28.02.2020 - 13:57

Eiweiß mal anders! Hanfprotein: Die pflanzliche Eiweißquelle

Proteinreiches Nährstoffwunder: Hanfprotein ist eine richtige Eiweißbombe und liefert darüber hinaus gesunde Fette, wertvolle Ballaststoffe und zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe.

Foto: Shutterstock/New Africa

Proteinreiches Nährstoffwunder: Hanfprotein ist eine richtige Eiweißbombe und liefert darüber hinaus gesunde Fette, wertvolle Ballaststoffe und zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe.

Es müssen nicht immer Fleisch und Eier sein, denn auch die Pflanzenwelt bietet wertvolle Eiweißquellen. So zum Beispiel Hanfprotein, das wir Ihnen hier vorstellen.

Der Low-Carb-Trend ist sicher nicht ganz unschuldig daran, dass bei vielen ein Fokus in Richtung eiweißreicher Nahrungsmittel stattgefunden hat. Doch anstatt zu großen Mengen an tierischen Produkte, wie Fleisch, Eier und Milchprodukte, zu greifen, kann es sinnvoll sein, einen Blick in die Welt der alternativen pflanzlichen Proteinquellen zu werfen. Hier bietet beispielsweise Hanfprotein eine gute Alternative zu Eiern und Co. Wir stellen Ihnen das pflanzliche Eiweiß vor und erklären, was es so besonders macht.

Was ist Hanfprotein?

Hanfprotein wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und ist in Pulverform erhältlich. Dabei müssen Sie sich jedoch um eine berauschende Wirkung keine Sorgen machen. Denn das pflanzliche Protein wird aus Nutzhanf hergestellt und hat daher nur sehr kleine, unbedeutende Mengen an der psychoaktiven Substanz THC (Tetrahydrocannabinol).

Hanfprotein besteht zu 50 % aus Eiweiß. Hinzu kommen wertvolle Ballaststoffen, überwiegend ungesättigte Fettsäuren, eine geringe Menge an Kohlenhydrate sowie Vitamine und Mineralstoffe.

Hanfprotein: Eine besondere Eiweißquelle

Hanfprotein ist bisher vor allem bei Sportlern sowie Vegetariern und Veganern bekannt. Die pflanzliche Eiweißquelle gilt als vollständiges Eiweiß, da sie alle neun essentiellen Aminosäuren enthält. Dabei handelt es sich um jene Eiweißbausteine, die unser Körper nicht selbst herstellen kann und die daher über die Nahrung zugeführt werden müssen. Während tierisches Eiweiß immer alle essentiellen Aminosäuren enthält, ist dies in der Pflanzenwelt nicht ganz üblich. Das macht Hanfprotein zu einer besonderen Eiweißquelle.

So kommt Hanfprotein Gesundheit und Gewicht zugute

Als wertvolle Eiweißquelle liefert Hanfprotein natürlich die Vorteile, die eiweißreiche Nahrungsmittel ansonsten so mit sich bringen. Eiweiß ist grundsätzlich gesund und wichtig für unseren Körper, da Aminosäuren (Eiweißbausteine) an diversen Körperstrukturen, Funktionen und Prozessen beteiligt sind. Außerdem unterstützen Sie den Muskelaufbau und halten länger satt, was Figur und Gewicht zugute kommen kann.

Neben dem vollständigen Eiweißprofil, enthält Hanfprotein außerdem die essentiellen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 enthält – genau, auch diese kann der Körper nicht selbst herstellen. Während in der modernen Ernährungsweise meist ein viel zu hoher Anteil an Omega-6-Fettsäuren und zu geringer an Omega-3-Fettsäuren herrscht, was Entzündungen im Körper verstärken kann, so enthält Hanfprotein die Fettsäuren im optimalen Verhältnis. Das wiederum kann sich positiv auf Entzündungen im Körper auswirken. Omega-3-Fettsäuren wirken unter anderem antioxidativ und entzündungshemmend. Auch in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Bluthochdruck, das Immunsystem und den Cholesterinspiegel wird Omega-3 eine positive Wirkung nachgesagt.

Hinzu kommt, dass Hanfprotein wertvolle Ballaststoffe enthält, die der Darmgesundheit und Verdauung zugute kommen. Gleichzeitig sorgen diese pflanzlichen Faserstoffe dafür, dass Blutzuckerschwankungen reduziert werden und auch die Sättigung länger anhält. Natürlich kann dies auch beim Abnehmen unterstützen.

Vorsicht: In diesem Fall sollten Sie nicht zu Hanfprotein greifen

Wenn Sie sich insgesamt sehr eiweißreich ernähren, wie beispielsweise mit viel Fleisch und Wurstwaren, Milchprodukten und Eiern, so sollten Sie Hanfprotein nicht auch noch zusätzlich einnehmen! Denn eine zu große Menge an Proteinen auf Dauer, kann unter anderem die Nieren und Leber belasten. Als Richtlinie hilft: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt in etwa 0,8 Gramm Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht. Sehen Sie Hanfprotein in diesem Fall als Alternative zu tierischem Eiweiß anstatt als weitere Ergänzung.

Wenn Sie aufgrund einer pflanzenüberschüssigen Ernährung eher wenig Proteine zu sich nehmen, kann Hanfprotein eine gute Ergänzung zur Ernährung darstellen. Auch bei viel Sport oder im Alter kann eine Ergänzung sinnvoll sein.

Fazit zu Hanfprotein

Hanf gewinnt generell an immer mehr Bekanntheit, nicht zuletzt aufgrund der Legalisierung von Cannabis bei bestimmten Krankheiten oder auch dem Hype rund um CBD Öl – welches als richtiges Wundermittel vermarktet wird – sowie der zunehmenden Beliebtheit von Hanföl.

Das Besondere an Hanfprotein ist, dass es als vollständig gilt, da es alle neun essentiellen Aminosäuren (Eiweißbausteine) enthält, was in der Pflanzenwelt nicht allzu oft vorkommt. Gleichzeitig liefert es wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe sowie wichtige Nährstoffe. Damit stellt es eine gute Ergänzung zur Ernährung dar und kommt grundsätzlich der Gesundheit und auch dem Gewicht zugute. Allerdings ist dabei natürlich immer auch eine insgesamt gesunde und ausgewogene Ernährungsweise wichtig.

Mehr über eine pflanzenüberschüssige Ernährungsweise finden Sie auf unseren Themenseiten Vegetarisch und Vegan.

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