08.01.2016

Teezeit Heißer Tee – Wohliges für den Winter

Foto: © iStock / KatarzynaBialasiewicz

Schneezeit ist Teezeit! Doch auch, wenn es nicht schneit, hat Tee im Winter seine absolute Hoch-Zeit.

Ob Kamillentee für den Kratzehals, Ingwertee für die innere Wärme oder belebender Chai-Tee mit Aroma-Sensation. Seinen Ruf als Oma-Getränk hat der aufgebrühte (fast) Alleskönner längst abgestreift. Tee liegt im Trend!

Nach einem frostigen Winterspaziergang oder nach einem langen Arbeitstag gibt es kaum etwas Behaglicheres, als sich mit einem Becher Lieblingstee aufs Sofa zu kuscheln. Das dampfende Heißgetränk macht wohlig warm – und: Jede Teesorte hat eine ganz besondere Wirkung.

Gegen laufende Nasen, zur Abwehrstärkung, zum Einheizen, für den Gute-Laune-Kick oder einfach für wohlig-warmen Genuss!

Wir stellen Ihnen die Top 15 der Winter-Tees vor!

Hinweis: Tees ersetzen keinen Arztbesuch! Und: Grundsätzlich ist der Teegenuss unbedenklich und gesund, aufgrund der medizinischen Wirkung mancher Sorten, können aber auch Nebenwirkungen auftreten. Bei Unsicherheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Die Top 15 der Teesorten für den Winter

1. Ingwertee – Im Winter ist besonders die wärmende Wirkung der Ingwerknolle von Bedeutung. Ein Becher Ingwertee knipst wie von Zauberhand Ihre innere Heizung an und stärkt das Immunsystem. Regelmäßiges Trinken von Ingwertee beugt außerdem grippalen Infekten vor und lindert akute Beschwerden wie Husten, Schnupfen oder Halsweh. Die enthaltenen Gingerole töten Viren und Bakterien ab, Scharfstoffe wirken entzündungshemmend.

Tipp: Ingwertee mit einem Schuss Zitronensaft und einem Löffel Honig verfeinern!

2. Chai – Den Gewürztee aus Indien (eigentlich „Masala Chai“) gibt es in verschiedensten Zusammensetzungen. Neben schwarzem Tee (gut für Magen-Darm, Zähne, Immunsystem) besteht er aus einer Bandbreite an aromatischen Gewürzen, vor allem Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken – allesamt wirken beruhigend, wärmend oder allgemein harmonisierend auf Körper und Seele. Das indische Original wird traditionell mit Milch zubereitet und mit Honig oder Zucker gesüßt.

3. Rooibostee – Die afrikanische Pflanze kann vieles: Rooibostee ist reich an Spurenelementen, ein regelmäßiger Genuss soll gut gegen Allergien, Ekzemen, Asthma, Heuschnupfen und Karies sein. Außerdem wirkt Rooibos entspannend, krampflösend und gegen Übelkeit. Aber vor allem kann er gute Laune machen! Er enthält die Wirkstoffe Phenole und Flavonoide, die sowohl einen Anti-Aging-Effekt haben, als auch unser Glückshormon Serotonin aktivieren können.

4. Griechischer Bergtee – Griechische Hirten kennen dieses Heilkraut, das aufgegossen lecker süßlich-zimtig schmeckt, schon seit Jahrtausenden. Traditionell belohnten sie sich nach getaner Arbeit mit diesem stimmungsaufhellenden und entspannenden Tee. Probieren Sie ihn auch mal! Während der Stresspegel sinkt, wird ihr Körper gleichzeitig mit entzündungshemmenden und antioxidativen Substanzen versorgt.

5. Sonnenhut – Als Tee- und Heilpflanze ist diese purpurn leuchtende Blume auch unter ihrem botanischen Namen Echinacea bekannt. Vor allem stimuliert der herb-würzige Tee das Immunsystem, sowohl vorbeugend, als auch dann, wenn sich erste Erkältungsanzeichen bemerkbar machen. Brühen Sie frische Blüten auf, macht alleine schon sein Anblick in der Tasse gute Laune. Setzen Sie dem Winter einen Sonnenhut auf!

