11.04.2017

Natürlich Nadine Frühstück ja/nein: Wie wichtig ist die 1. Mahlzeit des Tages?

So schön kann ein Frühstück aussehen!

Foto: iStock/Sergeeva

So schön kann ein Frühstück aussehen!

Beim Frühstück scheiden sich die Geister. Finden Sie heraus: Müssen Sie morgens etwas essen oder nicht? Sind Sie überhaupt ein Frühstückstyp?

 

Frühstück ja oder nein? Diese Frage scheint fast so essenziell wie „Sein oder nicht Sein?“. Rund um die erste Mahlzeit des Tages drehen sich die unterschiedlichsten Aussagen und Meinungen. Eine der Berühmtesten ist wohl, dass man frühstücken solle wie ein Kaiser.

Also: Den Tisch voll Leckereien, ein 3-Gang-Menü aus Müsli, Eierspeise und Croissant und den Magen so voll schlagen, wie es eben geht? So voll gefuttert soll man in den Tag starten und dann auch noch Leistung erbringen? Ich glaube, ich müsste mich direkt wieder hinlegen.

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Ist kein Frühstück ungesund?

Dem Frühstück werden zahlreiche positive Eigenschaften zugeschrieben: Es soll den Stoffwechsel anregen, den Blutzuckerspiegel für den Tag beeinflussen, vor Heißhungerattacken schützen, positiv auf das Gewichtsmanagement wirken, Energie für Körper und Gehirn liefern. Und so galt die morgendliche Mahlzeit lange Zeit unumstritten als wichtigste Mahlzeit des Tages und das Auslassen dieser als ungesund.

Und tatsächlich scheint es nicht unsinnig, einen großen Anteil an Kalorien und Nährstoffen am Morgen zu sich zu nehmen. Der Körper hat dann schließlich den ganzen Tag Zeit, diese zu verbrennen und verstoffwechseln.

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Auf der anderen Seite machen sich mittlerweile unterschiedlichste Studien breit, die den Mythos Frühstück entzaubern. Zum Beispiel, sollen Menschen, die das Frühstück ausfallen lassen, nicht unbedingt mehr Kalorien über den Tagesverlauf zu sich nehmen, was man davor glaubte. Auch, dass das Frühstück den Stoffwechsel maßgeblich anregt, konnte in einer Studie nicht bewiesen werden.

Insgesamt zeigen diese Studien, dass das Frühstück nicht zwingend ein Muss ist und dass es nicht ungesund sein muss, nicht zu frühstücken. Wenn Sie morgens einfach nichts runter bekommen und das Frühstück ausfallen lassen, dann ist nämlich auch das vollkommen in Ordnung.

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Entscheiden Sie für sich: Müssen Sie frühstücken oder nicht?

Wie so oft in der Ernährungswelt, gibt es eben auch zum Frühstück die unterschiedlichsten Aussagen und Meinungen. Und so kann das Frühstück für Sie individuell die wichtigste Mahlzeit des Tages sein, es kann aber auch sein, dass Sie die 1. Mahlzeit des Tages nicht nötig oder erst später nötig haben. Das bringt mich ein Mal mehr zum Ergebnis, dass es viel wichtiger ist, auf die körpereigenen Bedürfnisse zu achten, da meiner Meinung nach, nur hier die für Sie richtige Antwort liegt. Also: Brauchen Sie morgens ein Frühstück oder nicht?

Wie eben gesagt, vielleicht ist es bei Ihnen ganz klar, dass Sie morgens einfach nichts essen können. Wenn Sie sich allerdings nicht so sicher sind, dann fragen Sie sich, ob Sie morgens wirklich Hunger haben oder ob Sie aus reiner Gewohnheit oder eben dem Glaube, dass man frühstücken müsse, morgens etwas essen.

Nicht ob, sondern was frühstücken Sie?

Wenn Sie nun für sich festgestellt haben, dass Sie morgens oder im Laufe des Vormittags etwas zu essen brauchen, dann ist es viel wichtiger darauf zu achten, was Sie essen.

Meiden Sie, wenn möglich, das Weißbrot mit Marmelade oder Schokoladenaufstrich, denn es besteht in erster Linie aus einfachen Kohlenhydraten, die den Blutzucker tatsächlich stark ins Schwanken bringen können und zu Heißhungerattacken im Laufe des Tages führen können. Außerdem ist das ein sehr nährstoffarmes Frühstück, dass Ihrem Körper keine Vitamine oder Mineralien liefert.

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Wählen Sie besser gesunde Frühstücksrezepte, wie Müslivarianten mit frischem Obst, wie zum Beispiel Porridge oder Joghurt- oder Quarkspeisen, wie zum Beispiel Quark-Leinöl-Creme. Diese sind nährstoffreich und bringen den Blutzuckerspiegel nicht ins Schwanken. Wenn Sie eher der salzige Typ sind, wählen Sie Eierspeisen, wie Eiermuffins oder auch qualitativ hochwertiges Brot mit Avocado oder selbstgemachten Aufstrich.

Übrigens sollten Sie auch die Menge des Frühstücks beachten. Nehmen Sie das Frühstücks-Sprichwort nicht wortwörtlich und erliegen Sie nicht der kaiserlichen Völlerei am Morgen. Achten Sie auf Ihr ganz individuelles Hunger- und Sättigungsgefühl – vielleicht sind Sie schon mit einer Kleinigkeit zufrieden, vielleicht brauchen Sie eine größere Menge an Nahrung am Morgen.

Frühstücken ja oder nein: Stellen Sie sich diese 3 Frühstücks-Fragen

Zusammengefasst, möchte ich nochmals festhalten, dass das Frühstück – Studien, Aussagen und Meinungen hin oder her – nur so wichtig ist, wie es für Sie und ihren Körper individuell wichtig ist. Stellen Sie sich diese 3 Frühstücks-Fragen, um für sich heraus zu finden, ob Sie frühstücken sollten oder nicht:

  1. Sind Sie ein Frühstückstyp? Das Frühstück ist nicht unbedingt ein Muss und Sie entscheiden für sich selbst, ob Sie die 1. Mahlzeit des Tages wirklich brauchen.
  2. Was essen Sie zum Frühstück? Wenn Sie der Frühstückstyp sind, dann achten Sie auf die Qualität und Zusammensetzung Ihrer morgendlichen Mahlzeit.
  3. Welche Menge an Essen brauchen Sie zum Frühstück? Vielleicht brauchen Sie nur eine Kleinigkeit, vielleicht sollte die 1. Mahlzeit des Tages für Sie üppig ausfallen. Achten Sie auf Ihr Hunger -und Sättigungsgefühl.

Und damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in Ihren Tag!

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