23.06.2017

Aromatische Alleskönner Sieben Gewürze für einen flachen Bauch

Gewürze wirken sich nicht nur auf unsere Geschmacksnerven der Zunge aus, sondern können den Stoffwechsel und die Fettverbrennung richtig ankurbeln. Wahre Schlank-Wunder also!

Foto: iStock/Casarsa

Gewürze wirken sich nicht nur auf unsere Geschmacksnerven der Zunge aus, sondern können den Stoffwechsel und die Fettverbrennung richtig ankurbeln. Wahre Schlank-Wunder also!

Starker Duft, starker Geschmack, starke Wirkung! Wie gut Gewürze der Figur tun, beweisen immer mehr Studien. Höchste Zeit, zuzugreifen!

Schwarzer Pfeffer: Weniger Fettzellen

Die erstaunliche Schlank-Wirkung von Pfeffer haben koreanische Forscher auf der Suche nach einem Medikament gegen Übergewicht entdeckt. Sie „züchteten“ Fettzellen im Labor und beobachteten, wie sie auf den Wirkstoff Piperin aus Pfeffer reagieren. Tatsächlich nahmen alte Zellen auf der Piperin-Grundlage weniger Fett auf und gleichzeitig wurden weniger neue Zellen gebildet.

Unser Tipp: Tauschen Sie den Pfefferstreuer gegen die Pfeffermühle oder den Mörser und nutzen Sie das Gewürz immer frisch.

>> Flacher Bauch mit Schlank-Gewürzen

Cayenne: Feuer für die Fettverbrennung

Eine ordentliche Prise Cayenne und wir spüren die Wirkung sofort: Die Atmung geht etwas schneller, vielleicht bricht sogar ein bisschen Schweiß aus. Deutliches Zeichen, dass die Wärmeproduktion im Körper gerade auf Hochtouren läuft und reichlich Kalorien verbrannt werden. Ein anderer Schlankeffekt von Cayenne wurde bei einer Studie mit 25 normalgewichtigen Testpersonen in Indiana (USA) entdeckt. 13 von ihnen liebten scharfes Essen, zwölf nicht. Sechs Wochen lang bekamen trotzdem alle täglich eine kleine Dosis Cayenne-Pulver. Ergebnis: Besonders bei den Menschen, die nicht an die Schärfe gewöhnt waren, zeigten sich deutliche Effekte. Ihr Appetit auf Fettes, Süßes oder Salziges ging zurück. Gut so! Denn weniger Lust auf die klassischen Dickmacher bedeutet automatisch weniger Pfunde auf den Hüften.

Unser Tipp: Eine Prise Cayenne-Pfeffer passt nicht nur wunderbar zu Eintöpfen und Hackgerichten, sondern auch zu süßen Speisen wie zum Beispiel Schokopudding. Oder probieren Sie ihn als Aroma-Kick in einem Becher Kaffee oder Kakao.

Petersilie: Unterstützung für die Leber

Petersilie ist das beliebteste „Deko“-Kraut der Welt. Wissenschaftler aus Malaysia sind aber sicher: Es kann viel mehr, als ein bisschen hübsches Grün auf die Teller zu zaubern. Sie haben nämlich herausgefunden, dass Biostoffe aus der Petersilie die Leber unterstützen und den Stoffwechsel aktivieren. Dadurch werden Nährstoffe besser aufgenommen und Fett besser umgewandelt.

Unser Tipp: Streuen Sie frisch gehackte Petersilie immer großzügig über Suppen, Soßen, Dips, Fisch- und Fleischgerichte, Tomaten- und andere Salate.

>> Petersiliensalat mit Kirschtomaten und Bohnen

Lesen Sie, wie sich die Petersilie am besten zu Hause anbauen lässt.

Rosmarin: Bremst Dickmacher- Hormon

Den Gewürzstar aus dem Süden haben die Universitäten in Avignon (Frankreich) und Valencia (Spanien) genauer unter die Lupe genommen. Dabei entdeckten sie, dass Rosmarin die Gewichtszunahme trotz einer fettreichen Diät bremsen kann. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Wirkstoffe den Blutzuckerspiegel stabil halten und dadurch weniger vom Dickmacher-Hormon Insulin produziert wird.

Unser Tipp: Rosmarin ist perfekt, um Gemüse-Beilagen ein raffiniertes Mittelmeer-Aroma zu geben, zum Beispiel Kartoffeln. Fein gehackt schmecken die nadelschmalen Blättchen auch in Reis und natürlich zu Fleisch und Fisch vom Grill.

Lesen Sie, wie sich Rosmarin am besten zu Hause anbauen lässt.

