13.08.2018

Was ist besser? Intervallfasten oder Diät: Welche Abnehmmethode ist besser?

Intervallfasten oder Diäten: Welche Methode bringt nicht nur die besten Abnehmerfolge, sondern auch mehr gesundheitliche Vorteile und Alltagstauglichkeit? Erfahren Sie es hier.

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Intervallfasten oder Diäten: Welche Methode bringt nicht nur die besten Abnehmerfolge, sondern auch mehr gesundheitliche Vorteile und Alltagstauglichkeit? Erfahren Sie es hier.

Essen in Intervallen oder Kalorien zählen: Wie unterscheidet sich Intervallfasten von klassischen Diäten und was von beidem ist besser? Wir haben Intervallfasten und Diäten verglichen und die Ergebnisse für Sie zusammen gestellt.

Intermittierendes Fasten ist einer DER Abnehmtrends. Nachdem wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass das Fasten in Intervallen tatsächlich eine enorme positive Wirkung in Bezug auf das Gewicht sowie diverse Krankheiten haben kann, hat der Fastenansatz seinen Durchbruch erlebt.

Aber ist Intervallfasten am Ende nicht auch eine Diät? Wie unterscheidet sich Intervallfasten von einer regulären Diät? Und welches von beiden ist besser? Entdecken Sie hier die Antworten auf diese und weitere Fragen im Vergleich "Intervallfasten oder Diät". Dabei werden die Abnehmmethoden u. a. hinsichtlich des Ernährungsplans, der Dauer und der gesundheitlichen Vorteile verglichen.

Beim Intervallfasten geht es darum, in bestimmten Zeitintervallen zu fasten, sprich, vollkommen auf Nahrung zu verzichten bzw. stark unterkalorisch zu essen. Die Zeitintervalle, in denen gefastet wird, können unterschiedlich gestaltet werden:

  • Tägliches Intervallfasten: Zum Beispiel täglich 14 bis 16 Stunden komplett fasten und in den restlichen zehn bis ach Stunden essen.
  • Wöchentliches Intervallfasten: Zum Beispiel zwei Tage die Woche fasten (stark unterkalorisch essen) und die fünf restlichen Tage normal essen.

Die zeitlichen Vorgaben beim Intervallfasten sind bereits der erste Unterschied im Vergleich zu regulären Diäten, bei denen prinzipiell zu jeder Uhrzeit gegessen werden kann. Erfahren Sie bei uns mehr darüber, wie das Intervallfasten funktioniert.

Größere Abnehmerfolge beim Intervallfasten oder bei der Diät?

Intervallfasten vs. Diät: Kalorienzählen

Zunächst geht es um den Kern vieler Diäten: das Kalorienzählen. Diäten – vor allem Blitzdiäten –, die im klassischen Sinne zum Abnehmen gedacht sind, basieren meist auf einer Reduktion der zugeführten Kalorien. Hintergrund ist, dass sich der Körper die fehlende Energie aus den Fettdepots nimmt, die somit abgebaut werden.

Lesen Sie, wie gut mit einem Kaloriendefizit abgenommen werden kann und was für und gegen die beliebte Abnehmmethode spricht.

Beim Intervallfasten geht es nicht um’s Kalorienzählen. In den acht bis zehn Stunden, in denen gegessen wird, darf grundsätzlich gegessen werden, was man möchte, ohne dabei einen Fokus auf das Zählen von Kalorien zu legen.

Einzige Ausnahme ist die 5:2-Variante des Intervallfastens: Hier wird an den Tagen, an denen gefastet wird, stark unterkalorisch gegessen und darauf geachtet, nicht mehr als 400 bis 600 Kilokalorien zu verzehren.

Vergleich auf einen Blick:

  • Diät: Basis der meisten gewichtsreduzierenden Diäten ist das Kalorienzählen.
  • Intervallfasten: In den Zeitintervallen, in denen gegessen werden darf, werden keine Kalorien gezählt.

Intervallfasten vs. Diät: Ernährungsplan

Während die meisten Diäten einem strikten Ernährungsplan folgen, bei dem bestimmte Lebensmittel erlaubt und andere verboten sind, funktioniert Intervallfasten im Prinzip mit jeder Ernährungsweise. Beim Intervallfasten geht es in erster Linie darum, bestimmte Zeitfenster des Fastens einzuhalten. In den Zeitintervallen, in denen gegessen wird, werden keine spezifischen Ernährungsrichtlinien vorgegeben.

Vergleich auf einen Blick:

  • Diät: Die meisten Diäten geben einen strikten Ernährungsplan vor.
  • Intervallfasten: Es wird kein Ernährungsplan vorgegeben. Stattdessen werden Fastenzeiten eingehalten.

Intervallfasten vs. Diät: Dauer und Jo-Jo-Effekt

Nicht alle, jedoch viele Diäten, bei denen es um Gewichtsverlust geht, sind zeitlich begrenzt oder können aufgrund von strikten Ernährungsplänen kaum langfristig umgesetzt werden. Das Intervallfasten wiederum ist langfristig gedacht. So soll das Fasten in Intervallen als dauerhafte Lebensstilveränderung, anstelle einer kurzfristigen Diät gesehen werden.

