09.12.2018

Wärmt von Innen Von Glühwein, Punsch und anderen winterlichen Getränken

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Im Winter sehnen wir uns nach wärmenden Getränken wie Punsch und Glühwein. Was wäre die Weihnachtszeit ohne einen Glühwein in den Händen?

Foto: istock/ChamilleWhite

Im Winter sehnen wir uns nach wärmenden Getränken wie Punsch und Glühwein. Was wäre die Weihnachtszeit ohne einen Glühwein in den Händen?

Ob mit oder ohne Alkohol: Die Weihnachtszeit wäre einfach nicht vollständig ohne einen heißen Glühwein oder fruchtigen Punsch. Aber was genau steckt in den Heißgetränken?

Wenn die Luft eiskalt ist und unser Atem kondensiert, die Finger und die Nasenspitzen kalt werden, brauchen wir etwas Warmes. Vor allem Glühwein erfreut sich größter Beliebtheit. Gewürze wie Zimt, Nelken und Kardamom gehören in den heißen Wein und haben nette Nebeneffekte: Sie fördern die Verdauung, regen den Appetit und den Stoffwechsel an und wirken zum Teil antibakteriell. Die ätherischen Öle der Gewürze, die sich im heißen Wein so gut entwickeln können, lösen positive Gefühle und Emotionen aus und wärmen Leib und Seele.

Die Süße im Glühwein - Zucker oder lieber etwas anderes?

Der Zuckeranteil im Glühwein ist von Rezept zu Rezept unterschiedlich und schlägt bei den Kalorien zu Buche. Ein Becher Glühwein kann schon mal 260 kcal aufweisen. Ohne Süße schmeckt der Glühwein aber nicht.

Gegen die hohe Kalorienanzahl können Sie etwas tun. Tauschen Sie den Zucker zum Beispiel durch Agavendicksaft aus. Agavendicksaft zeichnet sich durch eine hohe, neutrale Süßkraft aus und verstärkt das Aroma von Speisen und Getränken. Er hat wesentlich weniger Kalorien als Zucker (Agavendicksaft 268 kcal, Zucker 400 kcal pro 100 g) und eignet sich hervorragend zum Süßen von heißen Getränken, wie z.B. für Hot Buttered Rum.

Wieviel Alkohol steckt im Glühwein?

Der Alkoholgehalt im Glühwein ist gesetzlich mit sieben Prozent vorgeschrieben. Im Durchschnitt enthält ein Glühwein schon mal neun bis zehn Prozent.

Alkohol in kleinen Mengen hebt bekanntermaßen die Stimmung, aber der Glaube, dass Alkohol kalte Füße und Ohren auf Dauer warm hält, ist falsch. Richtig ist, dass Alkohol (chem. Ethanol) die Blutgefäße erweitert und zunächst mehr Blut an die Hautoberfläche strömt. Es stellt sich ein wohliges Wärmegefühl ein. Dieser Effekt kehrt sich nach kurzer Zeit aber ins Gegenteil, da der Körper vermehrt Wärme abgibt und so langsam auskühlt. Dann fängt man an zu Frieren.

Ein Viertelliter Wein enthält 20 g reinen Alkohol und 67 kcal pro 100g. Alkohol in Verbindung mit Wärme und Zucker geht schneller ins Blut. Alkohol ist ein Giftstoff, den der Körper über die Leber abbauen muss. Grundsätzlich bauen Frauen Alkohol im Körper langsamer als Männer ab (in einer Stunde 0,1 g pro Kilogramm Körpergewicht).

  • Ein 80 kg schwerer Mann benötigt ca. 2,5 Stunden um 0,1 g Alkohol abzubauen.
  • Eine 60 kg schwere Frau benötigt schon 3 Stunden, um das Genussmittel wieder aus dem Körper zu bekommen.

Glühwein oder Punsch?

Der Unterschied zwischen Glühwein und Punsch liegt in der Basis des Getränks:

Glühwein besteht, wie der Name schon sagt, überwiegend aus Wein, welcher mit verschiedenen Gewürzen wie Zimt, Nelken, Sternanis und Kardamom sowie Zitrusfrüchten aromatisiert wird. Rezepte für Glühwein gibt es überall auf der Welt. In Skandinavien zum Beispiel wird dem Wein Hochprozentiges wie Korn oder Wodka hinzugefügt und der sogenannte Glögg mit Mandelsplitter und Rosinen serviert.

Von Region zu Region wird ein anderer Wein als Basis verwendet. In Deutschland wird meist roter Wein bevorzugt, in Hessen gibt es aber auch Glühwein aus Apfelwein. In Österreich und Italien liebt man Glühwein aus weißem Wein.

Beliebt ist auf deutschen Weihnachtsmärkten der Glühwein mit Schuss. Zu diesem Getränk gehört ein gehöriger Schuss Rum oder Weinbrand. Besonders alkohollastig ist hier eine berühmte Variante, die Feuerzangenbowle, bei der über einem Topf mit heißem Rotwein ein mit Rum getränkter Zuckerhut flambiert wird.

Punsch kommt ursprünglich aus Indien und heißt übersetzt (nach Hindi) soviel wie "fünf". Dies bezieht sich auf die fünf klassischen Zutaten Arrak, Zucker, Zitrone, Gewürze und Wasser oder Tee.

Punschgetränke können aus Saft, Milch, Hochprozentigem oder Früchtetee und schwarzem Tee zubereitet werden. Das Getränk wird je nach Rezept mit ähnlichen Gewürzen wie beim Glühwein aromatisiert und mit mehr oder weniger Alkohol versetzt.

In den schneereichen Regionen der USA haben die wärmenden Punschgetränke im Winter Hochkonjunktur. Sehr beliebt ist dort vor allem zu Weihnachten der Eggnog (sehr cremiger Eierpunsch) oder der Christmas Punch.

Die köstlichen Alternativen zum Alkohol

Punschgetränke schmecken auch hervorragend ohne Alkohol. Bereiten Sie die Basis aus leckerem Saft oder Früchtetee zu und aromatisieren Sie das Getränk mit Honig oder Agavendicksaft und den köstlichen Gewürzen des Winters.

Ob heißer Apfelpunsch oder erhitzter Holunderbeersaft mit Zimt und Kardamom, weihnachtlich gewürzter Früchtetee mit Mandeln und Rosinen, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

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