25.01.2019

Müdigkeit? Trockene Haut? Bei diesen Anzeichen sollten Sie Ihre Diät besser abbrechen!

Müde und kraftlos, seitdem Sie Ihre Ernährung umgestellt haben? Das können Anzeichen sein, dass Sie Ihre Diät besser abbrechen oder eine andere Form wählen sollten.

Foto: iStock/PeopleImages

Müde und kraftlos, seitdem Sie Ihre Ernährung umgestellt haben? Das können Anzeichen sein, dass Sie Ihre Diät besser abbrechen oder eine andere Form wählen sollten.

Disziplin und Durchhaltevermögen sind die Schlüsselworte einer jeden erfolgreichen Gewichtsabnahme. Doch manchmal schickt uns der Körper auch Signale, die sagen: unbedingt aufhören! Wir verraten Ihnen, bei welchen körperlichen Anzeichen Sie Ihre Diät besser beenden sollten.

Sind Sie in Sachen Abnehmen besonders diszipliniert? Aufgeben kommt für Sie gar nicht in Frage? An sich ist das natürlich sehr löblich, doch manchmal gibt Ihnen Ihr Körper Anzeichen, dass Sie Ihre Diät besser schnell abbrechen (oder umstellen) sollten! Wir verraten Ihnen, bei welchen Signalen Sie hellhörig werden und handeln sollten.

Diät abbrechen – 1. Anzeichen: Schlafstörungen

Es gibt so einige Gründe, weshalb man in der Nacht nicht einschlafen kann. Zu spätes, zu fettiges Essen, andauernde mediale Beschallung durch Smartphones und Fernsehgeräte oder koffeinhaltige Getränke am Abend – das sind bekannte Klassiker, die das Einschlafen erschweren können. Manche wiederum konsumieren abends Lebensmittel, von denen sie gar nicht wissen, dass sie Koffein enthalten, etwa bestimmte Tee-Sorten (zum Beispiel: Schwarzer Tee, Grüner Tee, Oolong Tee und Jasmintee) oder auch Schokolade und Bonbons.

Wenn Sie aber während der Diät unter Schlafstörungen leiden, kann das auf eine Unterversorgung von Energie – sprich: Kohlenhydraten – hindeuten. Dadurch wird der Organismus in eine Stresssituation gebracht, wodurch wiederum der Hormonspiegel in die Höhe schnellt. Man ist zwar irgendwie totmüde, zugleich aber auch viel zu wach zum Schlafen.

Betroffen sind: meist Verfolger der Low-Carb-Ernährung, da diesen der Energielieferant in Form von Kohlenhydraten fehlt.

Was tun: Mit zusätzlichem Magnesium kann den Schlafproblemen entgegengewirkt werden, doch eine Dauerlösung ist das nicht. Wenn Sie also während Ihrer kohlenhydratreduzierten Ernährung über lange Zeit unter Schlafstörungen leiden, sollten Sie in Erwägung ziehen, eine andere Diät auszuprobieren.

2. Anzeichen: Stetige Müdigkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit

Sie fühlen sich stets müde, können sich nur schwer konzentrieren und werden gefühlt den ganzen Tag lang nicht richtig wach? Manch einer erlebt as Phänomen der Müdigkeit und der Konzentrationsprobleme während einer Diät. Kein Wunder eigentlich auch: Man verzichtet auf Junk und Fast Food – und entzieht seinem Körper damit Kalorien, Zucker und meist auch Kohlenhydrate. Diese Stoffe sind allerdings dafür bekannt, dem Körper einen Energieschub zu verpassen, indem sie den Blutzucker nach oben schnellen lassen. Kommt der besagte Energieschub nicht, schaltet der Körper um und sehnt sich nach Ruhe und Schlaf. Wer sich permanent müde fühlt, der hält auch keine Diät dauerhaft durch.

Betroffen sind: Low-Carber oder jene, die vor der Diät besonders viel ungesundes, kalorienreiches und/oder zuckerhaltiges Essen zu sich genommen haben.

Was tun: Nun können Sie sich eine andere, schonendere Variante der Gewichtsabnahme aussuchen, oder aber, sie setzen Ihren Körper nicht auf "kalten Entzug". Gewöhnen Sie ihn lieber schrittweise auf die Ernährungsumstellung, um nicht so sehr unter den Entzugserscheinungen zu leiden. Und auch wenn Sie sich zum Beispiel Low Carb ernähren: Denken Sie daran, dass "Low Carb" ("wenige Kohlenhydrate") nicht "No Carb" (keine Kohlenhydrate) bedeutet. Der Körper benötigt ein gewisses Maß an Kohlenhydraten, um einwandfrei zu funktionieren.

