29.12.2016

Internationale Tipps Schlankmacher aus 8 Ländern: Kluge Hausmittel gegen Pfunde

Ramennudelsuppe mit Pilzen, Gemüse, Schweinebauch und Ei

Foto: © StockFood / Fred + Elliott Photography

Ramennudelsuppe mit Pilzen, Gemüse, Schweinebauch und Ei

Was hilft bei Gewichtsproblemen? Diese Antworten aus acht Nationen funktionieren ganz einfach ohne Diät - natürlich auch bei uns!

Japan: Schalen-Trick schrumpft Portionen

Unterschiedliche Gemüsesorten, Reis, Fleisch, Fisch - in Japan kommt alles getrennt auf den Tisch. So wird jede einzelne Zutat besser gewürdigt: Farbe, Duft und Aroma gehen nicht in der Masse unter.

Dadurch entsteht mehr Vielfalt und die hilft tatsächlich beim Abnehmen. „Aus vielen Schälchen essen Versuchspersonen deutlich weniger als aus einer großen Schüssel. Trotzdem sind sie am Ende genauso satt“, erklärt Ernährungswissenschaftler Professor Brian Wansink (USA).

Stellen Sie sich Ihre Mahlzeit am Tisch aus kleinen Schalen zusammen. Am besten essen Sie auch von kleineren Tellern (höchstens 24 cm Durchmesser), denn das erhöht den Kalorienspar-Effekt zusätzlich.

Marokko: Minze erleichtert die Verdauung

Serviert wird der Tee in Marokko nach dem Essen - als besonderes Zeichen der Gastfreundschaft. Gleichzeitig ist dieses Ritual ein kleines Geschenk für die Figur.

Forscher an der Universitäts-Klinik in Maryland (USA) empfehlen Pfefferminze, weil sie die Darmmuskeln entspannt und die Produktion von Gallensaft anregt. Ergebnis: Die Verdauung wird erleichtert, es wandert weniger Fett in die Zellen.

Verzichten Sie auf das Dessert und genießen Sie das frische Tee-Aroma. Für eine Tasse 1 Teebeutel oder 1 EL frisches Kraut mit 200 ml kochendem Wasser überbrühen. Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen.

Frankreich: Senf gleicht Sünden aus

Der berühmteste Senf kommt aus der Stadt Dijon. Hergestellt aus braunen und schwarzen Senfkörnern, die in Saft aus unreifen Trauben oder Wein eingeweicht werden, liefert er eine ganz besondere Schärfe. Damit werden in Frankreich zum Beispiel gern fette Mayonnaisen oder Dressings abgeschmeckt.

Die Schlankwirkung dieser Zutat konnten englische Wissenschaftler an der Universität Oxford beweisen: Die scharfen Inhaltsstoffe (Capsaicin, Senföl) treiben den Stoffwechsel mehrere Stunden um bis zu 25 Prozent an.

Streichen Sie immer Senf statt Butter auf fette Wurst- oder Käsebrote. Im Laborversuch reichte schon ein Teelöffel für den Effekt.

Italien: Morgens Cappuccino macht schlank

Eine Tasse Kaffee mit Milchschaum - das gibt es in dem Land, in dem der Cappuccino erfunden wurde, tatsächlich nur einmal am Tag: zum Frühstück. Danach wird der Espresso pur getrunken. Der liefert anregendes Koffein ganz ohne Kalorien. Den super Effekt für die Figur entdeckten Professoren an der Harvard-Universität (USA): Jedes Tässchen beschleunigt den Stoffwechsel um 16 Prozent. Ohne den Energielieferanten Milch lohnt sich das richtig.

Genießen Sie Milch und Zucker im Kaffee als Extra am Morgen. Danach steigen Sie auf die Null-Kalorien-Variante um. Es muss nicht Espresso sein, auch ein Becher frisch gebrühter schwarzer Kaffee wirkt.

