25.05.2016

Stiftung Warentest Wie schädlich ist Cola wirklich? Neue Stiftung Warentest Studie

Foto: © istock / t_kimura

Dass Limonaden nicht gesund sind, überrascht nicht. Das Ergebnis der Stiftung Warentest gab aber nur 4 von 29 Cola-Sorten ein gutes Testurteil.

Zu viel Zucker, schadstoffbelastet und andere unerwünschte Inhaltsstoffe: Zu diesem Ergebnis kommt Stiftung Warentest nach einem Test von 29 Cola-Sorten. Lediglich vier erhielten ein positives Testergebnis. Zwei stammen vom Marktführer, zwei vom Discounter. Auffällig ist, dass die vier Testsieger alle zuckerfrei sind und mit Süßstoffen gesüßt sind.

Eigentlich sollten sich Cola-Sorten nicht zu sehr unterscheiden, sind doch die Inhaltsstoffe insgesamt recht ähnlich: Wasser, Zucker oder Süßungsmittel, Kohlensäure, Zuckerkulör, Phosphorsäure, Koffein und Aromen. Der Bio-Trend macht auch vor Cola nicht Halt, sodass zum Beispiel Zuckerkulör durch Karamellzucker ersetzt wird.

Die Testsieger

Coca-Cola Light und Coca-Cola Zero, sowie Freeway Cola Light von Lidl und River Cola 0% von Aldi. Die Fans von klassischen Colas sollten sich definitiv mäßigen, denn die normalen Colas enthalten sehr viel Zucker und schnitten deswegen im Test schlecht ab. Mio Mio Cola und Cola Stevia von Penny schneiden allerdings noch am besten ab.

Die Verlierer

Aufgrund nennenswerter Mengen an gesundheitlich bedenklicher Substanzen fallen Pepsi Light und Pepsi, Club-Cola, Vita-Cola und Fritz-Kola durch. In Pepsi Light stellten die Tester eine sehr hohe Belastung mit Chlorat fest. Es kann aus Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln stammen, das zwar auch in manchen anderen Produkten vorgefunden wurde, jedoch nicht in dieser Menge wie bei Pepsi Light.

Zu den gesundheitlich bedenklichen Substanzen zählen

  • Schadstoffe aus Zuckerkulör (4-Methylimidazol, das als möglicherweise krebserregend gilt)

  • Chlorat (große Mengen können giftig sein)

  • Phosphorsäure (kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen)

  • Alkohol

Der Gehalt von Methylimidazol in Club-Cola ist so hoch, dass sie die Note mangelhaft erhielt. Fritz-Cola hingegen enthält so viel Phosphorsäure, sodass diese als bedenklich für Nierenkranke gilt. In Red Bull Cola ist mehr Alkohol als erlaubt enthalten, was zwar ein Gesetzesverstoß ist und laut Stiftung Warentest einen Hinweis auf mangelnde Qualitätskontrollen sein kann, jedoch weder für trockene Alkoholiker noch für Schwangere ein unmittelbares Gesundheitsrisiko darstellt.

Zu viel Zucker

Rund 120 Liter Limo trinken die Deutschen durchschnittlich im Jahr, wobei der Bärenteil auf männliche Jugendliche fällt mit etwa einem halben Liter pro Tag. Wer einen halben Liter klassische Coca-Cola trinkt, hat knapp 50 Gramm Zucker intus. Das entspricht 16,5 Zuckerwürfeln. Die WHO rät Erwachsenen, pro Tag höchstens 50 Gramm zugesetzten Zucker über Lebensmittel aufzunehmen. Mit dem Verzehr von einem großen Glas Coca-Cola wäre also der Zuckerbedarf bereits gesetzt. Wird mehr Zucker verzehrt, steigt das Risiko für Übergewicht und damit einhergehend von Bluthochdruck, Typ 2 Diabetes, Fettleber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

>> Bluthochdruck – Symptome erkennen, zu hohen Blutdruck senken

Stevia als Zuckerkiller

Stevia ist seit 2011 in der EU als Süßungsmittel zugelassen. Stevia ist etwa 300-mal süßer als Zucker, kalorienfrei und zahnfreundlich, wird allerdings oft mit Zucker kombiniert, wie etwa bei Coca-Cola Life - das geschieht, um bittere Noten oder dominanten Lakritzgeschmack von Stevia auszubalancieren.

Den kompletten Test finden Sie in der Juni- Ausgabe von “Stiftung Warentest”, die am Freitag, den 27.05.2016 erscheint.

Seite

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen