15.09.2016

AKTUELLE STUDIE Keine Angst vor Zucker: So gesund ist Orangensaft wirklich

Orangensaft ist eine sehr gute Vitamin-C-Quelle und enthält weitere wichtige Vitamine und Nährstoffe.

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Orangensaft ist eine sehr gute Vitamin-C-Quelle und enthält weitere wichtige Vitamine und Nährstoffe.

Trinken Sie regelmäßig Orangensaft? Nein? Das sollten Sie aber vielleicht tun. Eine aktuelle Studie aus Brasilien belegt die positiven Folgen.

 

Galt der Saft vor Jahren aufgrund des hohen Anteils an natürlichem Zucker als Dickmacher, so zeigen jetzt immer mehr Untersuchungen, welche positiven Auswirkungen der Verzehr von Orangensaft auf unseren Körper hat.

Die Forscherinnen Grace Dourado und Thais B. Cesar von der Universität in Sao Paulo untersuchten 21 normalgewichtige und 25 übergewichtige Männer und Frauen. Alle Studienteilnehmer mussten acht Wochen lang täglich 750 Milliliter Orangensaft trinken. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden im Blut der Teilnehmer Biomarker gemessen, die Hinweise auf Stoffwechselerkrankungen und auf Krankheiten geben können. Zudem wurden die Ernährung und die Körperzusammensetzung der Probanden erfasst.

Orangensaft schützt vor chronischen Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen

Der Verzehr von Orangensaft soll laut der Studie gleich mehrere positive Effekte auf die Gesundheit haben. Bei beiden Studiengruppen war nach den acht Wochen ein Rückgang des Gesamtcholesteriens und des schädlichen LDL-Cholesterins erkennbar. Dadurch kann das Risiko für krankhafte Veränderungen der Blutgefäße und für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall gesenkt werden.

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Auch der oxidative Stress wurde reduziert. Bei oxidativen Stress entstehen im Körper freie Radikale, die das Gewebe und die Zellen schädigen können. Oxidativer Stress kann die Immunabwehr beeinträchtigen und die Entstehung von Erkrankungen, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes, begünstigen. Die Ursachen für oxidativen Stress können ganz unterschiedlich sein. Hierzu zählen beispielsweise Umweltbelastungen, UV-Licht oder auch chronische Entzündungen im Körper.

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Gewichtszunahme durch Orangensaft?

Obwohl die Teilnehmer der Studie durch den Orangensaft täglich 340 Kilokalorien zusätzlich aufgenommen haben, hat sich ihr Gewicht nicht verändert. Ein Grund ist die sättigende Wirkung des Saftes. Die Energiezufuhr blieb bei den Studienteilnehmern über den Tag gesehen gleich, sie weniger Kalorien aus anderen Nahrungsmitteln aufnahmen, berichten die Forscherinnen.

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Ist Saft besser als Obst?

Neben der aktuellen Studie aus Brasilien konnten bereits zahlreiche weitere Forschungen positive Auswirkungen des Orangensaftes auf den Körper nachweisen. So soll der regelmäßige Konsum beispielsweise den Blutdruck senken, die Entstehung von Nierensteinen verhindern oder auch die Alterung verzögern können.

Aber: Auch wenn Saft eine positive Wirkung auf den Körper hat, sollte er nicht die Obst- und Gemüse-Portionen ersetzen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse. Ein Glas Saft kann laut DGE zwar eine Obst-Portion ersetzen - trotzdem sollte dies nicht die Norm sein.

Zwar enthalten Fruchtsäfte ebenfalls Vitamine und Kalium, meistens allerdings in geringeren Mengen als die Frucht in ihrer reinen Form. Das gleiche gilt für Ballaststoffe. Diese sind wichtig für den Körper, weil sie die Verdauung anregen und den Blutzuckerspiegel regulieren.

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