06.10.2017

Natürlich Nadine So gesund und so wichtig ist Eiweiß für den Körper

Eiweiß ist überaus wichtig für den Zellenaufbau und die Funktionen des Körpers.

Foto: iStock/borchee

Eiweiß ist überaus wichtig für den Zellenaufbau und die Funktionen des Körpers.

Straffe Haut und kräftige Muskeln: Eiweißreiche Lebensmittel schützen vor dem Altern und sind essentiell für die Gesundheit. Erfahren Sie mehr und machen Sie den Eiweiß-Test.

Ob für die Muskeln, das Herz, Gehirn, die Haare, Nägel, Knochen, Hormone oder Nerven – Eiweiß bzw. Proteine sind der Grundbaustein einer jeden Zelle im menschlichen Körper und somit auch für deren Bildung und Erneuerung essentiell. Ein Eiweißmangel kann gesundheitliche Folgen haben und gerade im Alter sollte auf eine ausreichende Menge dieses lebenswichtigen Baustoffs im Rahmen der Ernährung geachtet werden. Es ist sogar so, dass Proteine einen Anti-Aging-Effekt mit sich bringen!

Darum ist Eiweiß so wichtig

Für jeden, der sich schon einmal gefragt hat, ob Eiweiß und Proteine das Gleiche sind: Ja. Es handelt sich dabei einfach um zwei unterschiedliche Begriffe, die jedoch für ein und dasselbe stehen – für Verbindungen aus Aminosäuren, die als Grundbausteine an verschiedensten Ecken und Enden unseres Körpers eingesetzt werden.

Sie sind DIE Substanz, aus denen unsere Zellen bestehen, und somit wesentlich für die Erneuerung von Zellen, was sie gerade im Alter so wichtig macht. Neben Ihrer zellaufbauenden Funktion ist Eiweiß wichtig für

  • das Immunsystem
  • die Übertragung von Nervenimpulsen und
  • den Transport von Sauerstoff im Blut

Eiweiß als Anti-Aging-Mittel und gegen Gewichtsabnahme?

Die zellaufbauende Eigenschaft von Eiweiß macht den Nährstoff natürlicherweise zum Anti-Aging-Mittel. Hinzu kommt, dass das hautstraffende Kollagen aus Eiweißbausteinen besteht. Auch für kräftige und starke Muskeln ist Eiweiß wichtig und auch diese sorgen natürlich für ein straffes Aussehen. Ausreichend Proteine zu essen stärkt außerdem Haare und Nägel, was für ein jüngeres Erscheinungsbild sorgen kann.

Und auch beim Thema Abnehmen kann eine Ernährungsweise, die ausreichend Proteine enthält, unterstützend wirken. Denn die Verdauung von Eiweiß dauert verhältnismäßig lange, was somit länger satt hält und dem Gewicht zugute kommen kann. Auf der anderen Seite kann eine eiweißarme Ernährung zu Heißhunger und folglich Gewichtszunahme führen.

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Test: Leide ich an Eiweißmangel?

Eiweißmangel kann diverse Symptome mit sich bringen. Stellen Sie sich die folgenden Fragen, um herauszufinden, ob Ihrem Körper Eiweiß fehlt:

  1. Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Muskeln zu schnell nachgeben, Sie kaum Kraft haben oder schnell umknicken? Muskelschwund und damit verbundene Kraftlosigkeit und Verletzungsanfälligkeit kann durch einen Mangel an Proteinen hervorgerufen werden.
  2. Leiden Sie unter Haarausfall, brüchigen Nägeln und schlaffer oder trockener Haut? Auch diese Symptome können durch einen Mangel an Eiweiß hervorgerufen werden, denn Haare, Nägel und Haut bestehen aus Eiweißbausteinen.
  3. Sind Sie häufig krank und infektanfällig? Proteine sind wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem, ein Mangel kann es demnach schwächen.
  4. Haben Sie häufig Heißhunger? Eiweiß unterstützt einen stabilen Blutzuckerspiegel. Ist ein Mangel vorhanden können Blutzuckerschwankungen zu Heißhunger führen. Gleichzeitig kann Heißhunger z. B. auf Fleisch und Milchprodukte aufzeigen, dass Ihr Körper Eiweiß verlangt.
  5. Leiden Sie unter Schlafstörungen? Ein Mangel der Aminosäure (ein Eiweißbaustein) Tryptophan kann zu Schlafstörungen führen.

Haben Sie über die Hälfte der Fragen mit Ja beantwortet? Dann schauen Sie sich nun Ihre Ernährung an: Essen Sie wenig Fleisch, Fisch und Milchprodukte und kommen nur geringe Mengen an pflanzlichen Eiweißquellen, wie Hülsenfrüchte, in Ihrer Ernährung vor? Ist dies der Fall, kann es durchaus sein, dass Sie zu wenig Eiweiß zu sich nehmen und ein Eiweißmangel besteht.

Die besten Eiweißquellen

Natürlich sind Fleisch, Fisch , Eier und Milchprodukte als die klassischen Eiweißquellen bekannt. Sie enthalten sämtliche Aminosäuren (Eiweißbausteine), die für den Körper wichtig sind. Allerdings sollten Sie es mit dem Verzehr von tierischen Produkten nicht übertreiben, denn sie sind zum Teil nur schwer verdaulich und können zu Übersäuerung des Körpers führen. Achten Sie bei allen tierischen Produkten mehr auf Qualität statt Quantität.

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Auch die Pflanzenwelt hat gute Eiweißquellen zu bieten. Dazu zählen vor allem Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen, Kichererbsen, Lupinen, Bohnen oder Soja. Auch (Pseudo-)Getreide wie Quinoa , Amaranth und Hafer liefern wertvolle Proteine, genauso wie Nüsse und Samen wie Hanfsamen, Leinsamen und Mandeln .

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Ist zu viel Eiweiß ungesund?

Wie bei allem, so gilt auch für Eiweiß: Die Menge macht’s. So viele gesundheitliche Vorteile Proteine auch mit sich bringen, so sollten Sie es dennoch nicht übertreiben. Zu viel Eiweiß kann die Verdauung negativ beeinflussen und die Nieren belasten.

0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung für Frauen. Das wären bei einer Frau mit 65 kg Körpergewicht ca. 50 Gramm. Ein Ei liefert zum Beispiel 6-8 Gramm Eiweiß. Eine Handvoll Mandeln liegt bei ca. 8-10 Gramm und ein Stück Putenbrust liegt bei um die 25 Gramm.

Manche empfehlen bis zu 1,5-1,6 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Sollten Sie sich viel bewegen oder Sport machen, kann die Menge an Eiweiß also auch etwas höher als 0,8 Gramm liegen. Testen Sie einfach für sich selbst, wie viel Eiweiß in der Ernährung Ihnen gut tut.

Fazit: Eiweiß ist ein lebensnotwendiger Nährstoff mit Anti-Aging-Effekt

Die Aufnahme von ausreichend Eiweiß im Rahmen der täglichen Ernährung ist essenziell für den Aufbau und die Erneuerung von Zellen sowie diverse weitere Körperfunktionen, wie dem Immunsystem. Als wichtiger Baustein für sämtliche Körperstrukturen, wie Muskeln, Haare, Nägel, Haut, Nerven und Hormone ist Eiweiß lebensnotwendig und wird vor allem im Alter immer wichtiger.

Hier finden Sie mehr Rezepte und Ernährungstipps von unserer Kolumnistin Natürlich Nadine.

Siehe auch: Wie funktioniert die Trennkost-Diät?

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