3. Anzeichen: Trockene Haut

Warum jemand an trockener Haut leidet, kann die verschiedensten Gründe haben. Manchmal ist es Veranlagung, manchmal äußere Gegebenheiten wie zu viel Sonne oder trockene Heizungsluft und manchmal hängt es auch mit einer Krankheit oder Allergie zusammen. Es gibt aber noch einen weiteren Grund: Trockene Haut und Diät können ebenfalls im Zusammenhang stehen.

Das ist auch relativ leicht erklärt: Bei manchen Formen der Gewichtsreduktion ernährt man sich besonders fettarm. Allerdings können sich die Vitamine A und E, die immerhin gegen Hauttrockenheit und Falten helfen, nur in Fett lösen – und wenn zu wenig Fett in der Nahrung enthalten ist, kann der Körper die Vitamine nicht verarbeiten. Darüber hinaus erfüllt Fett weitere Funktionen: Es ist die Grundlage der Talgproduktion und es stärkt die Hornschicht. Wenn das Fett fehlt, dann gerät das Gefüge in ein Ungleichgewicht und die Haut wird trocken.

Betroffen sind: meist jene Abnehmwillige, die auf eine fettreduzierte Ernährung bzw. "No Fat" schwören.

Was hilft: Zu Diät-Beginn das Fett nicht von heute auf morgen aus dem Ernährungsplan streichen. Bei einer langsameren Umstellung der Ernährungsgewohnheiten kann der Körper sich besser anpassen und "bestraft" Sie nicht mit trockener Haut. Generell sollten Sie nicht komplett auf Fett verzichten – wählen Sie aber gesunde Fette, zum Beispiel aus Olivenöl und Fisch.

4. Anzeichen: Mundgeruch

Ganz ohne jeden Zweifel: Mundgeruch ist eine ganz schön unangenehme Sache – und zwar meist nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern auch für seinen Gesprächspartner. Ursachen für Mundgeruch gibt es viele – doch nicht immer müssen mangelnde Mundhygiene, Karies oder eine Verdauungskrankheit der Grund sein. Eine Diät kann auch Mundgeruch erzeugen. Wer zu wenige Kohlenhydrate isst, der verbrennt stattdessen andere Fette und Proteinquellen als Energiequelle. Wer besonders wenige Kohlenhydrate zu sich nimmt, kommt irgendwann in den Stoffwechselzustand der Ketose – und ebendieser Zustand beeinflusst auch das Gleichgewicht der Mundbakterien. Dadurch können fiese, faulige oder gar metallische Gerüche entstehen.

Betroffen sind: insbesondere Menschen, die sich Low Carb ernähren. Auch jene, die ketogene Diät durchziehen, können unter Mundgeruch leiden, da sie ganz besonders wenige Kohlenhydrate zu sich nehmen.

Was hilft: Mehr Kohlenhydrate zu essen, ist bei einer ketogenen Diät nicht machbar. Viel Wasser zu trinken kann etwas Abhilfe schaffen. Wenn der Mundgeruch wirklich störendes Ausmaß angenommen hat, sollte die Diät abgebrochen und ggfl. durch eine andere Variante ersetzt werden, die Ihnen besser bekommt.

5. Anzeichen. Migräneanfälle

Die amerikanische "Migraine Search Foundation" sagt: Etwa 18 Prozent der Frauen leiden regelmäßig unter Migräne. Woran viele nicht denken: Oft sind bestimmte Nahrungsmittel sogenannte "Trigger", also Auslöser für die heftigen Kopfschmerzattacken. Bei manchen ist es Rotwein, bei anderen reifer Käse oder auch Knoblauch. Noch unangenehmer ist es dann aber, wenn sich diese Migräneanfälle auffällig häufen – was im Rahmen einer Diät durchaus passieren kann.

Betroffen sind: verschiedenste Leidtragende. Wenn Sie plötzlich öfter oder überhaupt erst an Migräneanfällen leiden, dann sollten Sie Ihren Speiseplan unter die Lupe nehmen, denn Ernährung und Migräne können zusammenhängen. Tauchen die Attacken erst seit Beginn Ihrer Diät (vermehrt) auf? Dann verträgt Ihr Körper die von Ihnen gewählte Form der Gewichtsreduktion vermutlich nicht.