Mexiko: Hibiskus schmilzt Fettzellen

Leicht säuerlicher Tee aus Hibiskus-Blüten ist das mexikanische Lieblings-Getränk im Sommer. Forscher aus Taiwan würden es der ganzen Welt empfehlen - nicht nur im Sommer! Denn nach ihren Untersuchungen mit übergewichtigen Patienten hilft der Tee beim Abnehmen. Seine Pflanzenstoffe schrumpfen vorhandene Fettzellen und bremsen den Aufbau von neuen.

Kochen Sie Hibiskus-Tee am besten auf Vorrat und trinken Sie ihn über den Tag verteilt. Er schmeckt kalt mit Eiswürfeln oder warm mit etwas Honig. Für 1 Liter 4 gehäufte Esslöffel getrocknete Hibiskus-Blüten mit kochendem Wasser überbrühen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.

Brasilien: Superfood als Beilage spart die Diät

Jeden Tag Bohnen? In Brasilien selbstverständlich! Ohne die schwarzen Kerne ist kaum ein Essen vorstellbar und das ist gut so. Denn mit ihren vielen Faserstoffen sind sie ein echtes Superfood und halten den Blutzuckerspiegel stabil. So wird weniger vom Dickmacher-Hormon Insulin produziert und der Körper kann Fett besser abbauen.

Wissenschaftler an der Universität in Toronto (Kanada) konnten beweisen: Wer pro Woche 400 bis 600 Gramm Bohnenkerne isst, nimmt genauso viel ab wie eine Vergleichsgruppe, die in derselben Zeit Diät hält und 3500 Kalorien spart.

Servieren Sie häufiger Hülsenfrüchte als Beilage! Schwarze Bohnen gibt es in vielen Bioläden und Supermärkten. Sie werden über Nacht in Wasser eingeweicht, am nächsten Tag in frischem Wasser mit 1 Lorbeerblatt bissfest (ca. 40 Minuten) oder weich (ca. 60 Minuten) gegart. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen.

Türkei: Petersilie zündet Brennöfen

Auf türkischen Märkten wird Petersilie nicht wie bei uns in kleinen Sträußen verkauft, sondern in riesigen Büscheln. Das Kraut ist zum Beispiel wesentlicher Bestandteil im Bulgur-Salat („Kisir“), aber auch im beliebten Hirtensalat („Coban salatasi“) mit Tomaten, Gurke, Zwiebeln.

Gut! Denn die Schlankkraft der Inhaltsstoffe wurde schon in vielen internationalen Studien bewiesen. Ihr Vitamin C regt die Produktion von Schlank-Hormonen an. Ihr Eisen transportiert Sauerstoff und zündet die Brennöfen in den Zellen. Ihr Kalium entwässert sanft.

Gehen Sie mit Petersilie ab jetzt großzügiger um. Streuen Sie das Kraut nicht schüchtern über den Salat, sondern nehmen Sie es als echte Zutat. Hacken Sie die glatten Blätter nur grob und heben sie dann unter. Petersilie passt nicht nur in grüne Salate, schmeckt auch in Reis- oder Kartoffelsalaten gut.

Schweden: Gerste bremst Appetit

Das Comeback der alten Getreidesorte beginnt mit einer aktuellen Studie aus dem schwedischen Lund. Dort aßen Versuchspersonen zu jeder Mahlzeit Brot mit hohem Gerstenanteil.

Schon nach drei Tagen war der Erfolg messbar: Der Stoffwechsel funktionierte besser, der Blutzucker blieb stabil und der Appetit war deutlich geringer. Gerste wirkt vor allem im Darm, steigert dort die Produktion von guten Bakterien und Schlank-Hormonen.

Lernen Sie das Getreide wieder kennen. Fragen Sie nach Brot mit Gerstenanteil. Weil es allerdings (noch) schwer zu finden ist, empfiehlt Studienleiterin Anne Nilsson Gerste (Graupen) auch als Ersatz für Kartoffeln oder Reis, als Zutat in Salaten oder Suppen.

>> Diäten von Apfelessig bis Zuckeralternativen

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Dieser Artikel erschien ursprünglich in der BILD der FRAU Nr. 38.

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