07.05.2019

Typgerechte Ernährung Ektomorph, mesomorph, endomorph: Welcher Körpertyp sind Sie?

Die Bestimmung des eigenen Körpertypen kann helfen, die passende Ernährungs- und Trainingsweise zu finden.

Foto: iStock/Wavebreakmedia

Die Bestimmung des eigenen Körpertypen kann helfen, die passende Ernährungs- und Trainingsweise zu finden.

Wenn Sie Ihren Körpertyp bestimmen, können Sie daraus ableiten, welche Ernährungs- und Trainingsweise zu Ihnen passt. Lesen Sie auch, was Sie dabei beachten sollten.

Können uns unsere Figur und unser Körperbau über die Art und Weise Aufschluss geben, wie wir uns ernähren und welche Art von Sport wir machen sollten? Gemäß dem Ansatz der Körpertypen ja. Bei der Theorie, die bereits in den 1940ern von dem US-Amerikaner William Sheldon entwickelt wurde, wird zwischen drei Körpertypen unterschieden: ektomorph, mesomorph und endomorph. Darauf basierend gibt es je Typ Ernährungs- als auch Trainingsempfehlungen, weswegen der Ansatz vor allem im Fitness- und Sportbereich Anklang findet. Auch Ihnen kann die Bestimmung Ihres Körpertypen grundsätzlich helfen, Ihre Ernährungs- und Trainingsbedürfnisse besser einzuschätzen.

Wie Sie Ihren Körpertypen bestimmen und wie die jeweiligen Ernährungs- und Trainingsempfehlungen aussehen, erfahren Sie hier.

Ektomorph, mesomorph oder endomorph? So bestimmen Sie Ihren Körpertyp

Die Einteilung in nur drei Körpertypen – ektomorph, mesomorph und endomorph - ist generell sehr vereinfacht und meist nicht eindeutig. Wahrscheinlich werden auch Sie sich in mehr als einer Kategorie wiederfinden.

Dennoch: auch wenn die Theorie mitunter als überholt gilt, kann Ihnen das Bestimmen Ihres Körpertypen grundsätzlich eine Hilfestellung bieten, die für Sie passende Ernährungs- und Trainingsweise zu finden (ohne dass Sie sich davon zu sehr leiten lassen sollten). Ob Sie nun eher ektomorph, mesomorph oder endomorph sind, können Sie anhand des folgenden Bildes sowie der Merkmale, der einzelnen Typen, die Sie weiter unten finden, einschätzen:

Körpertyp Ektomorph: Merkmale, Ernährung und Training

Ektomorphe Typen haben eine sehr schlanke Statur. Sie zeichnen sich vor allem durch dünne Gliedmaßen und wenig Körperfett aus. Es sind solche Menschen, die häufig beneidet werden, weil sie aufgrund Ihres hohen Stoffwechsels gefühlt alles essen können, ohne dabei auch nur ein Gramm zuzunehmen. Allerdings ist es für die ektomorphen Typen meist schwer, Muskeln aufzubauen. Das zeichnet die ektomorphen Typen aus:

  • Schmale Schultern und Hüften
  • Lange und dünne Gliedmaßen
  • Sehr wenig Körperfett
  • Wenig Rundungen
  • Schneller Stoffwechsel
  • Probleme beim Muskelaufbau und Zunehmen

Eben weil der Stoffwechsel der ektomorphen Typen sehr schnell ist und sie viel Energie verbrauchen, ist es für sie wichtig, durch ausreichendes Essen auf ihren Energiebedarf oder darüber zu kommen, um nicht noch mehr abzunehmen. Kohlenhydrate werden problemlos vertragen und dürfen durchaus einen großen Anteil der Ernährung ausmachen. Auch gesunde Fette und Öle liefern Kalorien, und Proteine helfen dabei, Muskeln zu erhalten oder aufzubauen. Bei all dem sollten sie auf hochwertige und nährstoffreiche Lebensmittel achten. Fast Food, Junk Food sowie andere Lebensmittel, die leere Kalorien enthalten, sollten sie möglichst meiden.

