26.01.2016

Wintervergnügen Rosenkohl-Rezepte für den Winter

Foto: © iStock / boblin

Klein und fein – Rosenkohl ist das optimale Wintergemüse. Nicht nur, weil seine Hauptsaison in die kalte Jahreszeit fällt. Er enthält einen Vitamin-Cocktail, der uns vor Erkältungen und Infekten schützt. Und er kann noch einiges mehr...

Warum Wintergemüse?

Wer gerne mit frischen, regionalen Zutaten kocht, kommt im Winter um den Rosenkohl nicht herum. Er ist ein Klassiker der kalten Jahreszeit und hat, wenn andere Gemüsesorten längst in die Winterpause gegangen sind, seine Hauptsaison. Denn: Rosenkohl oder Sprossenkohl braucht Frost. Erst dadurch entfaltet er sein fein-herbes Aroma. Wind und Wetter trotzend, trägt eine Rosenkohlpflanze bis zu 40 kleine Röschen (Knospen). Zu viel Kälte schadet dem Gemüse allerdings und reduziert seinen Vitamin-Gehalt.

Frische Kohlköpfchen erkennen Sie daran, dass die Blättchen dicht geschlossen sind und der hell- bis dunkelgrüne Kohlkopf auf Druck kaum nachgibt.

Das steckt drin im Rosenkohl

Wie viele seiner Kohl-Kollegen gehört der Rosenkohl zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt. Schon eine Portion von 100 Gramm deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen.

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Das macht die putzigen Kohlköpfchen zu wahren Vitamin-Bomben und gerade in der Erkältungszeit unentbehrlich. Doch die grünen Röschen enthalten noch sehr viel mehr Gutes:

Vitamin C

Schon eine kleine Portion Rosenkohl deckt den Tagesbedarf an dem lebenswichtigen Vitamin. Da der Gehalt durch das Erhitzen sinkt, sollten Sie Rosenkohl bevorzugt schonend zubereiten: nur kurz blanchieren oder dampfgaren.

Vitamin K

In einer Portion Rosenkohl ist die vielfache Menge der empfohlenen Tagesdosis enthalten. Da Vitamin K lichtempfindlich ist, sollte der Kohl dunkel aufbewahrt werden.

Folsäure

regt die Bildung roter Blutkörperchen und das Wachstum neuer Zellen an. Einen besonders hohen Bedarf haben Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch. Vorsicht, Folsäure ist wasserlöslich, daher das Kochwasser am besten mitverwenden.

Ballaststoffe

machen langanhaltend satt und regen die Verdauung an.

Kalium

Rosenkohl gehört zu den Gemüsesorten mit dem höchsten Kaliumgehalt. Das Spurenelement wirkt entwässernd und entlastet auf diese Weise das ganze Herz-Kreislauf-System. Genau wie die Folsäure ist Kalium wasserlöslich, daher bitte das Kochwasser weiterverwenden – zum Beispiel für Soßen.

Eiweiß

Unter den Kohlsorten ist der Rosenkohl der Spitzenlieferant von pflanzlichem Eiweiß – 4,5 Gramm stecken in 100 Gramm.

Eisen

ist unentbehrlich für eine gesunde Blutbildung.Eine Portion Rosenkohl mit 150 Gramm liefert fast 2 mg Eisen und trägt so sehr gut zur Deckung des Eisenbedarfs bei.

Glucosinolaten

sind sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper durch bestimmte Prozesse umgewandelt werden und unterschiedliche Wirkungen haben. Sie reduzieren verschiedene Bakterien, Viren und Pilze und fördern die Durchblutung. Die Glucosinolaten des Rosenkohls haben entzündungshemmende und antioxidative Fähigkeiten, sie können bestimmten Krebsarten vorbeugen und hemmen.

Vitamin B

stärkt die Nerven und aktiviert den Stoffwechsel, hilft also gegen (winterliche) Müdigkeit.

Richtig aufbewahren!

In einem Frischhaltebeutel verschlossen oder in ein feuchtes Tuch gewickelt, können Sie Rosenkohl bis zu vier Tage im Gemüsefach aufbewahren. Doch je frischer Sie die Röschen zubereiten, umso mehr Vitamine sind noch enthalten. Bei Raumtemperatur werden die Blättchen schnell welk. Außerdem enthält der Rosenkohl lichtempfindliche Inhaltsstoffe, die die Dunkelheit des Kühlschranks brauchen.

Zubereitung

Als Cremesuppe, Quiche oder Beilage, im Eintopf, Auflauf oder im Salat. Rosenkohl ist vielfältig und lässt sich auf die unterschiedlichsten Arten zubereiten:

  • Rosenkohl lässt sich wunderbar blanchieren: Kurz direkt ins kochende Wasser tunken und danach gleich abschrecken. Diese Zubereitungsart schont wichtige Inhaltsstoffe, wie das Vitamin C.
  • Auch als Rohkost eignen sich die feinen Röschen. In dünne Scheiben gehobelt und mit leckerem Dressing angemacht, ergeben sie einen vitaminreichen Salat. Aber Vorsicht, nicht jeder verträgt rohen Rosenkohl. Wem er roh nicht bekommt, der kann ihn bissfest vorgaren, zum Beispiel blanchieren.
  • Beim Dampfgaren werden Aroma und Vitamine am besten geschont. Wer keinen Dampfgarer hat, benutzt einen Siebeinsatz für den Kochtopf. Durch die Zubereitung im Wasserdampf bleiben auch die wasserlöslichen Vitamine in den Röschen enthalten.
  • Kochen Sie Rosenkohl mit Bedacht und lieber zu kurz als zu lang. Prüfen Sie während der Kochzeit (meist reichen 15 Minuten) immer wieder die Bissfestigkeit, damit der Kohl nicht verkocht.
  • Erste Hilfe für matschig gekochten Rosenkohl: Zwar sind die verlorenen Vitamine nicht mehr zu retten, aber es stecken noch genügend Nährstoffe drin, um zusammen mit etwas Frischkäse und Kochwasser ein gesundes Rosenkohlpüree herzustellen!
  • Das Dünsten ist eine gute Alternative zum Kochen im Wasser. In wenig Flüssigkeit und mit geschlossenem Deckel, garen die Kohlköpfchen halb in Wasser, halb in Dampf.
  • Gratinieren: Kurz (5 bis 7 Minuten) vorgegart kommt der noch bissfeste Rosenkohl in den Ofen, dort gart er noch nach.

Egal welche Zubereitungsart Sie wählen – so bereiten Sie die kleinen Kohlköpfe optimal vor: Den Strunk bis zum Köpfchen abschneiden. Die äußeren, kleinen und gegebenenfalls welke Blätter entfernen und die Röschen gründlich waschen. Tipp: Um den Kohl gleichmäßig zu garen, die Strünke x-förmig einschneiden.

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