22.12.2017

So geht's ganz einfach Low-Carb: 5 Tipps für Einsteiger

Alle an einem Tisch. Es fehlen nur noch die Torten. Von

Low-Carb schmeckt auch dem Rest der Familie.

Foto: iStock/kupicoo

Low-Carb schmeckt auch dem Rest der Familie.

Aller Anfang ist schwer? Nicht mit diesem Tipps für Low-Carb-Einsteiger. Sie helfen Ihnen in der ersten Woche, die Umstellung auf eine kohlenhydratreduzierte Ernährung zu meistern.

Wohlfühlen ist bei Low-Carb besonders wichtig. Der Ernährungsstil, der weitgehend auf Kohlenhydrate verzichtet, ist mehr eine Lebensart als eine Diät. Auch das hat die Ernährungsumstellung in den vergangenen Jahren so beliebt gemacht. Anstelle von Hunger und strengen Regeln setzt Low-Carb auf ein grundlegendes Umdenken, das Genuss und Schlemmen weiterhin erlaubt. Der Umstieg kann allerdings zur Herausforderung werden. Die erste Woche ist für einen dauerhaften Erfolg deshalb besonders wichtig. Diese Low-Carb-Tipps helfen Ihnen beim Einstieg in die neue Ernährung.

Low-Carb-Tipp 1: Ein guter Start

Das Motto der ersten Woche lautet: Immer mit der Ruhe. Hoher Erwartungsdruck (vor allem von einem selbst) ist einer der Gründe, warum die meisten Abnehmpläne scheitern. Drei mehr oder minder aufwendige Rezepte täglich kochen? Für die meisten ist das einfach unrealistisch. Die erste Woche kann daher als sanfter Übergang verstanden werden, der in erster Linie dem Umdenken dient. Kohlenhydrate sind nicht schlagartig tabu – das ist ja auch gar nicht Sinn und Zweck von Low-Carb. Hier geht es vor allem darum, "schlechten" Zucker zu reduzieren, der schnell wieder zu Heißhunger führt.

Für viele Anfänger ist das Frühstück bei Low-Carb mit vielen Fragezeichen versehen. Kein Brot, keine Brötchen – wie soll das gehen? Gute Rezepte helfen hier dabei, zu zeigen: Low-Carb ist richtig lecker, einfach zuzubereiten und macht schön satt. Beste Beispiele dafür sind die (neuen) Klassiker Porridge und Bircher Müsli.

Low-Carb-Tipp 2: Süß und gleichzeitig egsund

Versuchung ist bei der Umstellung der Ernährung ein ständiger Feind. Da kann es helfen, besonders "gefährliche" Lebensmittel zu eliminieren oder auf das Nötigste zu beschränken. Nudeln und Reis werden vor dem Low-Carb-Beginn aufgebraucht oder verschenkt. Dasselbe gilt für Schokolade oder Fertig-Muffins. Nie wieder Kuchen? Quatsch, so will ja kein Mensch leben.

Zum Glück gibt es selbst bei strikter Low-Carb-Ernährung tolle Rezepte, die Weizenmehl und Kristallzucker durch gesündere Zutaten ersetzen. Zum Beispiel bei diesen Low-Carb-Muffins und Low-Carb-Kuchen.

Low-Carb-Tipp 3: Gesunde Durstlöscher

Wenn bislang Limonade und Fruchtsäfte fest zum Alltag gehörten, fällt die Umstellung auf Low-Carb zu Beginn besonders schwer. Schließlich stehen diese zuckerhaltigen Getränke ganz oben auf der Streichliste. Schorlen oder Light-Versionen können in der Übergangszeit helfen. Am besten aber ist es, die Geschmacksknospen ganz von der ständigen Süße zu entwöhnen. Aroma-Wasser mit Zutaten wie Zitrone, Minze, Gurke, Apfel oder Grapefruit bietet Abwechslung, wenn Mineralwasser oder Kräutertee auf Dauer zu langweilig werden. Das aromatisierte Wasser ist auch ein super Durstlöscher nach dem Sport. Es hilft natürlich ebenfalls bei einem insgesamt gesünderen Lebenswandel.

Low-Carb-Tipp 4: Low-Carb für die ganze Familie

Die schönsten Abnehmpläne sind spätestens dann gern zum Scheitern verurteilt, wenn der Partner oder die Kinder die neue Diätkost verächtlich zur Seite schieben. Denn wer will schon auf Dauer bei jeder Mahlzeit mehrere Gerichte kochen? Low-Carb ist da perfekt. Denn mit einigen Tricks fällt dem Rest der Familie gar nicht auf, dass hier "verzichtet" wurde.

Deftige Gerichte sind zwar nicht immer unbedingt sonderlich kalorienarm. Sie helfen aber in der ersten Woche dabei, Low-Carb als echte Alternative zum bisher gewohnten Speisplan anzunehmen. Denn wer denkt bei würzigem Hackfleisch-Auflauf mit Blumenkohl schon an Diät? Vielseitige Gerichte sind in den ersten fünf Tagen ebenfalls eine gute Strategie, um einer anfänglichen Überforderung durch viele neue Rezepte entgegenzuwirken. So lassen sich Zucchini-Möhren-Puffer mit Quark und Bacon etwa als ein herzhaftes Abendessen genießen und am nächsten Tag auch gut als Mittagessen daheim oder in der Büro-Mikrowelle aufwärmen.

Low-Carb-Tipp 5: Vielfalt für Magen und Seele

Die erste Low-Carb-Woche nähert sich fast dem Ende. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Welche Gerichte oder Zutaten haben Ihnen besonders gut geschmeckt, bei welchen Mahlzeiten hapert es noch? Oft sind es Frühstück und Abendessen, die mit dem weitgehenden Verzicht auf Brot besonders mit lebenslangen Ernährungsweisen brechen. Ausprobieren und auf den Körper hören, sind hier die besten Strategien für langfristigen Erfolg.

Eiweißbrot kann die Sehnsucht nach einer ordentlichen Stulle stillen. Sogar Süßkartoffel-Scheiben lassen sich beim Frühstück belegen!

Anstelle des belegten Brots am Abend können knackige Gemüse-Sticks mit herzhaftem Dip das Hungergefühl vor dem Schlafengehen stillen. Wenn der Heißhunger auf Deftiges besonders zuschlägt, kann auch mal ein Gemüseauflauf mit Spiegelei oder ein Schälchen Chili Con Carne – dem Rest der Familie notfalls auch gern als "pikanter Hack-Bohnen-Eintopf" verkauft – für Befriedigung sorgen.

Fazit: Mit Umdenken zum Erfolg

Die Umstellung auf Low-Carb erfordert etwas Umdenken und Eingewöhnung. Dann aber wird dieser Ernährungsstil so selbstverständlich, dass Ihnen die passenden Rezepte ganz von allein einfallen. Und ja: Weihnachtsplätzchen oder ein Teller Spaghetti sind auch weiterhin ab und zu erlaubt. Bei Low-Carb geht es einfach immer um die richtige Balance aus gesund, unkompliziert und lecker.

Alle Informationen und Rezepte rund um Low Carb Informationen und Rezepte rund um Low Carb finden Sie auf unserer Themenseite.

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