17.08.2010 - 00:00

Cranberries – das Beerenwunder

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Foto: iStock

Cranberries sehen toll aus und schmecken nach Wildnis und Abenteuer. Die herb-säuerlichen, roten Früchte der Moosbeere oder Kranichbeere stammen aus den Norden Amerikas und wurden schon von den Indianern als Nahrungs-, Heil- und Färbemittel geschätzt.

Die englische Bezeichnung Cranberry (bot. Vaccinium macrocarpon) heißt übersetzt soviel wie Kranichbeere. Der Name wurde der Beere von den ersten Siedlern Nordamerikas gegeben, weil die Staubfäden der Blüte die Siedler an den Schnabel eines Kranichs erinnerten.

Die leuchtend roten Beeren, die so groß wie Kirschen werden können, sind in Europa, Asien und Nordamerika heimisch. Großflächig angebaut und vermarktet werden Cranberries vor allem in Nordamerika und Kanada. Dort fehlen die gesunden Früchte bei keinem Thanksgiving-Menü.

Einkauf

Geerntet werden Cranberries von September bis März.
Frische Cranberries sind von September bis Dezember auf dem Markt erhältlich. Sie sollten, wie andere Beeren auch, nur kurze Zeit im Kühlschrank gelagert werden.

Tiefgefroren, getrocknet oder als Saft und Kompott gibt es die gesunden Früchte das ganze Jahr über.

Meist werden die Früchte gesüßt angeboten, da sie einen eher herb-säuerlichen Geschmack haben. Im Naturkostladen werden die getrockneten Früchte oft alternativ mit Ahornsirup gesüßt, was ihnen einen leicht karamellartigen Geschmack verleiht.

Achten Sie beim Kauf getrockneter Cranberries darauf, dass diese nicht geschwefelt sind. Schwefel als Zusatzstoff steht im Verdacht, Allergien auszulösen.

Zubereitung

Frische wie getrocknete Cranberries sind eine beliebte Zutat in Kuchen und Gebäck oder werden zu Kompott und Marmeladen verarbeitet. Als Saucenbeilage zu Wildgerichten passen die Beeren genauso wie zur heimischen Beerenküche im Herbst.

Als Saft finden die Cranberries Verwendung in Erfrischungsgetränken oder sind zum Beispiel Bestandteil berühmter Cocktails wie dem Cosmopolitan.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Frische Cranberries enthalten etwa 35 kcal pro 100g und viele gesundheitsförderliche Inhaltstoffe wie zum Beispiel Kalium und Vitamin C, welches schon bei den Seefahrern als wirksames Mittel gegen Skorbut geschätzt wurde.

Getrocknete Cranberries können allerdings bis zu 300 kcal pro 100g enthalten. Je nachdem, wie viel Zucker oder Süßungsmittel zugegeben wurden, kann der Kaloriengehalt weiter variieren. Achten Sie daher bei verarbeiteten Produkten auf die Nährwertangaben auf der Verpackung.

Die Indianer schätzen die Cranberries wegen ihrer antibiotischen Wirkung und gebrauchten die Beeren für Kompressen zur Wundheilung.

Eine vorbeugende Wirkung und Heilkraft bei Blasen- und Harnwegsentzündungen entfaltet der sekundäre Pflanzenstoff Pro-Anthomycin.

Dieser in der Schale der Beeren enthaltene Stoff hat eine besondere Gabe:
Er verhindert die Anhaftung von Bakterien an den Schleimhäuten. Die Erreger finden keinen Halt in der Harnblase und werden einfach mit dem Urin wieder ausgeschieden.

Dieser antiadhäsive Effekt scheint auch im Kampf gegen Karies Wirkung zu zeigen.
Amerikanische Forscher haben jetzt festgestellt, dass die roten Beeren die Bildung von Plaques (Ablagerungen auf dem Zahnschmelz) an den Zähnen verhindern. Auch hier können die Bakterien nicht am Zahnschmelz andocken, so dass es ihnen nicht möglich ist, die für die Zähne schädliche Säure zu produzieren.

Fazit

Genießen Sie die Früchte aus Amerika und bringen Sie Abwechslung in ihren Speiseplan. Mischen Sie zum Beispiel getrocknete Cranberries statt Rosinen in ihr Müsli. Erfreuen Sie sich am Anblick der roten Beeren in einem Muffin und testen Sie die heilende Wirkung bei Harnwegsinfekten.

So werden auch Sie vielleicht Ihr „Beerenwunder" erleben.

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