04.05.2018

Essen wie Popeye Spinat: 6 Gründe warum er gesund ist – und einer warum nicht

Lesen Sie, was Spinat so gesund macht und was eben auch nicht.

Foto: iStock/knape

Lesen Sie, was Spinat so gesund macht und was eben auch nicht.

Spinat steckt voller gesunder Inhaltsstoffe, macht stark und wach. Es gibt jedoch auch einen Grund, der gegen Spinat spricht. Wie gesund ist das grüne Blattgemüse nun wirklich?

Spinat verlieh Popeye unglaubliche Kräfte und Popeye hat Spinat zum Inbegriff von Stärke und Vitalität gemacht. Spinat belebt, Spinat macht stark, Spinat gibt Kraft. Und tatsächlich: Spinat ist gesund und nährstoffreich! Das grüne Blattgemüse liefert wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Vitamin C, Folsäure und zahlreiche Antioxidantien. Es gibt jedoch auch einen Inhaltsstoff, der gegen den Verzehr von Spinat spricht.

Erfahren Sie in dieser Übersicht die sechs wichtigsten Gründe mehr Spinat zu essen und erfahren Sie, in welchen Fällen Sie das grüne Blattgemüse besser meiden sollten.

Spinat: Darum ist er gesund

Grund 1: Spinat macht stark

Spinat verleiht Popeye nicht ohne Grund sagenhafte Kräfte und lässt seine Muskeln wachsen. Denn tatsächlich unterstützen die grünen Blätter den Muskelaufbau. Grund dafür soll das in Spinat enthaltene Nitrat sein, wie Forscher heraus fanden. Aber keine Sorge, Spinat macht Sie nicht gleich zum Muskelprotz, dafür müssten Sie schon täglich große Mengen vertilgen. Dennoch kann der regelmäßige Verzehr zur Stärkung der Muskeln beitragen, was gerade bei Muskelerkrankungen oder Muskelschwäche im Alter von Vorteil ist.

Grund 2: Spinat macht wach

Spinat belebt, macht wach und kann bei Müdigkeit helfen. Diese Wirkung ist dem in Spinat enthaltenen Eisen zuzuschreiben, welches unter anderem für die Sauerstoffversorgung unseres Körpers wesentlich ist und damit zur Energiebilanz beiträgt. Zwar enthält Spinat weniger Eisen als lange Zeit gedacht – statt 35 Milligramm auf 100 Gramm "nur" ca. 2,7 Milligramm. Und dennoch macht dieser Gehalt Spinat zu einer relevanten Eisenquelle. Gleichzeitig enthält Spinat Vitamin C, welches die Eisenaufnahme im Körper unterstützt.

Grund 3: Antioxidantien aus Spinat helfen gegen Alterung und Krebs

Spinat ist reich an Vitamin C und anderen Antioxidantien, die unsere Zellen unter anderem vor freien Radikalen schützen. Zu große Mengen freier Radikale im Körper können den Alterungsprozess beschleunigen und Krebsbildung begünstigen. Antioxidantien, wie sie in Spinat vorkommen, neutralisieren freie Radikale. Ein guter Grund also, um mehr Spinat zu essen! Das in Spinat enthaltene Vitamin C unterstützt außerdem unser Immunsystem.

Die gesundheitsfördernden Nährstoffe von Spinat können Sie auch mit einem köstlichen grünen Smoothie mit Spinat aufnehmen.

Sie fragen sich, was Antioxidantien eigentlich sind? Sie erfahren es im Video:

Natürlicher Sonnenschutz von innen durch diese Ernährung

Grund 4: Spinat wirkt blutdrucksenkend

Die in Spinat enthaltenen Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Folsäure wirken positiv auf den Blutdruck und schützen daher auch vor lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Bluthochdruck darf das Blattgemüse also durchaus öfter auf dem Speiseplan stehen.

Grund 5: Spinat schützt die Augen

Spinat enthält größere Mengen Beta-Carotin welches der Körper in Vitamin A wandelt. Vitamin A ist wichtig für die Gesundheit unserer Augen und schützt sie unter anderem vor Nachtblindheit und freien Radikalen. Hinzu kommt das in Spinat enthaltene Lutein, das ebenfalls freie Radikale bindet, einer Makuladegeneration vorbeugen und unsere Sehkraft stärken soll.

Grund 6: Spinat unterstützt beim Abnehmen

Auch für die schlanke Linie bietet es sich an, mehr Spinat in die Ernährung einzubauen. Das grüne Blattgemüse ist kalorienarm – auf 100 Gramm kommen 23 Kilokalorien – und "Low Carb", also kohlenhydratarm. Spinat enthält nur etwa 1,4 Gramm Kohlenhydrate je 100 Gramm und ist damit für Low-Carb-Diäten gut geeignet. Aufgrund seines Nährstoffreichtums kann Spinat außerdem vor Heißhunger schützen.

Viele Ratgeber sowie abwechslungsreiche Rezepte rund um die Low Carb-Ernährung finden Sie auf unserer umfangreichen Themenseite.

Das spricht dagegen: Spinat ist ein Calciumräuber

Nun kennen Sie zahlreiche gute Gründe, warum Spinat so gesund ist und Sie mehr davon essen sollten. Es gibt jedoch auch einen Grund gegen den Verzehr: die in Spinat enthaltene Oxalsäure.

Oxalsäure wird nicht von jedermann gut vertragen. Außerdem bindet sie Calcium. Zu große Mengen Oxalsäure können zu richtigen Calciumräubern werden. Der Mineralstoff ist somit für Knochen und Zähne nicht mehr verfügbar. Menschen mit Osteoporose, Kochenschwäche, Arthritis oder auch Karies sollten besser nicht zu Spinat greifen.

Tipp: Essen Sie Spinat am besten mit calciumhaltigen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Milchprodukte. Die in Spinat enthaltene Oxalsäure bindet sich an das Calcium der Nahrungsmittel und soll auf das körpereigene Cacluim weniger Effekt haben. Auch das Kochen von Spinat mindert den Oxalsäuregehalt. Schütten Sie allerdings das Kochwasser unbedingt weg.

Fazit: Positive Wirkung von Spinat überwiegt

Auch wenn die in Spinat enthaltene Oxalsäure ein klarer Grund gegen Spinat ist: Wenn Sie nicht gerade an Knochenschäche oder Osteoporose leiden, so überwiegen die guten Gründe, um mehr von dem grünen Blattgemüse zu essen. Und wer weiß, vielleicht verleiht Spinat Ihnen ja doch ungeahnte Kräfte, wie einst Popeye.

Sie haben sich davon überzeugt, wie gesund Spinat tatsächlich ist? Entdecken Sie bei uns eine große Auswahl an Spinat-Rezepten für jeden Geschmack.

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