Was hilft: Aller Voraussicht nach eine andere Diät. Sie können natürlich auch während Ihrer aktuellen Gewichtsabnahme ein Ernährungstagebuch führen. So finden Sie eventuell nach einiger Zeit das Lebensmittel, das Ihre Anfälle auslöst. Im schlimmsten Fall könnten Sie aber auch dauerhaft im Dunkeln tappen. Dann besser einen Arzt um Rat fragen.

6. Anzeichen: Verdauungsstörungen

Verdauungsstörungen hat ja jeder ab und an mal. Und insbesondere, wenn man gerade seine Ernährung zu Gunsten einer Diät umgestellt hat, kann man unter Verdauungsstörungen leiden. Durchfall, Verstopfung, Blähungen – die Liste der verschiedenen Beschwerden ist lang und kann sich von Person zu Person unterscheiden.

Betroffen sind: zunächst beinahe alle Abnehmwilligen, da immer eine Änderung der Gewohnheiten stattfindet, die sich auch auf das Verdauungssystem auswirken. Am Ende leiden aber zum Beispiel Low-Carber häufiger an diesen Beschwerden, da Sie durch die kohlenhydratreduzierte Ernährung meist zwangsläufig auch weniger Ballaststoffe aufnehmen, die wichtig für eine gute Verdauung sind.

Was hilft: Verdauungsstörungen und -beschwerden sind nicht unbedingt ein Grund, die Diät abzubrechen. Oft muss sich der Körper einfach an die neue Ernährung gewöhnen. Das gelingt meist besser, wenn die Umstellung nicht von heute auf morgen, sondern langsam und schonend erfolgt. Wer sich Low Carb ernährt, sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen achten. Die stammen glücklicherweise nicht immer aus Vollkornprodukten. Bauen Sie regelmäßig ballaststoffreiche Gemüsesorten wie Spinat, Brokkoli und Spargel oder Konjaknudeln in Ihren Speiseplan ein. Halten die Verdauungsprobleme aber länger an, dann kann es sein, dass der Körper einen bestimmten Inhaltsstoff in Ihrer neuen Ernährung vermisst oder sich einfach nicht mit ihr arrangieren kann. Dann sollten Sie es vielleicht mit einem anderen Diätplan probieren.

7. Permanente Kälteanfälligkeit

Eine Diät geht immer mit Verzicht einher – und für gewöhnlich werden bestimmte Lebensmittel aus dem Speiseplan gestrichen. Welche genau, hängt immer von der Form der angestrebten Gewichtsreduktion ab. Man sollte allerdings nur mit Bedacht Zutaten aus der Ernährung entfernen, denn oft streicht man damit nicht nur Lebensmittel, sondern auch bestimmte Vitamine und Mineralstoffe – und die erfüllen im Körper wiederum bestimmte Funktionen, etwa auch die Temperaturregulierung. Für diese ist zum Beispiel das Spurenelement Eisen verantwortlich – und wenn Sie an Eisenmangel leiden, frieren Sie schneller und öfter.

Betroffen sind: Jene, die eine radikale Diät durchziehen. Dem Körper werden wichtige Inhaltsstoffe vorenthalten, was nicht ohne Folgen bleibt.

Was hilft: Sie frieren seit Beginn Ihrer Diät öfter als früher? Dann sollten Sie gründlich darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Körper alle wichtigen Vitamine und Spurenmelemente zuführen. Am Ende ist es aber auch durchaus ratsam, beim Arzt ein (großes) Blutbild anfertigen zu lassen. So können etwaige (Vitamin-)Mangelerscheinungen schnell entlarvt werden. Ihr Arzt kann Sie beraten, wie Sie weiterhin verfahren sollen.

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Wenn Sie eines der oben genannten Anzeichen bei sich entdecken, dann sollten Sie Ihre Diät und Ihre Essensgewohnheiten nochmal genauer unter die Lupe nehmen – und diese gegebenenfalls ändern. In unserem großen Diäten-Check erfahren Sie, welche Abnehm-Methode für Sie die Richtige ist. Und viele weitere, spannende Ratgeber finden sie auf unseren Themenseiten für Verdauung, Migräne, Hautpflege und Diäten im Allgemeinen.

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