18.08.2010 - 00:00

Papaya - nährstoffreiche Exotin

Von

Redaktion

"Melone der Tropen" wird die exotische Frucht mit dem orangefarbenen Fruchtfleisch auch genannt. In unserem Beitrag verraten wir Ihnen, welche inhaltlichen Qualitäten die Papaya zu bieten hat und ob sie ihrem Ruf als "Fatburner" gerecht werden kann.

Papayas stammen aus Mittelamerika und werden auch "Melone der Tropen" genannt. Wie Kokosnüsse hängen die pfundschweren Früchte an bis zu zehn Meter hohen Stauden. Eigentlich ähneln sie von der Form her weniger einer Melone als einer übergroßen Birne. Ihr Geschmack erinnert an eine Mischung aus Melone, Aprikose und einem Hauch Himbeere. Das Fruchtfleisch ist orangefarben und hat nur wenig Säure. Die Farbe der glatten, ledrigen Schale variiert von orange bis grünlich-gelb.

Einkauf

Auf dem Markt und in den Obstabteilungen gut sortierter Supermärkte wird die Papaya das ganze Jahr über angeboten. Papaya sollten am besten immer reif gekauft und verzehrt werden. In der Literatur findet man unterschiedliche Angaben darüber, ob die Früchte nachreifen. Nach unseren persönlichen Erfahrung tun sie dies. Sie können den Vorgang der Reifung sogar noch beschleunigen, wenn Sie die Frucht in Zeitungspapier wickeln und an einen warmen Ort, z.B. in die Nähe der Heizung, legen.

Unreife Früchte schmecken langweilig, herb bis bitter und wenig süß. Zu früh geerntete Früchte erkennt man an der grünen Schale und dem harten Fruchtfleisch, das auf leichten Druck nicht nachgibt. Reife Papayas haben eine eher gelbliche Schale und lassen sich leicht eindrücken.

Lagerung

Papayas können bei 10 bis 15°C und hoher Luftfeuchtigkeit etwa zwei Wochen gelagert werden. Sie sondern, genau wie Äpfel und Tomaten ein Reifegas namens Äthylen ab, das völlig unschädlich ist, aber anderes Obst und Gemüse schneller verderben lässt. Lagern Sie die Früchte also möglichst getrennt von anderem reifen Obst.

Zubereitung

Schneiden Sie die Papaya der Länge nach auf und entfernen Sie mit einem Esslöffel die kleinen schwarzen Kerne. Löffeln Sie das Fruchtfleisch dann am besten direkt aus der Schale heraus. Sie können die Frucht aber auch mit einem Sparschäler schälen und dann das Fruchtfleisch würfeln, z.B. für einen Obstsalat. Träufeln Sie dann etwas Zitronensaft darüber, ansonsten wird sie schnell braun.

Als Zugabe zu Fleischgerichten hat die Papaya noch eine interessante Funktion. Durch ihre eiweißspaltenden Enzyme wird das Fleisch nämlich schön zart. Lecker ist Papaya auch im Gemüse- oder Fleischeintopf, der Geschmack erinnert dann etwas an Kürbis.

Die kleinen, schwarzen Kerne der Papaya sind nicht giftig. In den Tropen werden sie gegen Darmparasiten, Blähungen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Ob man sie mit verwenden mag, ist Geschmackssache. Sie lassen sich trocknen und anschließend zerstoßen oder z. B. in der Pfeffermühle mahlen. Sie haben einen pfeffrigen, würzigen Geschmack und können beispielsweise über einen Salat gestreut werden.

Nährwerte

Mit 80 mg Vitamin C pro 100 g wird die Papaya in der Kategorie Obst nur noch von der schwarzen Johannisbeere übertroffen. Daneben hat sie noch andere inhaltliche Qualitäten: Sie enthält beta-Carotin, Vitamin E, Magnesium und Kalium. Auch sekundäre Pflanzenstoffe wie die Flavonoide sind in ansehnlichen Mengen vertreten. Diese sorgen unter anderem dafür, dass das Vitamin C vom Körper besser verwertet wird.

Papayas eignen sich besonders für Personen mit empfindlichem Magen, da sie sehr wenig Säure enthalten. Außerdem soll es gegen Verstopfung helfen, regelmäßig morgens auf nüchternen Magen eine Papaya zu essen. Wer dagegen eher zu Durchfall neigt, sollte sich mit dem Verzehr der verdauungsfördernden Frucht eher etwas zurückhalten.

Enzyme als Fatburner?

Papaya wird in vielen Diätbüchern immer noch als Geheimtipp für die ideale Fettverbrennung gehandelt. Kein Wunder, dass es Papaya daher mittlerweile auch in Tabletten-, Pulver- und Kapselform zu kaufen gibt.

Tatsächlich enthält sowohl das Fruchtfleisch als auch die Schale eine große Menge an Papain, einem eiweißspaltenden Enzym. Enzyme benötigt der Körper unter anderem für die Verwertung der Nährstoffe. So hilft auch der Stoff aus der Papaya dabei, die Verdauung allgemein sowie die Eiweißverdauung im speziellen zu unterstützen. Ein Wundermittel gegen Fettpölsterchen ist er dabei allerdings nicht. Viel wichtiger ist fürs Abnehmen der geringe Kaloriengehalt der Papaya (100 g enthalten etwa 32 kcal), ihre gute Bekömmlichkeit und die große Menge an wichtigen Vitalstoffen.

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