>> 10 schnelle Gerichte, die Kilos schmelzen lassen

Senf: Mehr Muskeln

Je mehr stoffwechselaktive Muskelmasse wir haben, desto mehr Fett wird auch im Ruhezustand verbrannt. Und den Anteil der schlanken Zellen kann man offensichtlich nicht nur durch reichlich Sport erhöhen. Laborversuche an der Rutgers-Universität (New Jersey) haben gezeigt: Wirkstoffe (sog. Homobrassinolide) aus Senfsamen-Extrakt steigern den Muskelaufbau, erhöhen dadurch die stoffwechselaktive Magermasse, verbessern auch Kraft- und Fitnesswerte.

Unser Tipp: Wenn der Bauch flach werden soll, darf Senf natürlich nicht mit fetter Wurst kombiniert werden. Aber das ist kein Problem! Denn das Gewürz schmeckt auch im Salat-Dressing, als Brotaufstrich (spart reichlich Fett!), als Zutat für einen pikanten Joghurt-Dip oder als leckere Soße zu magerem Fisch.

>> Blumenkohl mit Eiern in Senfsoße

Koriander: Hilft dem Darm

Manchmal ist der Bauch auch nur unangenehm aufgedunsen, weil die Verdauung nicht ordentlich funktioniert. In diesem Fall empfehlen auch moderne Wissenschaftler ein altes Heilmittel aus der Chinesischen Medizin: Koriandersamen. Studien in Japan und den USA konnten zeigen, dass die enthaltenen ätherischen Öle die Darmmuskeln entspannen, Darmbewegungen fördern und auch noch antibakteriell wirken.

>> Koriander: Gewürz und Heilkraut

Unser Tipp: Besonders als Gewürz von schwer verdaulichen Gerichten sind Koriandersamen perfekt. Bei akuten Verdauungsbeschwerden hilft ein Tee aus 1 TL zerstoßenen Koriandersamen und 200 ml heißem Wasser.

>> Nussiger Karottendipp mit Ingwer, Koriander und Pinienkernen

Zimt: Schmilzt Pfunde

Können drei Gramm Zimt pro Tag wirklich den Unterschied machen? „Ja“, sagen Mediziner der Universität Teheran (Iran) nach ihrem Test mit 44 Patienten. Eine Hälfte bekam sechs Wochen lang die Drei-Gramm-Dosis Zimt, die andere Hälfte eine Scheintablette ohne Wirkstoffe. Am Ende hatte die Zimt-Gruppe deutlich abgenommen.

>> So funktioniert der Zimt-Trick

Unser Tipp: Beim Kauf auf Ceylon-Zimt achten. Er enthält deutlich weniger Cumarin (kann in hoher Konzentration schädlich sein) als Cassia (China-Zimt). Drei Gramm Zimt pro Tag entsprechen etwa einem Teelöffel. Das Gewürz gibt zum Beispiel ungesüßtem Obst-Kompott super Aroma, schmeckt auch in Smoothies oder Joghurt.

Gewürz-Anfänger? Probieren Sie doch unsere drei leckeren und einfachen Rezepte für den Start. Auf der nächsten Seite geht es weiter!

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Drei einfache Rezept-Ideen:

Rosmarin-Kartoffeln

Backofen auf 200 Grad vorheizen. 200 g kleine, festkochende Kartoffeln waschen, trocken reiben und längs halbieren. Blättchen von 1 Zweig Rosmarin zupfen und fein hacken. Mit 1 TL Olivenöl, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Salz in eine Schale geben und vermischen. Kartoffeln darin wenden. Backblech mit Backpapier auslegen und Kartoffeln mit der Schnittfläche nach unten darauflegen. Im vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen. Zwischendurch einmal wenden.

190 kcal, 5 g F, 31 g KH, 4 g E.

Schnelles Pfeffersteak

1 TL Pfefferkörner mit dem Mörser zerstoßen. 150 g Hüftsteak von beiden Seiten damit einreiben. 1 TL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Steak darin von beiden Seiten je 2 Minuten kräftig anbraten. Hitze reduzieren und weiter braten (medium von beiden Seiten noch einmal 2 Minuten).

220 kcal, 10 g F, 0 g KH, 32 g E.

Fischfilet mit Senfsoße

L1 kleine Zwiebel fein würfeln. 1 TL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. 1 TL scharfen Senf und ½ TL Mehl einrühren. 50 ml Milch (1,5 %) und 50 ml Instant- Gemüsebrühe unter Rühren langsam zugeben. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Salz abschmecken und 5 Minuten milde köcheln lassen. 160 g Kabeljaufilet mit etwas Zitronensaft beträufeln und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. 1 TL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Fisch darin von beiden Seiten ca. 3 Minuten braten. Soße noch mal aufkochen und mit dem Fisch servieren.

250 kcal, 13 g F, 6 g KH, 27 g E.

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Alle Rezepte sind für 1 Person berechnet.

Es gibt so viele Lebensmittel, die richtig gut schmecken, aber kaum Kalorien haben. Wir haben uns mal umgeschaut und stellen Ihnen die 50 besten Lebensmittel mit maximal 50 kcal vor.

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Dieser Beitrag erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 21.

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