Aktualisiert: 20.06.2019 - 08:00

Ernährungsumstellung Teil 2 Endlich gesünder ernähren: Wollen Sie es wirklich?

Gesünder ernähren: Ja oder nein? Die Frage ist, ob SIE es wirklich wollen. Gehen Sie der Motivation für eine Ernährungsumstellung auf den Grund.

Foto: iStock/skynesher

Gesünder ernähren: Ja oder nein? Die Frage ist, ob SIE es wirklich wollen. Gehen Sie der Motivation für eine Ernährungsumstellung auf den Grund.

Gesund ernähren klingt einfach, aber gelingt selten. Unser Ernährungscoach Nadine Hüttenrauch stellt Ihnen in fünf Schritten einen Plan vor, mit dem die Ernährungsumstellung gelingt.

Wollen Sie auch schon lange Ihre Ernährung umstellen oder endlich eine Diät machen? Haben Sie bereits einen oder mehrere Anläufe gestartet? Haben Sie es nach ein paar Wochen doch wieder aufgegeben? Es ist nie leicht, alte Gewohnheitsmuster zu durchbrechen, deshalb haben wir Ihnen im ersten Teil unserer Serie bereits einleitende Gedanken an die Hand gegeben, wie Sie erfolgreich Ihre Ernährung umstellen.

In diesem 2. von insgesamt 5 Schritten gehen wir einen Schritt weiter und fragen nach der Ernsthaftigkeit der Motivation einer Ernährungsumstellung.

Motivation zur Ernährungsumstellung: Wollen Sie es wirklich?

Wenn Sie sich im 1. der 5 Schritte für eine langfristig erfolgreiche Ernährungsumstellung überhaupt erst einmal einen Überblick über Ihr Essverhalten gemacht und vor allem unbewusste Gewohnheiten aufgedeckt haben. Sollten Sie sich nun im 2. Schritt zwei grundlegende Fragen beantworten:

  1. Will ich mich wirklich, wirklich gesünder ernähren? Oder: Will ich diese Diät wirklich, wirklich machen?
  2. Warum will ich mich gesünder ernähren? Oder: Warum will ich diese Diät machen?

Wichtig: Wo liegt der Ursprung der Motivation

Der anstehende Sommer und der damit verbundene Bikini-Body, die schlanken Models in den Medien, die Kollegin, die gerade eine Saft-Kur macht, der neueste Ernährungstrend, die Fastenzeit, der Jahresbeginn... Es gibt so viele Reize, die uns motivieren wollen, uns gesünder zu ernähren. Wogegen grundsätzlich natürlich nichts spricht. Die Frage ist nur: Wollen Sie sich überhaupt gesünder ernähren? Und zwar wirklich und mit allen Konsequenzen? Ist dem nicht so, dann kann es gut sein, dass Sie sehr schnell sehr kreativ sein werden, Ausreden zu finden und die Ernährungsumstellung nach ein paar Wochen wieder über Bord werfen.

Festzustellen, dass Sie Ihre Ernährung gar nicht verändern wollen oder gar nicht wirklich Diät machen möchten, ist nicht schlimm, sondern ehrlich und wird Sie davon abhalten, frustriert zu sein, weil Sie die Umstellung dann einfach nicht umgesetzt bekommen. Sie gehen in diesem Fall nämlich Ihren eigenen persönlichen Bedürfnissen nach und befolgen nicht das, was man gerade sollte und müsste.

Sie tun es für sich, nicht für andere

Wenn Sie für sich geklärt haben, dass Sie sich wirklich, wirklich gesünder ernähren möchten, dann fragen Sie sich als Zweites: Warum möchte ich mich gesünder ernähren? Oder: Warum möchte ich diese Diät machen?

Weil ich meinem Mann gefallen möchte, weil ich neben meiner Freundin gut aussehen möchte, weil dieser neue Ernährungstrend so vielversprechend klingt, weil sich scheinbar alle anderen gerade gesünder ernähren, weil es mein Arzt empfohlen hat... Argumentationen gibt es viele, doch sind es tatsächlich Ihre eigenen "Gründe"? Wenn nicht, reichen sie nicht immer aus, um ein Essverhalten langfristig zu verändern. Erst Ihr persönliches "Warum", Ihre ganz individuellen Gründe können Ihnen wirklich nachhaltig die Kraft und Motivation geben, am Ball zu bleiben. Auch dann, wenn es mal wieder schwierig ist, im vollen Alltag Zeit für Ihre Ernährung zu schaffen oder die Versuchungen im Rahmen einer Diät zu groß werden.

Was genau solche individuellen Gründe sind, ist natürlich von Person zu Person verschieden. Dennoch gäbe es da ein paar Beispiele:

  • Ich möchte herausfinden, wie es mir mit einer gesünderen Ernährung geht.
  • Ich fühle mich sehr unwohl in meiner Haut und komme durch eine Ernährungsumstellung oder Diät auf mein wirkliches Wunschgewicht und möchte mir selbst besser gefallen.
  • Ich habe Beschwerden und möchte mich durch eine gesündere Ernährung besser fühlen.
  • Ich bin es wirklich satt, mich aufgrund ungesunder Ernährung müde und energielos zu fühlen.

Erkennen Sie sich in einem dieser Punkte wieder? Oder ist Ihnen anhand dieser Beispiele eine andere individuelle Motivation für Ihre Ernährungsumstellung eingefallen?

Sehr gut – schreiben Sie sich die Gründe am besten auf, um sie sich klarer zum machen und sie gleichzeitig nachlesen zu können, wenn Sie ein Motivationsloch haben. Das kann ungemein helfen.

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Unsere Kolumnistin Nadine Hüttenrauch informiert Sie in dieser fünfteiligen Serie, wie Sie Ihre Ernährung umstellen können. In Teil 1 schilderte Sie bereits die Grundlagen, während Sie im zweiten Teil nach der Motivation fragte. Im nächsten Schritt soll der Fokus auf neue, gesunde Ernährungsgewohnheiten gelegt werden, gefolgt von klaren wie auch realistischen Zielsetzungen in Teil 4. Im abschließenden fünften Teil finden sich hilfreiche Tipps für einen dauerhaften Erfolg.

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Alle weiteren Ratgeber über gesunde Ernährung finden Sie auf der Themenseite "Natürlich Nadine".

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