Was das Training betrifft, so wird den ektomorphen Typen vor allem Krafttraining zum Muskelaufbau empfohlen – ruhig mehrmals pro Woche. Ausdauertraining wiederum verbrennt bei diesen Körpertypen oftmals unnötig Kalorien, wobei es trotzdem für die Gesundheit wichtig ist. Bei Ausdauertraining sollten sie daher insbesondere auf eine ausreichende Kalorienzufuhr und auch Regenerationszeit achten.

Körpertyp Mesomproh: Merkmale, Ernährung und Training

Die mesomorphen Körpertypen zeichnen sich meist durch eine beneidenswerte Figur aus. Rundungen sind da, aber nicht zu viele, und der Körper erscheint straff und definiert. Mesomorphe Typen bauen schnell Muskeln auf und können schnell Fett verlieren. Das sind die Merkmale:

  • Athletisch wirkender Körperbau
  • Schneller Muskelaufbau
  • Definierte Figur - Sanduhr-Form bei Frauen, V-Form bei Männern
  • Relativ geringer Körperfettanteil

Aufgrund dieser Mischung wird den mesomorphen Typen eine relativ ausgewogene Ernährungsweise empfohlen. Sowohl Kohlenhydrate, Eiweiß als auch Fett können von ihnen grundsätzlich gut vertragen werden. Dennoch können sie bei einem Kalorienüberschuss auf Dauer zunehmen, sodass es wichtig ist, dass sie hier auf Ihren individuellen Energiebedarf achten.

Was das Training dieser Mischtypen betrifft, so soll eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining ideal sein. So wird der Körperfettanteil gering gehalten und durch den Aufbau von Muskeln die Figur gestrafft.

Körpertyp Endomorph: Merkmale, Ernährung und Training

Der endomorphe Typ zeichnet sich durch eine weiche Figur mit Rundungen aus. Menschen mit diesem Körpertyp können schnell Muskeln aufbauen, aber auch Fett ansetzen und eher schwerer abnehmen. Das zeichnet den Körpertyp aus:

  • Hoher Körperfettanteil
  • Eher rundere Figur
  • Langsamer Stoffwechsel
  • Probleme beim Abnehmen

Von den drei Körpertypen muss der endomorphe Typ am meisten auf die Ernährung und Kalorienmenge achten, um die Figur zu halten. Vor allem Kohlenhydrate können schnell ansetzen, weswegen diese vor allem komplex sein sollten – Vollkornprodukte, Pseudogetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse. Diesen Körpertypen sollte es leichter fallen, die Figur beizubehalten oder abzunehmen, wenn die Ernährung eiweißreich ist. Wobei sie hier natürlich auch auf ihre individuelle Bekömmlichkeit achten sollten. Ein leichtes Kaloriendefizit kann ebenfalls beim Abnehmen helfen.

Das Training der endomorphen Typen darf aus Sportarten bestehen, die beim Abnehmen helfen. Gerade Ausdauersport hilft dabei, Kalorien und Fett zu verbrennen. Doch auch Krafttraining ist für diese Körpertypen wichtig, damit Muskeln aufgebaut werden. Diese verbrennen nämlich zusätzlich Energie und sorgen für eine straffe Figur.

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Fazit: Körpertypen sind mehr ein Kompass als ein striktes Regelwerk

Wahrscheinlich haben Sie sich in ein bis zwei der Körpertypen wiedergefunden. Dennoch ist die Einteilung in ektomorph, mesomorph und endomorph nicht immer eindeutig – und natürlich kommt hinzu, dass jeder Mensch und Körper letztlich anders ist.

Sehen Sie die Körpertypen daher eher als eine Art Kompass, der Sie unterstützen kann, die zu Ihnen passende Ernährungs- und Trainingsweise zu finden, anstatt sich streng an die jeweiligen Empfehlungen zu halten. Letztlich ist die passendste Ernährungs- und Trainingsweise die, mit der Sie sich wohl fühlen und die Sie problemlos auf Dauer durchführen können.

Mehr über Sport und Training finden Sie auf unserer Themenseite "Sport und Fitness: Bleiben Sie geschmeidig!" , und auf unserer Themenseite Diäten gibt's Artikel rund ums Abnehmen.

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