Sowohl diese Langfristigkeit, als auch die Möglichkeit in den Essenszeiten nach dem individuellen Geschmack und Bedürfnis zu essen, soll vor dem gefürchteten Jo-Jo-Effekt schützen. Durch Intervallfasten soll somit dauerhaft Gewicht verloren bzw. gehalten werden, während kurzfristige Diäten meist den Jo-Jo-Effekt zur Folge haben.

Vergleich auf einen Blick:

  • Diät: Viele Diäten sind kurzfristig ausgelegt und können daher eher zum Jo-Jo-Effekt führen.
  • Intervallfasten: Das Fasten in Intervallen wird dauerhaft umgesetzt. Es geht um eine langfristige Umstellung des Lebensstils, was vor dem Jo-Jo-Effekt schützen soll (insofern es durchgehalten wird).

Kennen Sie auch schon unsere großen Vergleich Diät vs. Ernährungsumstellung?

Erfahren Sie in diesem Video auch, was beim Intervallfasten in unserem Körper passiert:

Intervallfasten

Was Sie über Intervallfasten wissen sollten.

Intervallfasten

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Auf der nächsten Seite stellen wir uns die Frage, wie alltagstauglich die verschiedenen Abnehmmethoden sind...

 

Intervallfasten vs. Diät: Alltagstauglichkeit

Aufgrund des meist strikten Ernährungsplans, fällt die Umsetzung und das Durchhalten von Diäten oftmals nicht so einfach. Verbote, Einschränkungen, strikte Pläne und Rezepte und das damit verbundene Kochen stellen im Alltag eine Herausforderung dar.

Da sich die Vorgaben beim Intervallfasten in erster Linie auf Zeitintervalle, in denen nicht gegessen werden darf, begrenzen, kann durchaus von einer besseren Alltagstauglichkeit gesprochen werden. Dennoch sind auch die vorgegebenen Zeitfenster beim Intervallfasten für viele nur schwierig im Alltag umsetzbar.

Vergleich auf einen Blick:

  • Diät: Aufgrund strikter Ernährungsvorgaben sind viele Diäten nur schwer dauerhaft in den Alltag integrierbar.
  • Intervallfasten: Grundsätzlich alltagstauglicher, da es für die Essenszeiten keine Verbote gibt.

Intervallfasten vs. Diät: Gesundheitliche Vorteile

Dass sich Intervallfasten mittlerweile solcher Bekanntheit erfreut, liegt nicht zuletzt an den gesundheitlichen Vorteilen, die es mit sich bringen soll. Denn tatsächlich geht es beim Fasten in Intervallen nicht unbedingt nur um das Abnehmen. Auch hier soll von den gesundheitliche Faktoren des Fastens profitiert werden können.

Dazu zählen unter anderem die Verringerung von Entzündungen, Stärkung der Abwehr, Regeneration, Linderung von Magen-Darm-Beschwerden oder auch die positive Wirkung auf Blutzucker- und Cholesterinspiegel, Diabetes sowie den Fettstoffwechsel.

Bei klassischen Diäten wiederum geht es in vielen Fällen nicht unbedingt um Genesung und/oder Heilung sondern in erster Linie um Gewichtsverlust. Das gilt jedoch nicht für alle Diäten. Beispiele wie die DASH Diät oder auch die Mittelmeer-Diät bringen zahlreiche gesundheitliche Wirkweisen mit sich bzw. wurden sogar explizit zur Linderung bestimmter Krankheitsbilder entwickelt.

Vergleich auf einen Blick:

  • Diät: Bei einer Diät im klassischen Sinne geht es in erster Linie nur um den Gewichtsverlust.
  • Intervallfasten: Intervallfasten soll zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen und sich positiv auf diverse Krankheiten auswirken. Der Gewichtsverlust kann eher ein positiver Nebeneffekt sein.

Lesen Sie zudem mehr über die Studienergebnisse, die aufzeigen, dass ein frühes Abendessens das Krebsrisiko senken kann.

Fazit: Was ist denn nun besser?

Intervallfasten bietet zahlreiche Vorteile: Es wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, soll beim Abnehmen helfen, ist mit jeder Ernährungsform umsetzbar, ist langfristig gedacht und schützt vor dem gefürchteten Jo-Jo-Effekt.

Ob Intervallfasten nun besser als eine Diät ist, hängt zum einen davon ab, wie das Intervallfasten gestaltet wird. Denn wenn während den Essensintervallen nur zu Fastfood und Fertiggerichten gegriffen wird oder extrem kalorienreich gegessen wird, ist die Frage, ob Intervallfasten wirklich so gut ist.

Gleichzeitig fehlen bisher Langfriststudien, die dauerhafte Abnehmerfolge bestätigen. Zum anderen hängt der Vergleich von der Diät ab. Denn auch hier gibt es Varianten, die durchaus langfristig gedacht sind und gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.

Ihnen hat unser großer Vergleich zwischen Intervallfasten und einer Diät gefallen? Entdecken Sie bei uns weitere Ratgeber und Tipps rund ums Heilfasten. Auf unserer umfangreichen Themenseite Diäten finden Sie zudem nicht nur Ratgeber zu verschiedenen Diät-Methoden sondern wertvolle Tipps für eine gesunde und ausgewogene Ernährung in jeder Lebenssituation. Noch mehr Ratgeber der Autorin rund um gesunde Ernährungsweisen finden Sie bei Natürlich Nadine.

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