17.08.2010 - 00:00

Avocado - die Wunderfrucht der Mayas

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Foto: iStock

Die Avocado ist ein Obst und wegen ihrer butterähnlichen Konsistenz und der birnenähnlichen Form auch unter dem Namen Butterfrucht oder Butterbirne bekannt.

Ursprünglich kommt sie aus Mexiko, wo sie bereits vor mehr als 1.000 Jahren kultiviert wurde. Die Avocado ist seit ca. 50 Jahren auch in Deutschland erhältlich. Pro Jahr und pro Kopf werden hier nur 150 g gegessen. Im Vergleich zu Frankreich mit einem pro Kopf Verbrauch um 1,1 kg pro Jahr ist das relativ wenig.

Die Avocadopflanze braucht im Jahr mindestens 2.000 Sonnenstunden, deshalb importieren wir die Früchte meistens aus Israel, Südafrika, Mexiko und Kenia. Es gibt ungefähr 400 verschiedene Sorten von denen manche bis zu 2 Kilogramm wiegen. Hierzulande bekommen wir allerdings nur einige wenige Sorten, deren Gewicht zwischen 150 und 400 g liegt. An der Schale sind die verschiedenen Sorten erkennbar, in Geschmack, Form und Konsistenz unterscheiden sie sich hingegen kaum.

Einkauf und Lagerung

Die Avocados sollten Sie einige Tage vor dem geplanten Verzehr kaufen, da sie in der Regel unreif verkauft werden. Sie sind dann noch sehr hart und geschmacksneutral. In Zeitungspapier eingewickelt und auf die Heizung oder neben einen Apfel gelegt, reifen sie schneller. Das Ethylen des Apfels beschleunigt das Reifen von anderen Obst- und Gemüsesorten in der Umgebung. Schon am nächsten Morgen dürfte die Avocado spürbar reifer sein.

Um zu testen, ob die Frucht zum Essen geeignet ist, mit dem Daumen die Frucht leicht eindrücken. Sie sollte leicht nachgeben, aber nicht einmatschen. Eine reife Avocado hält noch einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Sollte es jedoch kälter als 6 Grad sein, verderben die Früchte.

Überreif ist die Avocado, wenn sie braune Stellen an der Schale und im Fruchtfleisch aufweist. An der Luft färbt sich das Fruchtfleisch der Avocado, ähnlich wie bei Bananen, schnell braun. Um dies zu verhindern, können Sie das Fruchtfleisch mit etwas Zitronensaft beträufeln. Avocados nehmen im warmen Zustand einen bitteren Geschmack an. Deshalb sollten Sie darauf achten, sie nur kurz zu erwärmen und keinesfalls aufkochen zu lassen.

Nährwerte

Wegen der wertvollen Inhaltsstoffe wurde die Avocado bei den Mayas und Azteken Ahuacatl genannt, was so viel heißt wie “Wunderfrucht”. Avocados sind reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Eisen und damit an der Regulierung des Stoffwechsels - bei der Energiegewinnung und zur Bildung des roten Blutfarbstoffs - beteiligt.

Außerdem sind Avocados eine hervorragende Quelle für Pantothensäure, auch als Vitamin B5 bezeichnet. In keiner anderen Frucht ist so viel enthalten wie in der Avocado.

Normalerweise zeichnen sich Früchte durch einen hohen Wassergehalt und Kalorienarmut aus. Die Avocado hat dagegen 220 kcal und 24 g Fett pro 100 g (im Vergleich hat ein Apfel 55 kcal und 0 g Fett pro 100g). Bei den Fetten handelt es sich zum größten Teil um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für den Körper essentiell sind und eher nicht auf den Hüften landen, sondern zu Hormonen und Zellwänden “verarbeitet” werden. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass Sie an einem Tag, an dem Sie Avocado essen, auf andere fettreiche Lebensmittel verzichten oder diese reduzieren.

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