05.10.2017

Weniger Obst und Kartoffeln Die neuen Tipps der deutschen Gesellschaft für Ernährung

Von

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) liefert effektive Empfehlungen für eine gesunde und ausgewogene Lebens- und Ernährungsweise.

Foto: iStock/mediaphotos

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) liefert effektive Empfehlungen für eine gesunde und ausgewogene Lebens- und Ernährungsweise.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt seit Jahrzehnten Ernährungsempfehlungen. Jetzt sind sie wieder überarbeitet worden! Was ist neu? Worauf sollten Verbraucher achten?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beschäftigt sich seit 1953 mit den Themen Gesundheit und Ernährung, fördert Forschung und bietet Fortbildungen an. Das Ziel: eine gesundheitsfördernde Ernährung der ganzen Bevölkerung. Dafür wurden verschiedene Empfehlungen erstellt, darunter die "10 Regeln der DGE".

Sie fassen allgemein und einfach zusammen, was in der täglichen Ernährung wichtig ist. Zuletzt standen die Regeln in der Kritik, etwas angestaubt zu sein. Jetzt wurden sie auf den neuesten Stand gebracht. Wir verraten Ihnen, was Bestand hat und wo am Speiseplan gedreht wurde.

Ernährungstipps der DGE: Das bleibt gleich

Die DGE empfiehlt eine abwechslungsreiche Ernährung mit Fokus auf pflanzliche Lebensmittel, um alle nötigen Nährstoffe zu erhalten.

  • Gemüse ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Empfehlungen und soll fünfmal am Tag in kleinen Portionen verzehrt werden.
  • Bei Salz und Zucker gilt die alte Empfehlung, sparsam zu sein und in der Küche besser kreativ mit Kräutern und Gewürzen zu arbeiten.

>> Flacher Bauch mit Schlank-Gewürzen

Auch an der Zubereitung der Speisen hat sich im Grunde nichts geändert: schonend garen, um die Nährstoffe zu erhalten und schädliche Stoffe durch verbrannte Stellen zu vermeiden. Wichtig ist laut DGE ebenfalls nach wie vor, bewusst und langsam zu genießen sowie ausreichende Bewegung in Form von 30-60 Minuten pro Tag einzubauen.

Viel frisches Obst und Gemüse ist gesund. Oder? Falsch! Es gibt nämlich einige Gemüsesorten und Lebensmittel, die gar nicht so gesund sind:

Ernährungstipps der DGE: Das hat sich geändert

  • Obst: Statt fünf Portionen täglich stehen ab sofort nur noch zwei auf dem Speiseplan. So soll ein Übermaß an Fruchtzucker vermieden werden.
  • Getränke: Dass zuckerhaltige Drinks nicht gesund sind, ist bekannt. Das wird von der DGE nun auch noch deutlicher hervorgehoben. Ebenso geht sie auf das erhöhte Krebsrisiko ein, das durch zu hohen Alkoholkonsum entsteht.

>> Sind Light-Getränke wirklich gefährlich?

  • Getreide- Produkte und Kartoffeln: Zwar werden weiterhin Vollkornprodukte empfohlen, da sie die Ballaststoffzufuhr sichern. Der Zusatz "reichlich" entfällt aber bei den neuen Regeln. Auch die Empfehlung, viele Kartoffeln zu sich zu nehmen, findet sich nicht mehr. Der Grund: Der Mensch braucht komplexe Kohlenhydrate! Doch auch sie können im Überfluss zu Übergewicht führen.
  • Fett: Es liefert viele Kalorien. Wichtiger scheint aber heute, dass es lebensnotwendige Fettsäuren und Vitamin E enthält. Darum wurde die Empfehlung "wenig Fett" gestrichen. Stattdessen rücken pflanzliche Fette noch mehr in den Vordergrund. Gewarnt wird weiterhin vor "versteckten Fetten" in Wurst, Gebäck, Süßwaren, Fast Food und Fertigprodukten.

Die Avocado hat einen hohen Gehalt an gesunden pflanzlichen Fetten. Alles rund um das Superfood finden Sie auf unserer Themenseite.

  • Eier: Nur 2-3 pro Woche durften es bisher sein. Diesen Hinweis gibt es nicht mehr. Denn die aktuelle Forschung zeigt, dass das aufgenommene Nahrungscholesterin den Cholesterinspiegel im Körper nur geringfügig beeinflussen kann.
  • Fleisch: Nach wie vor sollen es nicht mehr als 300-600 g pro Woche sein. Neu ist, dass rotes Fleisch in den Empfehlungen nicht länger als gesundheitlich bedenklicher eingestuft wird als weißes.

>> Rotes oder weißes Fleisch – welches ist gesünder?

  • Milch: Milch und Milchprodukte dürfen nun auch in der Vollfett-Variante genossen werden. Bisher empfahl die DGE immer fettarme Varianten, um Proteine, Calcium und Vitamin B2 aufzunehmen.

Die ausführlichen Infos zu den neuen Empfehlungen der DGE finden Sie unter: http://www.dge.de/presse/pm/10-regeln-der-dge- aktualisiert/

Oder erfragen Sie telefonisch Informationen unter: 0 228/3776-600

Weitere Empfehlungen und Tipps für eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise finden Sie auf unserer umfangreichen Diäten-Themenseite!

Dieser Beitrag erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 39.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen