Aktualisiert: 28.03.2021 - 18:15

Intervallfasten extrem Warrior Diät: Was steckt hinter der extremen Abnehmmethode?

20 Stunden fasten, 4 Stunden essen: Das ist das Grundprinzip der extremen Warrior Diät.

Foto: GettyImages / lacaosa

20 Stunden fasten, 4 Stunden essen: Das ist das Grundprinzip der extremen Warrior Diät.

Sie dachten 16 Stunden Intervallfasten sei extrem? Dann kennen Sie die Warrior Diät noch nicht. Hier wird ganze 20 Stunden täglich gefastet. Kann das noch gesund sein?

Intervallfasten liegt weiterhin im Trend. Viele schwören auf den Ansatz, um überschüssige Pfunde loszuwerden oder der Gesundheit Gutes zu tun – gerade jetzt in der Fastenzeit. Doch wer denkt, dass die 16:8-Methode schon extrem wäre, der kennt die Warrior Diät noch nicht. Bei dieser Diät wird ganze 20 Stunden am Tag gefastet. Kann das noch gesund sein oder ist das eher gefährlich? Wir haben die extreme Intervallfastenmethode unter die Lupe genommen.

Warrior Diät: Intervallfasten in Extrem

Die Warrior Diät wurde vom amerikanischen Ernährungs- und Fitness-Experten Ori Hofmekler entwickelt. “Warrior” bedeutet so viel wie Krieger, was wohl auf unsere steinzeitlichen Vorfahren beziehen könnte. Und genau diese Vorfahren dienten als Vorbild zur Entwicklung der Diätmethode.

Während wir heutzutage zu jederzeit essen können, aßen die Steinzeitmenschen teilweise den ganzen Tag nichts, da sie ihre Nahrung zuerst jagen oder sammeln mussten. Und genau dieser Ansatz wird auch bei der Warrior Diät befolgt: 20 Stunden am Tag wird gefastet und während eines Zeitfensters von 4 Stunden darf dann gegessen werden. Typischerweise fällt das 4-Stunden-Zeitfenster rund um das Abendessen.

Wie funktioniert die Warrior Diät?

Also 20 Stunden fasten und 4 Stunden essen, was man will, oder etwa nicht? Nicht ganz, denn die Warrior Diät gibt auch für das 4-stündige Essensfenster Richtlinien vor. Es soll möglichst gesund gegessen und auf verarbeitete Lebensmittel, wie Weißmehl, Zucker, Fertigessen und Fast Food verzichtet werden. Um in keinen Nährstoffmangel zu rutschen, werden Nahrungsergänzungmittel, wie ein Multi-Vitamin-Präparat, empfohlen.

Und wem das mit den 20 Stunden Fastenintervall zu lange ist, der darf während des Tages kleinere, kohlenhydratarme Speisen zu sich nehmen: zum Beispiel in Form von Gemüsebrühe, Rohkost, Joghurt, Hüttenkäse oder Eiern. Die Portionen sollten allerdings nicht mehr als 200 Kalorien enthalten.

Welche Vorteile hat die Abnehmmethode?

Abnehmen und Körperfett reduzieren ist mit der Warrior Diät sehr wahrscheinlich. Kein Wunder, wenn fast den ganzen Tag auf Essen verzichtet wird.

Da heutzutage viele ständig am Essen oder snacken sind – gerade in Home-Office-Zeiten –, kann Intervallfasten grundsätzlich dabei helfen, zurück zum natürlichen Hungergefühl zu finden.

Die Nachteile: Ist die Warrior Diät gefährlich?

Die Warrior Diät ist extrem und daher nur schwer in einem normalen Alltag umzusetzen. Frühstück oder Brunch am Wochenende mit der Familie fallen weg, genauso wie das Mittagessen. Abnehmerfolge können durch den Jojo-Effekt schnell wieder schwinden, sobald zum normalen Essrhythmus zurückgekehrt wird.

Die strikten Regeln und kurzen Essenszeiten können außerdem die Freude am Essen nehmen und zu einem gestörten Verhältnis zu Essen führen. Heißhungerattacken oder Binge Eating können Folgen sein. Daher sollten Menschen, die unter einer Essstörung litten, von der extremen Diät unbedingt Abstand halten.

Die langen Essenspausen können außerdem zu Vitaminmangel sowie körperlichen Beschwerden, wie Kreislaufproblemen, Übelkeit, Kopfschmerzen und fehlender körperlicher Leistungsfähigkeit führen. Und auch die geistige Leistung kann eingeschränkt sein, was zu Konzentrationsschwierigkeiten führen kann.

Schwangere, Stillende und Kinder sollten die Warrior Diät auf keinen Fall machen. Und auch Intervallfasten-Anfängern ist davon abzuraten.

Intervallfasten
Intervallfasten

Fazit zur Warrior Diät: Wir raten ab

20 Stunden, in denen möglichst nichts oder nur wenig gegessen werden darf, und nur 4 Stunden, in denen Zeit zum Essen ist: Für uns ist das ganz klar zu extrem. Die Warrior Diät ist nicht alltagstauglich und nur schwer dauerhaft umsetzbar. Der Jo-Jo-Effekt lässt daher sehr wahrscheinlich grüßen und auch das Verhältnis zu Essen kann gestört werden.

Wenn Sie die Vorteile des Intervallfastens genießen wollen, dann probieren Sie lieber die 16:8-Methode aus oder versuchen Sie es erst einmal mit einem 14- oder 12-stündigem Fastenintervall. Oder Sie achten zunächst einmal generell auf ausreichend Pausen zwischen den Mahlzeiten, wie beim Mikro-Intervallfasten.

Sie wollen mehr über Fasten und seine Vorteile erfahren? Dann schauen Sie auf unserer Themenseite Heilfasten vorbei. Auf unserer Diäten-Themenseite erfahren Sie alles über verschiedenste Abnehmmethoden und Ernährungsansätze.

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