07.02.2020 - 15:44

Mit Vorsicht genießen 3 Anzeichen, dass Intervallfasten nicht das Richtige ist

Anhaltende Kopfschmerzen sind nur ein Signal, dass Intervallfasten möglicherweise nicht das Richtige für Sie ist. Auch bei ständiger Müdigkeit, Heißhunger und einem zwanghaften Verhalten kann es ratsam sein, die Abnehmmethode abzubrechen.

Foto: iStock/laflor

Anhaltende Kopfschmerzen sind nur ein Signal, dass Intervallfasten möglicherweise nicht das Richtige für Sie ist. Auch bei ständiger Müdigkeit, Heißhunger und einem zwanghaften Verhalten kann es ratsam sein, die Abnehmmethode abzubrechen.

Beschleicht Sie ein Gefühl, dass Intervallfasten nicht das Richtige für Sie ist? Das kann gut sein, denn nicht für jeden ist die Abnehm-Methode gleichermaßen geeignet. Wir erklären, bei welchen Signalen Sie besser davon absehen sollten.

Seien wir einmal ehrlich: Es gibt ihn nicht, den einen richtigen Weg, der für jeden gleichermaßen gut funktioniert und mit dem garantiert abgenommen und die Wunschfigur erreicht wird. Obwohl man beim Hype um Intervallfasten fast das Gefühl hat, es müsste so sein.

Intervallfasten zählt sicherlich zu einer der beliebtesten Abnehm-Methoden der letzten Jahre. Es gilt als gesund, soll sich positiv auf das Altern auswirken, das Energielevel steigern und vor allem die Fettpölsterchen zum Schmelzen bringen. Aber ist es wirklich uneingeschränkt zu empfehlen und für jeden gleichermaßen geeignet? Was, wenn Intervallfasten mit Kopfschmerzen, Heißhunger, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten einhergeht?

Wir haben wesentliche Signale für Sie zusammengefasst, bei denen Sie mit dem Intervallfasten bewusster umgehen sollten oder sogar besser ganz aufhören sollten.

Warnsignale beim Intervallfasten: 1. Anhaltende Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten

Es gibt verschiedene Methoden des Intervallfastens, von bestimmten Zeitfenstern bis hin zu ganzen Tagen, an denen gefastet wird. Je nachdem, wie Ihre Essroutine vorher aussah und welche Form des intermittierenden Fastens gewählt wird, kann die Umstellung für den Körper eine Extremsituation sein. Dabei können gerade zu Beginn diverse Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Stimmungsschwankungen auftreten.

Normalerweise sollten solche Körpersignale nach einer Weile verschwinden. Wenn Sie aufgrund von Intervallfasten jedoch anhaltende Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme haben, kann es womöglich sein, dass Intervallfasten oder zumindest die Methode, die sie gewählt haben, nicht die richtige ist.

Probieren Sie, das Fastenfenster zu verkürzen, während Ihrer Essenszeit wirklich ausreichend zu essen – Müdigkeit und Kopfschmerzen können auch ein Signal für ein Energiedefizit sein – und auch darauf zu achten, genug zu trinken. Hilft alles nichts, kann es sein, dass Intervallfasten generell momentan nicht der passende Ansatz für Sie und Ihren Körper ist.

2. Ständiger Heißhunger und Essattacken

Sollten Sie beim Intervallfasten die Erfahrung machen, ständig hungrig zu sein, starken Heißhunger und Gelüste zu haben oder unter Essattacken zu leiden, kann es durchaus sein, dass Sie Ihrem Körper durch das Fasten zu wenig Energie zuführen. Achten Sie während den Essenszeiten darauf, sich ausreichend satt zu essen oder verkürzen Sie die Zeit, in der Sie nicht essen – es müssen nicht unbedingt die 16 Stunden sein, auch 14 oder sogar 12 Stunden ohne Nahrung, sind für den Körper bereits eine Entlastung.

Und: Essen Sie während den Essenszeiten gesund! Intervallfasten ist nämlich kein Freifahrtschein, um die Essensfenster mit Süßigkeiten, Pizza, Chips und Co. zu füllen. Vielmehr ist es enorm wichtig, auch beim Intervallfasten auf eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise zu achten. Denn auch ein Nährstoffmangel kann eine Ursache für Essattacken und Heißhunger beim Intervallfasten sein.

3. Intervallfasten wird zum Zwang

Wenn Intervallfasten dazu führt, dass Ihre Gedanken ständig um das Essen kreisen oder Sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie sich einmal nicht an die Fastenzeiten halten, können das Signale sein, dass Intervallfasten möglicherweise nicht das Richtige für Sie ist. Auch wenn Ihre neue gesunde Essroutine plötzlich zwanghaft wird, sich negativ auf Ihr Sozialleben auswirkt und Sie Verabredungen absagen, weil sie nicht zu Ihrem Intervallfasten-Plan passen, sollten Ihre Alarmglocken läuten.

Achten Sie sich und Ihren Körper und respektieren Sie Ihr individuelles Hungergefühl und Ihren Energiebedarf – wenn Intervallfasten nicht das Richtige für Sie ist, ist das auch vollkommen in Ordnung. Beachten Sie außerdem, dass bei akuten oder vorherigen Essstörungen Intervallfasten grundsätzlich nicht zu empfehlen ist.

Intervallfasten

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In diesen Fällen, sollten Sie nicht intervallfasten

Neben den anhaltenden Signalen, gibt es auch Situationen, bei denen grundsätzlich auf Intervallfasten verzichtet werden sollte bzw. die vorherige Absprache mit einem Arzt sinnvoll ist. Neben den bereits genannten Essstörungen, zählen außerdem dazu:

  • Schwangere sollten Intervallfasten meiden
  • Bei Untergewicht und Immunschwäche kann Intervallfasten zu Mangelerscheinungen führen und sollte daher eher gemieden werden
  • Bei Medikamenteneinnahme, Vorerkrankungen oder während einer Therapie ist die vorherige Absprache mit einem Arzt sinnvoll

Fazit

Dem Intervallfasten werden zahlreiche gesundheitliche Vorteile zugeschrieben, und es scheint für viele Menschen ein erfolgreicher Weg zum Abnehmen zu sein. Da es nicht die eine Methode gibt, werden beim Intervallfasten häufig Fehler gemacht.. Gleichzeitig hat Intervallfasten seine Grenzen und ist nicht zwingend für jeden geeignet.

Wichtig ist dabei, genauso, wie bei jeder anderen Ernährungsumstellung auch, Ihren Körper und Ihre ganz individuellen Bedürfnisse zu achten. Sollten Symptome und Signale, wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, zwanghaftes Verhalten oder Heißhunger, beim Intervallfasten anhalten, gehen Sie achtsam mit sich um und passen Sie die Methode entsprechend an oder gestehen sich gegebenenfalls ein, dass der Ansatz nicht das Richtige für Sie ist. Das ist völlig in Ordnung, denn wie eingangs gesagt, es gibt eben nicht den einen richtigen Weg für jeden.

Eine Alternative zum Intervallfasten kann Heilfasten sein – informieren Sie sich auf unserer umfangreichen Themenseite. Über alternative Abnehmmethoden und deren Vor- und Nachteile können Sie sich außerdem auf unserer Diäten-Themenseite informieren.

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