02.09.2016

Ernährung Kann Mineralwasser schlecht werden?

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Foto: ©iStock / MilosStankovic

Es ist der beliebteste Durstlöscher, aber: Kann Mineralwasser schlecht werden? Expertin Anja Krumbe von der IDM hat Antworten.

Wie unterscheiden sich die Mineralwasser-Sorten?

Rund 500 Mineralwässer und 40 Heilwässer werden in Deutschland angeboten. Dabei ist die Qualität immer garantiert: Denn jedes natürliche Mineralwasser muss nach dem Lebensmittelrecht amtlich anerkannt sein, ehe es im Handel verkauft werden darf. Dazu muss ein Mineralwasser in Deutschland etwa 200 Untersuchungen durchlaufen.

Wie lange ist Mineralwasser haltbar?

In Glasflaschen abgefülltes Mineralwasser ist, wenn die Flaschen noch original verschlossen sind, nahezu unbegrenzt haltbar. Dennoch ist für natürliches Mineralwasser, wie für alle Lebensmittel in Deutschland, ein Mindesthaltbarkeitsdatum vorgeschrieben. In der Regel geben die deutschen Mineralbrunnen zwei Jahre an. Doch auch nach Ablauf dieser Frist ist Mineralwasser noch bedenkenlos zu genießen. Wird in PET-Flaschen abgefülltes Mineralwasser über viele Monate gelagert, so kann Kohlensäure entweichen und Sauerstoff eindringen. Das Mineralwasser verändert eventuell dadurch seinen Geschmack. Daher ist hier das Mindesthaltbarkeitsdatum kürzer angesetzt, in der Regel mit neun bis zwölf Monaten.

Muss ich Mineralwasser speziell aufbewahren?

Am besten kühl, trocken und dunkel, z.B. im Keller oder in der Speisekammer lagern.

Schaden Kunststoffflaschen dem Mineralwasser?

Nein, es gibt keine gesundheitlichen Bedenken gegen den Einsatz von PET als Verpackungsmaterial für Lebensmittel und Getränke. Wie bereits erwähnt, ist die Mindesthaltbarkeitsfrist hier kürzer als bei glasverpackter Ware, da es bei längeren Lagerzeiten zu einem Verlust an Kohlensäure kommen kann.

Wie lange hält sich Mineralwasser in geöffneten Flaschen?

Mineralwasser bleibt auch in der angebrochenen Flasche haltbar, allerdings kann der Geschmack darunter leiden. Wer länger etwas von seinem Mineralwasser haben will, der sollte die einmal geöffnete Flasche stets wieder fest verschließen und dann zur Zwischenlagerung am besten in den Kühlschrank stellen.

Natürliches Mineralwasser

Es entsteht aus Regenwasser, das auf seinem Weg in die Tiefe durch verschiedene Kies-, Erd- und Gesteinsschichten gesickert ist. Dabei wird es auf natürliche Weise mechanisch und mikrobiologisch gereinigt, löst Mineralstoffe aus den Schichten und nimmt in vulkanischen Gebieten natürliche Kohlensäure auf.

>> Mineralwasser oder Leitungswasser? Der große Wasser-Test

Heilwasser

Stammt ebenso wie natürliches Mineralwasser aus einer unterirdischen Quelle und muss am Quellort direkt abgefüllt werden. Heilwasser unterliegt zudem dem Arzneimittelgesetz. Denn seine besondere Mineralstoffzusammensetzung wirkt krankheitsheilend, -lindernd und -verhütend. Das ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen.

Quellwasser

Muss ebenfalls aus einer unterirdischen Quelle stammen und am Quellort abgefüllt werden. Eine ursprüngliche Reinheit wird allerdings nicht verlangt. Auch eine amtliche Anerkennung ist nicht erforderlich.

Tafelwasser

Das ist eine industrielle Mischung aus verschiedenen Wasserarten, z.B. aus Trinkwasser (unser Leitungswasser) und natürlichem Mineralwasser. Es kann aber auch nur ein Trinkwasser mit zugesetzter Kohlensäure sein.

Siehe auch: Mineralwasser

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