6. Thymian –Thymian gehört unbedingt in das winterliche Teesortiment. Seine ätherischen Öle enthalten Thymol, ein „pflanzliches Antibiotikum“ mit antibakteriellen Eigenschaften. Daher hilft Thymiantee bei Atemwegsentzündungen, Husten und Bronchitis.

7. Salbei – Ein Kollege des Thymians ist der Salbei. Als Heilpflanze aus der Gruppe der Lippenblütler, wirkt er ebenfalls antibakteriell, außerdem pilzfeindlich und zusammenziehend. Beim Salbei kommt es allerdings auf die Zubereitung an: Zieht er zu lange oder ist er zu stark dosiert, schmeckt er zu bitter (dann zum Gurgeln benutzen!). 1 bis 3 Minuten gezogen und mit Honig serviert, ist der kräftig-würzige Salbei ein Experte gegen Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhäute.

8. Zitronenverbene – Die zitronige Frische des Sommers in einem heißen Getränk! Eine perfekte Mischung. Die Heilkraft der Zitronenverbene ist dabei auch nicht zu unterschätzen. Ätherische Öle und Flavonoide wirken antioxidativ, antibakteriell, entspannend und schmerzlindernd. Außerdem beruhigen Sie den Verdauungstrakt und stärken das Nervenkostüm durch ihre beruhigende Wirkung aufs Gemüt.

9. Holunder- und Lindenblüten – Wenn Sie spüren, dass Sie eine Erkältung erwischt hat, ab unter die Decke und einen schönen heißen Tee dieser Sorten trinken! Die Blüten wirken schweißtreibend und stärken das Immunsystem.

10. Kamillentee – Die Blüte der uralten Heilpflanze hilft bei Entzündungen im Rachenraum, sprich: dem Kratzehals. Ein Löffel Honig eingerührt und fertig ist Omas wirksames Hausmittelchen. Ein anderer Wirkungsbereich der Kamille ist der Magen-Darm-Trakt, Kamillentee reguliert die Verdauung und hilft gegen Übelkeit und Völlegefühl.

11. Grüner Tee – Mancher bezeichnet ihn als Wundertee. Fakt ist: Grüner Tee enthält Polyphenole, also Antioxidantien mit zellschützender und entzündungshemmender Wirkung. Laut Studien wirken diese besonders positiv gegen Krebs, Alzheimer, Parkinson und Karies.

Außerdem kurbelt Grüner Tee die Fettverbrennung an, erleichtert den Blutfluss bei Herz-Kreislauferkrankungen und hilft gegen zu viel Cholesterin. Bekannte Sorten: der fein aromatische Sencha, der leicht bittere Gunpowder, der pulverisierte Matcha

12. Hagebuttentee – Ebenso wie die frischen Früchte der Hagebutte, ist auch der Tee aus ihren Schalen ein Vitamin-C-Lieferant und stärkt die Immunabwehr.

13. Pfefferminz – Unter den Wintertees darf dieser Heilpflanzenklassiker nicht fehlen. In der kalten Jahreszeit ist vor allem seine positive Wirkung bei Atemwegserkrankungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum relevant.

Schon der Mentholduft weckt Kindheitserinnerungen an warmes Behütetsein. Heute wird die Zubereitung mit frischen Pfefferminzblättern gegenüber getrockneten immer beliebter. Andere bekannte Minze-Arten sind Krauseminze, Apfel- und Orangenminze.

14. Malve – Im Sommer blüht sie hübsch am Wegesrand, im Winter entfaltet sie ihr leicht säuerliches Aroma in der Tasse. Mit ihren wertvollen Schleimstoffen wirkt die Malve ganz nebenbei gegen Husten, besonders gegen lästigen Reizhusten, grippale Infekte und Erkältungsbeschwerden wie Halsschmerzen.

15. Süßholzwurzel Tee – Schmeckt wie er heißt: süß! Einerseits wird aus dem Süßholz Lakritze gewonnen, andererseits, wirkt dessen Wurzel als Tee schleimlösend und verflüssigend, ist also gut gegen Husten und Bronchitis. Bei akuten Beschwerden (oder zum Genießen!) dürfen Sie ein bis drei Tassen täglich trinken und sollten nach sechs Wochen eine Pause einlegen.

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