08.05.2019

Gesund altern und abnehmen So ernähren sich die ältesten Menschen der Welt

Frische Zutaten, viel Gemüse, Hülsenfrüchte und komplexe Kohlenhydrate sind wesentliche Aspekte der Okinawa-Diät.

Foto: iStock/casanisaphoto

Frische Zutaten, viel Gemüse, Hülsenfrüchte und komplexe Kohlenhydrate sind wesentliche Aspekte der Okinawa-Diät.

Auf der Insel Okinawa leben die ältesten Menschen der Welt. Ihre Ernährung soll dabei wesentlich zur Langlebigkeit beitragen. Erfahren Sie, wie die Okinawa-Diät aussieht.

Die Bewohner der japanischen Insel Okinawa zählen zu den Menschen mit der weltweit höchsten Lebenserwartung. Hier leben mit die meisten 100-Jährigen. Aber wie kommt das? Tatsächlich soll die Ernährungsweise einen wesentlichen Teil zur Langlebigkeit beitragen. Grund genug, sich die sogenannte "Okinawa-Diät" genauer anzusehen und herauszufinden, was wir uns davon abschauen können – sowohl für die Gesundheit als auch für’s Gewicht.

Die Okinawa-Diät: So ernähren sich Hundertjährige

Die Ernährung der Bewohner von Okinawa gilt als einer der wesentlichen Gründe für ihre Langlebigkeit. Die Okinawa-Diät, die im Prinzip keine Diät, sondern vielmehr eine Ernährungsform ist, sieht ungefähr folgendermaßen aus:

  • Viel Gemüse und Obst
  • Hülsenfrüchte, wie Soja und Bohnen
  • Reis, Süßkartoffeln oder auch Soba-Nudeln (Buchweizen) als Kohlenhydratquellen
  • Algen
  • Frischer Fisch
  • Eher fettarm
  • wenig Fleisch
  • kaum Zucker und verarbeitete Nahrungsmittel

Ein weiteres wesentliches Merkmal der Diät ist außerdem deren Kalorienmenge, die um die 20% geringer im Vergleich zum restlichen Japan sein soll.

Wieso hilft die Okinawa-Diät beim Altwerden und Abnehmen?

Das Interessante an den Okinawa-Bewohnern ist nicht nur, dass sie so alt werden, sondern auch, dass sie bis ins hohe Alter relativ fit und gesund bleiben. Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder auch Krebs, gibt es seltener, als beispielsweise hierzulande. Ein Grund dafür ist sicherlich der hohe Nährstoffgehalt der Nahrung bei eher geringerer Kaloriendichte. Die Bewohner setzen beim Essen vielmehr auf Qualität als Quantität. Der Körper wird durch die geringere Kalorienzufuhr entlastet, gleichzeitig sorgen ballaststoffreiche Lebensmittel und eine große Menge an Nährstoffen für ein nachhaltiges Sättigungsgefühl.

Stark verarbeitete Nahrungsmittel, die viele Kalorien aber nur wenig Nährstoffe liefern, sowie große Mengen an Fleisch und tierischen Produkten kommen in der Okinawa-Diät kaum vor. Gleichzeitig sollen die Bewohner aufhören zu essen, wenn sie bei ca. 80% Sättigung sind und Völlerei soll verpönt sein. Alle diese Aspekte tragen zu einem gesunden Altern bei – Abnehmen bzw. ein gesundes Gewicht halten, ist dabei ein ganz natürlicher Nebeneffekt.

Was können wir uns von der Okinawa-Diät abschauen?

Die Ernährungsweise der Okinawa-Bewohner lässt sich für uns nicht unbedingt originalgetreu umsetzen, aber das muss sie auch gar nicht. Sie können genauso aus den hierzulande verfügbaren Lebensmitteln eine nährstoffreiche, ballaststoffreiche, vornehmlich vegetarische und eher fettarme Ernährungsweise nach dem Vorbild der Okinawa-Diät zusammenstellen. Bei tierischen Produkten sollte Qualität über Quantität zählen und verarbeitete Lebensmittel sollten in möglichst geringen Mengen gegessen werden.

Mit der Kalorienreduktion sollten Sie allerdings etwas aufpassen – selbst, wenn sie abnehmen möchten. Denn eine zu starke Verringerung der Kalorienmenge kann zu Heißhunger, Gelüsten und Jo-Jo-Effekt führen und den Stoffwechsel aus der Balance bringen.

Fazit: Die Okinawa-Diät ist vielmehr eine langfristige Ernährungsweise

Die Okinawa-Diät sollten Sie vielmehr als langfristige Ernährung anstatt einer Diät sehen. Deren Grundsätze wiederum stellen eine gute Basis für eine generell gesunde und ausgewogene Ernährungsweise sowie einen bewussten Umgang mit Essen dar, die sicherlich beim gesunden Altern und auch beim Abnehmen unterstützen. Darüber hinaus sind übrigens auch Bewegung, Entspannung, die innere Einstellung und Gemeinschaft Aspekte, die die Langlebigkeit fördern können.

Die verschiedensten Ernährungsansätze und Diäten finden Sie auf unserer Themenseite Diäten. Mehr über eine gesunde Ernährung erfahren Sie außerdem auf der Themenseite unserer Autorin Natürlich Nadine.

Seite