oder Deckel abdecken. Wichtig ist, dass das Gefäß nicht verschlossen ist, damit die entstehenden Gase entweichen könne.
  4. Den Kohl 5 bis 6 Tage fermentieren lassen. Dann den Saft abgießen und im Kühlschrank aufbewahren. Das fermentierte Sauerkraut roh oder als Beilage essen.

Fazit zu Sauerkrautsaft: Eine gute Idee

Sauerkrautsaft ist gesund, liefert wertvolle Vitamine, unterstützt als Probiotikum die Verdauung und Darmgesundheit und passt daher gut in eine insgesamt gesunde und ausgewogene Ernährungsweise. Auch kurweise, zum Beispiel für den Darmaufbau oder beim Fasten, ist der Saft ein guter Begleiter.

Sie sind auf den Geschmack gekommen? Rezepte und Tipps rund um Sauerkraut finden Sie auf unserer Themenseite. Informieren Sie sich außerdem zum Thema Verdauung und Darmgesundheit auf unserer Verdauung-Themenseite.

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