Aktualisiert: 08.11.2020 - 18:27

Winterpfunde Warum wir in der kalten Jahreszeit hungriger sind 

Wenn es draußen kalt ist, ist Suppe eine warme Wohltat. Tatsächlich ist Wärme einer der Gründe, warum wir im Winter hungriger sind.

Foto: iStock.com/LightFieldStudios

Wenn es draußen kalt ist, ist Suppe eine warme Wohltat. Tatsächlich ist Wärme einer der Gründe, warum wir im Winter hungriger sind.

Kälte und Dunkelheit machen hungrig. Wieso das so ist, um warum unser Appetit im Winter tendenziell steigt, erfahren Sie hier.

Es scheint wie einprogrammiert: Kaum wird es draußen kälter und die Tage kürzer, schon steigt bei vielen die Lust auf Süßes und Deftiges. Und der Schein trügt nicht, denn tatsächlich verändert sich unser Appetit mit den Jahreszeiten. Wie kommt es, dass wir im Winter hungriger sind?

3 Gründe, warum wir im Winter hungriger sind

Während es im Sommer leichter fällt, sich mit frischem Obst und leichtem Salat zu begnügen, muss es im Herbst und Winter viel eher eine deftige Mahlzeit oder ein großes Stück Kuchen mit heißer Schokolade sein, um sich befriedigt zu fühlen. Natürlich regen die vielen winterlichen Leckereien den Appetit an. Doch auch simple biologische Mechanismen führen dazu, dass wir im Winter mehr Hunger verspüren.

1. Essen sorgt für Wärme

Essen regt die Energieproduktion im Körper an und sorgt damit für Wärme. Kein Wunder also, dass der Appetit während der kalten Jahreszeit steigt und wir durchaus etwas zunehmen. Was die Körperwärme betrifft, hat auch Winterspeck seine Funktion – auch wenn er nicht gerade beliebt ist. Denn Körperfett hat eine isolierende Wirkung, wodurch Wärme länger gespeichert werden kann.

Um den Körper aufzuwärmen, müssen es aber nicht ständig Braten mit Klößen oder überbackene Aufläufe sein. Suppen oder auch Ofengemüse sind eine leichte und dennoch wärmende Alternative. Und probieren Sie es ruhig öfter mit wärmenden Gewürzen, wie Zimt, Ingwer, Chili oder Kurkuma.

2. Essen hilft gegen Müdigkeit

Kurze Tage, wenig Sonnenlicht, grauer Himmel: Keine Frage, die dunkle Jahreszeit kann ganz schön müde machen. Es kann also sein, dass ein gesteigertes Hungergefühl im Winter einfach durch einen Energiemangel entsteht. Denn Nahrung liefert Energie – und zwar allen voran Kohlenhydrate. Vor allem die Lust auf Zucker und Süßes kann daher in den Wintermonaten steigen.

Zucker oder einfache Kohlenhydrate, wie sie in Weißbrot, Pasta und anderen Weißmehlprodukten vorkommen, liefern allerdings nur kurzfristig Energie und können zu Blutzuckerschwankungen führen. Der nächste Zuckerhyper lässt oft nicht lange auf sich warten und auf Dauer kann das natürlich auch zu Gewichtszunahme führen. Besser sind daher komplexe Kohlenhydrate, wie sie in Gemüse, Vollkorngetreide oder auch Hülsenfrüchten, zu finden sind. Der Körper braucht länger, um sie zu zu verdauen und zu verstoffwechseln, so dass sie nachhaltiger sättigen.

3. Essen macht glücklich

Die dunkle Jahreszeit macht nicht nur müde, sondern beeinflusst auch die Laune. Wenn es dann noch tagelang regnet und sich die Sonne nur selten blicken lässt, ist die Stimmung schnell mal im Keller. Dafür scheint es einen Grund zu geben, denn ein Mangel an Sonnenlicht wird mit einer geringeren Produktion des sogenannten Glückshormons Serotonin in Verbindung gebracht.

Was das nun mit einem gesteigerten Appetit im Winter zu tun hat? Nun, Essen kann die Laune heben und das kann bei Winter-Blues durchaus gelegen kommen. Gerade Zucker, Süßigkeiten und Kuchen führen bei vielen Menschen zu Glücksgefühlen, sodass gerade im Winter ein Heißhunger darauf entstehen kann.

Doch es gibt noch eine bessere Möglichkeit, die Laune in den dunklen und nassen Monaten zu heben: tryptophanreiche Lebensmittel. Tryptophan ist ein Eiweißbaustein, aus dem unser Körper Serotonin bildet. Und vielleicht freut es Sie, zu hören, dass auch Schokolade zu den tryptophanreichen Lebensmitteln zählt, die Serotonin erhöhen – allerdings vor allem dunkle Schokolade.

Fazit

Nicht nur appetitlich duftende Mahlzeiten und verführerisch aussehende Winterleckereien regen in der kalten Jahreszeit den Appetit an und können dazu führen, dass wir zunehmen. Auch die simplen körpereigenen Bedürfnisse nach Wärme, Energie und auch Glücksgefühlen sorgen dafür, dass wir im Winter hungriger sind. Eigentlich sehr nachvollziehbar, wenn man es so betrachtet, oder was meinen Sie?

Entdecken Sie wohltuende Winterrezepte und Tipps für die kalte Jahreszeit auf unserer Winter-Themenseite. Und wenn Sie auf der Suche nach wärmenden Suppen-Rezepten sind, werden Sie auf unserer Themenseite Suppe fündig.

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