28.03.2017

Gesundheit aus der Natur So macht Sie die Wunderbeere Aronia gesund

Regelmäßiger Genuss von Aroniasaft schützt vor freien Radikalenn, die vermehrt bei Stress, ungesunder Lebensweise, Schlafmangel, Nikotingenuss oder übermäßiger UV-Strahlung gebildet werden.

Foto: iStock/madaland

Regelmäßiger Genuss von Aroniasaft schützt vor freien Radikalenn, die vermehrt bei Stress, ungesunder Lebensweise, Schlafmangel, Nikotingenuss oder übermäßiger UV-Strahlung gebildet werden.

In Russland gelten die vitaminreichen Früchte schon seit jeher als Volksheilmittel. Jetzt hat die moderne Wissenschaft die Aronia-Heilkraft noch mal genauer untersucht

Diese unscheinbare Beere ist ein echter Durchstarter im Gesundheitsmarkt. Als Superfood gepriesen, findet man sie immer öfter als Saft oder Saftbestandteil in Reformhäusern und Drogerien. Dabei ist die Aronia gar keine Beere: Sie gehört zu den Kernobstgewächsen. Ihre ursprüngliche Heimat sind die USA und Kanada. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts begann man dort, das Wildobst zu kultivieren und professionell anzubauen. Über Russland kam die Aronia auch nach Deutschland.

Aronia ist reich an bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffen. Diese bieten eine Reihe gesundheitsfördernder Wirkungen“, weiß Prof. Dr. Michaela Doell, Expertin für Ernährungsmedizin aus Bad Dürkheim. Besonders hervorzuheben sind die Polyphenole. „Sie sind die ,Stars‘ unter den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Sie fördern die Durchblutung, stärken den Körper gegen den Angriff von Bakterien und Viren und unterstützen die körpereigene Tumorüberwachung“, erläutert Prof. Doell.

„Polyphenole sind effiziente Fänger von zellschädigenden freien Radikalen.“ Freie Radikale werden vermehrt bei Stress, ungesunder Lebensweise, Schlafmangel, Nikotingenuss oder übermäßiger UV-Strahlung gebildet. Ein Zuviel an freien Radikalen beschleunigt Alterungsprozesse, kann Zellen schädigen und die Entstehung von Krebs und anderen Krankheiten fördern.

Senkt die Blutzucker-Werte bei Diabetes

Eine Studie der medizinischen Universität von Plovdiv in Bulgarien mit Typ- 2-Diabetikern hat außerdem gezeigt, dass der Genuss von 200 ml eines zuckerarmen Aroniasaftes die Blutzucker-Werte signifikant senken konnte. Experten empfehlen den Saft daher als begleitende Maßnahme einer Diabetes-Therapie . Auch der Cholesterinspiegel der Patienten in der Studie senkte sich.

Schützt das Herz, wehrt Erkältungen ab

Wer regelmäßig Aronia zu sich nimmt, hat elastischere Gefäße - das verbessert den Blutfluss und hilft, den Blutdruck zu senken – aber auch niedrigen Blutdruck stabil zu halten. Außerdem wirken die Früchte Arteriosklerose entgegen, schützen die Gefäße vor einer frühzeitigen Verkalkung. Forscher glauben, dass der hohe Gehalt an Flavonoiden der Grund dafür ist.

Ein weiterer Stoff, den die dunkle Beere reichlich zu bieten hat, ist OPC (oligomere Procyanidine). Hinter diesem Begriff steckt eine Gruppe Bitterstoffe, die entzündungshemmend wirken sollen.

Immunstärkend und vitalisierend

Dank ihres hohen Gehalts an Folsäure, Vitamin K und Vitamin C können Aroniabeeren zudem das Immunsystem dabei unterstützen, Krankheitserreger wie Erkältungsviren besser abzuwehren. Hier setzen auch mit Selen und Zink versetzte Saftpräparate (z. B. Aronia +, Apotheke) an.

An der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg schauten sich Wissenschaftler die in der Aronia enthaltenen Anthocyane und Proanthocyane genauer an. Fazit der Studie: Diese Stoffe haben anti-entzündliche Eigenschaften und halten jung und fit.

Eine polnische Studie konnte zudem zeigen, dass ein regelmäßiger Aronia-Genuss den Blutfluss fördert, blutverdünnend wirkt und das Risiko für Blutgerinnsel verringert. Damit kann es zum Schutz vor Schlaganfällen und Thrombosen dienen. Wer die gesundheitlichen Effekte für sich nutzen möchte, sollte täglich eine Handvoll Beeren als TK-Ware, getrocknet oder ca. 150 ml Saft in seinen Speiseplan einbauen. Expertin Prof. Doell: „Bei getrockneten Beeren ist es wichtig, dass die Beerentrocknung temperaturschonend erfolgt ist. Und einige der angebotenen Säfte sind mit reichlich Zucker oder synthetischen Süßungsmittel versetzt, da der Aroniasaft recht herb schmeckt.“

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