31.05.2018

Weniger Schweiß Ernährung gegen Schwitzen: Diese Lebensmittel können helfen

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Mit der richtigen Ernährung geraten Sie nicht ins Schwitzen!

Foto: iStock/TakakoWatanabe

Mit der richtigen Ernährung geraten Sie nicht ins Schwitzen!

Wer stark schwitzt, kann dem Schweiß mit der richtigen Ernährung entgegenwirken. Welche Lebensmittel helfen können, erfahren Sie hier.

Zunächst einmal: Schwitzen ist natürlich und gesund. Der Körper schützt sich mit der Verdunstungskälte des Schweißes auf der Haut gegen Überhitzung. Manchmal meint es der Körper aber etwas zu gut mit uns. Wenn im Sommer die Kleidung am Körper klebt, ist das nicht nur unangenehm. Extreme Schweißausbrüche können auch als peinlich empfunden werden. Manchen Menschen stehen zudem leider von Natur aus besonders schnell die Schweißperlen auf der Stirn. Zum Glück bietet die Ernährung eine Chance, dem Schwitzen Einhalt zu gebieten.

Ernährung gegen Schwitzen: Zutaten im Überblick

Diese Lösung liegt eigentlich auf der Hand. Schließlich kennt jedermann die schweißtreibende Wirkung einiger Lebensmittel. Vor allem scharfes Essen ist dafür bekannt. Die pikanten Zutaten führen dazu, dass sich die Gefäße erweitern und das Herz schneller schlägt. Die Folge: Schweißausbrüche. Wenn Speisen mit viel Schärfe uns ins Schwitzen bringen können, ist es nur folgerichtig, dass andere Zutaten den entgegengesetzten Effekt zeigen.

Die folgenden Lebensmittel sind für ihre schweißhemmende Wirkung bekannt und lassen sich leicht in Ihre Ernährung integrieren.

1. Joghurt

Interessanterweise sind es oft gerade Länder mit einer Vorliebe für sehr scharfe Speisen, die zugleich den Weg zu schweißhemmenden Gerichten weisen. In Indien etwa werden zum pikanten Curry gern Dips oder Getränke aus Joghurt gereicht. Die Kombination hat Methode: Die scharfen Zutaten im Hauptgericht führen zu Schweiß, der wiederum den Körper abkühlt. Das Schärfegefühl im Mund lässt sich durch Joghurt mindern. Joghurt und andere gesäuerte Milchprodukte zählen darüber hinaus generell zu den Lebensmitteln, die den Körper von innen kühlen.

2. Salbei

Salbei ist eine adstringierende Substanz. Er wirkt unter anderem austrocknend. Adstringierende Stoffe kommen in schweißhemmenden Deodorants zum Einsatz. Auch bei der inneren Anwendung entfaltet Salbei diese Eigenschaft. Eine Portion Saltimbocca wird zwar vermutlich noch keine spürbare Wirkung zeigen.

Stattdessen ist Salbeitee im Sommer das perfekte Erfrischungsgetränk. Er wird am besten lauwarm oder bei Zimmertemperatur getrunken. Eiskalte Getränke aus dem Kühlschrank verhelfen zwar zum umgehenden Frischekick. Allerdings lösen sie im Körper eine Gegenreaktion aus und sorgen erst recht für Schweißbildung. Salbei hat noch einen netten Nebeneffekt: Er enthält entzündungshemmende Substanzen. Damit hemmt er auch die Bildung geruchsfördernder Bakterien und beugt Schweißgeruch vor. Aber Achtung: Salbeitee sollte nicht in rauen Mengen und nicht über einen längeren Zeitraum hinweg konsumiert werden. Er enthält Stoffe, die Nerven und Organe schädigen können.

3. Pfefferminztee

Es ist kein Zufall, dass Pfefferminztee in Nordafrika und auf der arabischen Halbinsel ein so beliebtes Getränk ist. Die ätherischen Öle in dem Kraut wirken besonders kühlend. Kräutertees sorgen im Sommer für Abwechslung und können auf diese Weise dabei helfen, genug zu trinken. Schließlich muss in der heißen Jahreszeit der zusätzliche Wasserverlust durch normales Schwitzen ausgeglichen werden. Außerdem "verwässert" viel Trinken den Schweiß, er riecht auf diese Weise weniger intensiv.

4. Ingwer

Neben sommerlicher Hitze können auch Stress und Nervosität zum Schwitzen führen. Steht bei Ihnen im Hochsommer eine Prüfung oder eine andere nervenaufreibende Aufgabe an, hilft womöglich eine Tasse Ingwertee. Das Wundermittel Ingwer entspannt und wärmt, wirkt zugleich aber auch schweißhemmend.

5. Zitrone

Auch Zitrusfrüchten wird eine kühlende Wirkung auf den Organismus nachgesagt. Insbesondere Zitronen sollen im Kampf gegen starkes Schwitzen helfen. Eine Scheibe Zitrone verleiht Mineralwasser einen frischen Geschmack oder peppt den Tee auf.

6. Leichte Kost

Oft sorgen beim Essen im Sommer nicht nur bestimmte Zutaten für Schweißausbrüche. Schwere bzw. schwer verdauliche Speisen belasten den Stoffwechsel. Der arbeitet wegen der hohen Außentemperaturen ohnehin bereits auf Hochtouren. Leichte Speisen sind daher im Sommer eine gute Strategie gegen starkes Schwitzen. Anstelle von Bratwurst und Schweinshaxe sind dann lieber Fisch, Reis und Salat angesagt. Das mächtige Sahneeis – auch wegen der Kälte ein Schweißtreiber – wird lieber durch eine große Scheibe Wassermelone ersetzt. Mehrere kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten entlasten den Körper zusätzlich.

Wenn Sie dann noch den dank Koffein schweißauslösenden, heißen Kaffee weglassen, kann der Hochsommer kommen! Und wenn das alles noch nicht reichen soll, lesen Sie hier 7 Hausmittel gegen das Schwitzen.

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